Am 21. und 22. April nahmen rund 925 Fach- und Führungskräfte aus Kommunen, Ministerien, Forschungseinrichtungen, Ingenieurbüros und der Industrie im Internationalen Congress Center Dresden an der Dresdner Abwassertagung 2026 teil. Zum Auftakt standen in zwei Praxisforen zentrale Themen auf dem Programm: die Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL), insbesondere mit Blick auf neue Anforderungen an die Nährstoffelimination, sowie Fragen der Sicherheit und Resilienz in der Wasserwirtschaft.
Ein Schwerpunkt der Fachtagung lag auf der Umsetzung von KARL. Dabei ging es vor allem um die vierte Reinigungsstufe. Diskutiert wurden unter anderem Priorisierung beim Ausbau, die Ausgestaltung der erweiterten Herstellerverantwortung sowie Möglichkeiten zur Vereinfachung von Genehmigungsverfahren bei begrenzter Technologieauswahl. In diesem Zusammenhang wurde auf die Rolle politischer Rahmenbedingungen und die Zusammenarbeit zwischen Betreibern, Herstellern und betroffenen Industrien hingewiesen.
Rahmenprogramm: Exkursion und Fachausstellung

Besuch der Kläranlage Dresden-Kaditz. Bild: André Wirsig
Ergänzend zum Vortragsprogramm fand eine Exkursion zur Kläranlage Dresden-Kaditz statt. Dort wurden unter anderem Ansätze zur Klärschlammbehandlung und zur Energiegewinnung vorgestellt. Die Anlage mit ihren Faultürmen gilt ein Beispiel für moderne Abwasserbehandlung.
Teil der Veranstaltung war zudem eine Fachausstellung mit über 100 Unternehmen, die Produkte und Anwendungen aus den Bereichen Verfahrenstechnik und Digitalisierung präsentierten. Den Abschluss der Tagung bildete ein Vortrag des Zukunftsforschers und Autors Erik Händeler, der die Bedeutung von Zusammenarbeit, Wissen und Vertrauen im Kontext technologischer Entwicklungen thematisierte.
Die nächste Dresdner Abwassertagung ist für den 20. und 21. April 2027 geplant.
(Quelle: Stadtentwässerung Dresden)






