Bei Wärme aus Tiefengeorthermie war im Jahr 2024 in Bayern ein Plus von über 20 % im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Damit können etwa 300.000 Haushalte beheizt werden.
Beim Praxisforum Geothermie Bayern in Pullach erhielten folgende Projekte eine Auszeichnung:
- Das „Goldene Heizwerk 2024“ ging an den Zweckverband Geothermie Erding für eine Anlage mit einer außergewöhnlichen Leistungszahl (COP = 40,5).
- Das „Goldene Kraftwerk 2024“ erhielten die Stadtwerke München für die Anlage in Sauerlach, die mit einer Fördertemperatur von 140 °C und Rückführung bei 40 °C Spitzenwerte erreicht.
- Erstmals wurde auch ein Ehrenpreis („Geothermie-Oscar“) verliehen – an Peter Freiherr von Pastor, den langjährigen Leiter des Bergamts Südbayern, für seine Verdienste um die Förderung der Tiefengeothermie.
- Den Christian-Hecht-Preis erhielt Jaromir Jeßberger (Universität Bayreuth) für eine wissenschaftliche Arbeit zu Hochtemperatur-Wärmepumpen in geothermischen Systemen.
Das Forum verzeichnete 2024 eine Rekordbeteiligung und stand im Zeichen des neuen Geothermie-Beschleunigungsgesetzes der Bundesregierung. Ein Themenschwerpunkt lag auf Nachwuchsförderung und Fachkräftegewinnung. Am Abschlusstag wurden zwei Leuchtturmprojekte besucht: die neue Geothermie-Anlage der MTU Aero Engines in München und der Bohrplatz „Laufzorn II“ der Erdwärme Grünwald, deren Ziel eine vollständig CO2-freie Wärmeversorgung der Gemeinde ist.
(Quelle: Praxisforum Geothermie Bayern)









