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DWA-Landesverbandstagung: Coronamonitoring über den Abwasserpfad und Klimaanpassung

Klimawandel und Coronamonitoring über den Abwasserpfad – zwei hochaktuelle Themen stehen im Fokus der Jahrestagung „Das Klima wandelt sich - was können wir tun?“ des Landesverbandes Sachsen/Thüringen der DWA Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall. 

von | 21.04.21

Klimawandel und Coronamonitoring über den Abwasserpfad – zwei hochaktuelle Themen stehen im Fokus der Jahrestagung „Das Klima wandelt sich – was können wir tun?“ des Landesverbandes Sachsen/Thüringen der DWA Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall. 

Coronabedingt findet die ursprünglich für Weimar geplante DWA-Landesverbandstagung Sachsen/Thüringen am 6. Mai online statt. Die Veranstaltung umfasst aber auch im digitalen Format eine Fachtagung mit virtueller Industrieausstellung, Innovationsforum, Absolventenforum und Mitgliederversammlung. 

Absolutes Highlight der Veranstaltung ist der Vortrag von Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber, Gründungsdirektor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und langjähriges Mitglied des Weltklimarats. Schellnhuber erläutert die Herausforderungen, die der Klimawandel Deutschland, Thüringen und der Wasserwirtschaft stellen wird. „Wir sind sehr stolz, dass wir mit Prof. Schellnhuber einen der international renommiertesten Klimaexperten für unsere Landesverbandstagung gewinnen konnten“, betont Prof. Dr.-Ing. Hubertus Milke, Vorsitzender des DWA-Landesverbandes Sachsen-Thüringen. 

Der Klimawandel stellt die Wasserwirtschaft vor gewaltige Herausforderungen. Häufigeren und intensiveren Starkregenereignissen mit den damit verbundenen Überflutungen stehen langanhaltende heiße Trockenphasen gegenüber. Wie die Prognosen konkret für Sachsen und Thüringen aussehen, welche Folgen Trockenheit und Niedrigwasser für den Wasserhaushalt aber auch für die Landwirtschaft und Industrie haben können, und welche Möglichkeiten die Wasserwirtschaft zum Gegensteuern hat, wird in einem umfangreichen Veranstaltungsblock mit Klima- und Wasserexperten diskutiert. 

Die Herausforderungen des Klimawandels muss die Gesellschaft mittel- und langfristig bewältigen. Kurzfristig steht vor allem die Corona-Pandemie im Fokus. Genmaterial des Virus, nicht infektiös, ist im Abwasser nachweisbar. Der Anstieg von Corona-Infektionen im Einzugsgebiet kann über den Abwasserpfad fünf bis zehn Tage früher festgestellt werden, als dies über das Meldesystem der Gesundheitsämter möglich ist, asymptomatisch Infizierte werden über den Abwasserpfad erfasst, Mutationen können nachgewiesen werden. Die Abwasserwirtschaft kann als ein wichtiger Baustein der Corona-Pandemiebekämpfung fungieren. Den aktuellen Forschungsstand zum Coronamonitoring über den Abwasserpfad stellt auf der Landesverbandstagung Prof. Peter Krebs von der Technischen Universität Dresden, vor. Die TU Dresden erarbeitet aktuell in einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ), Leipzig und der DWA die Grundlagen für ein umfangreiches Corona-Monitoringsystem über den Abwasserpfad. 

Wasserwirtschaft ist aber mehr als Coronamonitoring und Klimawandel – dies spiegelt das weitere Programm der Landesverbandstagung wider. Das Spektrum reicht von der Nutzung von Radarregendaten für die Optimierung der Stadtentwässerung über die Einbindung der Wasserwirtschaft in die Stadtplanung zur Erhöhung der urbanen Lebensqualität – Stichwort Verdunstungskühlung – bis zum Rückhalt von Mikroschadstoffen bei der Abwasserbehandlung.

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