Die Messe Dortmund hat die Carbonx Zone gemeinsam mit dem Bundesverband Carbon Management e.V. (BVCM) entwickelt. Der Verband bringt sein Netzwerk aus Industrie, Wissenschaft, Politik und Finanzwirtschaft ein. Die Heatexpo und der BVCM wollen die Akteure zusammenführen, die am Aufbau durchgängiger CO₂-Wertschöpfungsketten arbeiten.
Die neue Carbonx Zone gliedert sich in drei Themenfelder:
- CO₂-Abscheidung und Carbon Capture, also Technologien zur Erfassung von CO₂ aus industriellen Prozessen
- CO₂-Transport und Infrastruktur: Pipeline- und Netzinfrastrukturen, Bahn-, Schiffs- und Straßentransporte, Häfen und Terminals sowie Verflüssigung, Umschlag und Zwischenlagerung
- Anlagenbau und Engineering, von Planung und Genehmigung über Anlagenbau und Komponenten bis zur Projektumsetzung
Unternehmen können sich ab sofort für einen Stand anmelden. Das Angebot richtet sich an Unternehmen aus den Branchen Zement, Stahl, Chemie, Glas und thermische Abfallverwertung. Es adressiert zudem Anbieter von Technologien, Komponenten und Dienstleistungen für CO₂-Abscheidung, Konditionierung, Transport und Umschlag sowie Anlagenbau- und Engineering-Unternehmen, Pipeline- und Netzbetreiber, Logistik- und Hafenunternehmen.
„Die Heatexpo zeigt, wie sich Wärme- und Kälteversorgung gestalten lässt. Mit der Carbonx Zone ergänzen wir diese Perspektive dort, wo sich Prozessemissionen technisch nicht vollständig vermeiden lassen“, sagte Sabine Loos, Hauptgeschäftsführerin der Westfalenhallen Unternehmensgruppe. „An den Schnittstellen von Energie, Anlagenbau, Infrastruktur und Industrie entstehen Aufgaben, für die es gemeinsame Lösungen und Projektpartnerschaften braucht.”
Rechtsrahmen für CO2-Leitungen erweitert sich
Die EU-Kommission verabschiedete 2024 eine Industrial Carbon Management Strategy für die CO₂-Wertschöpfungskette. Ende 2025 trat in Deutschland das Kohlendioxid-Speicherung-und-Transport-Gesetz in Kraft. Es erweitert den Rechtsrahmen für Kohlendioxidleitungen und die dauerhafte Speicherung. Carbon Management entwickelt sich damit vom Nischenthema zu einem industriepolitischen Feld an der Schnittstelle von Klimazielen, Wettbewerbsfähigkeit, Infrastrukturaufbau und Investitionen.
Die Carbonx Zone ergänzt zudem den bisherigen Fokus der Halle 7 auf Energieerzeugung, Anlagenbau und industrielle Prozesswärme. Die CO₂-Abscheidung benötigt zusätzliche Energie; bei Abscheidung und Aufbereitung entstehen zugleich Abwärmepotenziale, die sich für Wärmenetze nutzen lassen. Anlagen der thermischen Abfallverwertung liefern Wärme für Fernwärmenetze und kommen zugleich als Standorte für die Abscheidung unvermeidbarer CO₂-Emissionen infrage.
Dortmunder Hafen bietet trimodale Anbindung
Dortmund verbindet für das neue Format industrielle und logistische Strukturen. In der Metropole Ruhr treffen emissionsintensive Industrie, Anlagenbau und Logistik aufeinander. Der Dortmunder Hafen ist über Binnenschiff, Schiene und Straße trimodal angebunden. Diese Verbindung von Industrie und Logistik bietet Anknüpfungspunkte für den Austausch über künftige CO₂-Transport- und Wertschöpfungsketten.
Kurzvorträge und moderierte Diskussionsrunden auf einer eigenen Bühne ergänzen die Ausstellerpräsentationen. Das Programm veröffentlicht die Messe Dortmund vor der Veranstaltung.






