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Aktuelle Regelungen bei der Kanalsanierung

Europäische Normen, Regelungen oder Merkblätter von Verbänden werden in jeder Branche fortlaufend überarbeitet – auch in der Abwasserbranche. Um den neuesten Stand abzubilden, veranstaltet die Verbund Ingenieur Qualifizierung am 29. September 2016 die Nürnberger Kolloquien zur Kanalsanierung.

von | 19.05.16

Experten aus dem Bereich Abwasser informieren über theoretische Grundlagen zur Planung und Ausschreibung von Sanierungsmaßnahmen sowie zum Thema Weiterbildung und zur Nutzung von Abwasserinfrastruktur für den Breitbandausbau. Außerdem werden unterschiedliche Sanierungsverfahren von Hausanschlüssen und deren Vor- und Nachteile diskutiert. Abgerundet wird das Kolloquium durch die begleitende Hausmesse.
Im ersten Part der ganztägigen Veranstaltung werden aktuelle Regelwerke der Kanalsanierung thematisiert. Den Einstieg macht Dipl.-Ing. Peter Kalte mit seinem Vortrag zur Honorierung von Planungsleistungen der Architekten und Ingenieure im Rahmen von Kanalsanierungen. Als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger stellt er die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) von den Grundlagen bis zur konkreten Honorarermittlung dar. Anschließend zeigen Dipl.-Ing. Andreas Beuntner und Dr.-Ing. Peter Drewniok (Ingutis GmbH) anhand eines Praxisbeispiels Planungsabläufe von Sanierungsmaßnahmen nach der europäischen Norm DIN EN 14654 Teil 2 unter Einbeziehung des Arbeitsblattes DWA-A 134-1 auf.
Die Änderungen, die sich gegenüber einem überarbeiteten Merkblatt ergeben, werden von Dipl.-Ing. Markus Maletz, TÜV Rheinland Industrie Service GmbH, detailliert vorgestellt. Er erläutert das neue DWA Arbeitsblatt A 143 und welche Änderungen es gegenüber dem nicht mehr gültigen Merkblatt M 127 Teil 2 gibt, und deren praktische Umsetzung. Sanierungen eignen sich ebenso wie Neubauten, um weitere Infrastrukturmaßnahmen zu integrieren – das gilt auch bei Abwasserkanälen. Durch das Gesetz zur Erleichterung des Ausbaus digitaler Hochgeschwindigkeitsnetze (DigiNetzG) ist die Abwasserbranche sogar verpflichtet, ihre Infrastruktur für den Breitbandausbau zur Verfügung zu stellen. Christine Hohenstein-Bartholl, Rechtsanwältin bei PricewaterhouseCoopers, gibt den Teilnehmern einen Überblick über die sich aus DigiNetzG ergebenden Pflichten sowie die damit verbundenen Chancen und Risiken für Kanalnetzbetreiber.
Techniken und Methoden in der Praxis
Im Praxisteil am Nachmittag rücken aktuelle Techniken und Methoden bei der Sanierung von Hausanschlüssen in den Fokus. In Impulsvorträgen stellen drei Anbieter sich, ihr Verfahren und ihre Produkte vor. Die Teilnehmer diskutieren im Anschluss die vorgestellten Lösungen und deren Vor- und Nachteile. Ergänzt wird das Nürnberger Kolloquium um einen Vortrag von Dipl.-Ing. Mario Heinlein, Sachgebietsleiter Kanalbetrieb, zum Thema Weiterbildung in der Kanalsanierung. Hier wird Bildung aus Sicht der Auftraggeber, Ingenieurbüros und Firmen erläutert.
Die begleitende Hausmesse rundet auch im 15. Veranstaltungsjahr das Vortragsprogramm ab. Verbund IQ richtet sich mit den Nürnberger Kolloquien zur Kanalsanierung an Entscheidungsträger aus Kommunen, Städten, Gemeinden und Industrie sowie Bauingenieure und Techniker aus Tiefbau- und Wasserwirtschaftsämtern, Stadtentwässerungsbetrieben, Umweltbehörden und -verbänden, Bauunternehmen, Ingenieurbüros und Bauabteilungen der freien Industrie.
Kontakt: www.verbund-iq.de

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