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Von digitaler Planung profitieren: Oldenburg thematisiert BIM

Negative Überraschungen bei Bauprojekten im Straßenverkehr sind zukünftig Vergangenheit. „Die Digitalisierung eröffnet jetzt durch BIM, ‚Buildung Information Modeling“, auch im Leitungsbau völlig neue Perspektiven“, so Dipl.-Ing. Mike Böge vom Institut für Rohrleitungsbau, der iro GmbH Oldenburg.

von | 20.01.20

Doch bevor alle Akteure von einem „einheitlichen digitalen Informationsmodell“ durch mehr Effizienz, Planungssicherheit und Bauzeitverkürzungen profitieren können, müssen sie sich über individuelle Anforderungen verständigen. Das 34. Oldenburger Rohrleitungsforum am 13./14.02.2020 in der Jade Hochschule in Oldenburg ist hierfür eine wertvolle Austauschplattform.
Rund um das Leitthema „Rohre und Kabel – Leitungen für eine moderne Infrastruktur“ lädt die bundesweit bekannteste Fortbildungsveranstaltung der Branche wieder zu einem Diskurs über aktuelle Themen ein: u.a. Smart-City, Breitbandausbau, Umweltschutz und Wasserstoff.
Auf einer Fachausstellung präsentieren rund 400 internationale Aussteller ihre Neuheiten. Auch zu den rund 100 Fachvorträgen des Forums sind Vertreter von Unternehmen, Stadtwerken, Verbänden und Kommunen willkommen.
Baustellen zählen im Straßenverkehr zu den großen Ärgernissen – für Autofahrer, Fahrradfahrer und Fußgänger usw.. Wenn es dann auch noch unerwartet Probleme gibt, sich der Bau hinzieht oder die Straße ein zweites Mal geöffnet werden muss, wird es richtig unangenehm. Ein Negativ-Szenario, das durch das digitale Informationsmodell „BIM“ zukünftig vermieden werden kann, Planung, Bauausführung und Netzbetrieb sind darin verknüpft und für alle Verantwortlichen transparent einsehbar. Vorteile, die gemäß des „Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur“ nach 2020 bei allen Verkehrsinfrastruktur-Projekten des Bundes für Straßen, Schienen- und Wasserwege Standard sein sollen. Wie bereits bei Großprojekten im Hochbau üblich, soll auch zunehmend der Tiefbau von den Vorzügen des digitalen Bauwerkmodells BIM profitieren: Kollisionsprüfung, Planungs- und Kostensicherheit, bessere Terminierbarkeit sowie insgesamt eine Produktivitätssteigerung wird dann auch die Baustellen-Situation im Straßenverkehr optimieren.
Bei der Förderung des Einsatzes von BIM nimmt Oldenburg durch Forschung und Arbeitskreise der Jade Hochschule, des Instituts für Rohrleitungsbau und der BIM Baumeister Akademie u.a. mit „BIMTagen“ bundesweit eine Art Pionier-Rolle ein. „Damit BIM im Leitungsbau funktionieren kann, müssen Ist-Situation und Prozesse zunächst genau analysiert und strukturiert werden“, appelliert Mike Böge, iro GmbH Oldenburg.
Was die Rohrleitungswelt von BIM erwarten kann, inwieweit Ansätze schon vorhanden sind und wie sich BIM im Hoch- und Tiefbau auch interdisziplinär vorteilhaft auswirkt, können Anwender und Interessierte auf dem 34. Oldenburger Rohrleitungsforum intensiv diskutieren.
Die Herstellung und der Transport von Wasserstoff, als mögliche klimafreundliche Alternative zur Erdgasversorgung, wird auf dem Oldenburger Rohrleitungsforum 2020 ebenfalls thematisiert. Genauso wie Klimaanpassungsstrategien, Herausforderungen im Breitbandausbau und Fortschritte in der grabenlosen Verlegetechnik – um nur einige Themen des facettenreichen Programms zu nennen.
Beim Eröffnungsabend am 12. Februar 2020 wird Prof. Dr.-Ing. Rainer Schwerdhelm, Experte für „Mobilität und Steuerung von Verkehrsströmen“ sowie „Bauwesen, Geoinformation, Gesundheitstechnologie“ an der Jade Hochschule dem Thema „Smart-City – Vernetzte Zukunft auch für Versorgungsnetze“ auf den Grund gehen. Björn Thümler, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, Hannover, wird in seinem Impulsvortrag das Zusammenspiel von innovativer Hochschule und regionaler Entwicklung würdigen. „Er betont damit das, was unser Rohrleitungsforum auszeichnet: den impulsreichen Austausch von Wissenschaft und Praxis“, freut sich Prof Dipl.-Ing. Thomas Wegener, Vorstandsmitglied des iro e.V., Oldenburg und Vizepräsident der Jade Hochschule. Das Oldenburger Rohrleitungsforum ist eine anerkannte Fortbildung gemäß § 6FuWO.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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