In 16 verschiedenen Seminaren und Workshops diskutierten die Teilnehmer über die politischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen, neue technologische Innovationen und tauschten Erfahrungen zu weiteren Themen aus, wie der kommunalen Wärmeplanung, aus. Eine große Fachausstellung, unter Schirmherrschaft der Stadtwerke Gießen, mit 60 Ständen rundete die Veranstaltung ab. AGFW-Geschäftsführer Werner Lutsch und sein Nachfolger Frank Mattat freuten sich über die große Resonanz.
Hohe Relevanz der Fernwärme für Energie- und Wärmewende
„Die Koalition in Berlin räumt der Fernwärme selbst großen Stellenwert ein, was wir grundsätzlich begrüßen. Zugleich lassen wichtige gesetzliche Regelungen auf sich warten, wodurch der Hochlauf der Wärmewende ausgebremst wird“, so AGFW-Geschäftsführer Werner Lutsch. Bestes Beispiel dafür sei die Wärmelieferverordnung, deren Novelle seit Langem angekündigt werde, ohne dass konkret etwas passiere. „Die Unternehmen erwarten von der Politik hier konkrete Zusagen, dass das Kostenneutralitätsgebot geändert wird, weil ansonsten der Ausbau von Wärmenetzen nicht gelingen wird.“ Auch die Kraft-Wärme-Kopplung als wichtige Effizienztechnologie sei für die Versorgungssicherheit – gerade in der aktuellen Zeit geopolitischer Krisen – immens wichtig.
Mehr Mut und Geschwindigkeit gefordert
Fernwärme als „entscheidender Faktor für das Gelingen der Energiewende“ müsse „weitaus stärker als bisher flankiert und unterstützt werden“, wie der neue AGFW-Geschäftsführer Frank Mattat von der Bundesregierung forderte. Nur so könne die Branche „die großen Herausforderungen der Wärmewende erfolgreich bewältigen“. Weiter forderte er „verlässliche Rahmenbedingungen“, um künftig „die notwendigen Milliardeninvestitionen stemmen zu können“. Die Branche sei auf „einen stabilen Förderrahmen durch die Bundesförderung effiziente Wärmenetze angewiesen“.
Auch Gebäudemodernisierungsgesetz und Wärmepaket im Fokus
„Bei der Ausgestaltung des Gebäudemodernisierungsgesetzes ist unsere Erwartung, dass nunmehr ein Level Playing Field geschaffen wird. Fernwärme darf durch einen unausgewogenen Rahmen nicht weiter diskriminiert werden“, so Frank Mattat weiter. „Das angekündigte Wärmepaket enthält für unsere Branche wichtige Punkte; das begrüßen wir. Allerdings können wir uns gerade mit Blick auf die notwendigen Anpassungen der Wärmelieferverordnung keinen weiteren Aufschub leisten, wenn die Wärmewende gelingen soll“.
Über den AGFW
Der AGFW vertritt mit seiner technischen, betriebswirtschaftlichen, juristischen, energie- und umweltpolitischen Expertise die Interessen von mehr als 740 Unternehmen der Wärmewirtschaft und blickt auf über 50 Jahre Verbandsarbeit zurück. Der in Frankfurt am Main ansässige Verband vereint neben einer Vielzahl von Stadtwerken auch Energiedienstleister und Unternehmen, die mit der Planung, Entwicklung und Herstellung von Wärme-/Kälteerzeugungs- und Verteilungsanlagen befasst sind. Darüber hinaus ist der AGFW mit seinem fernwärmespezifischen Regelwerk wichtiger Regelsetzer und standardisiert die Fern-wärmetechnik national und international.
(Quelle: AGFW)






