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Praxisforum Geothermie Bayern zeichnet Tiefengeothermie-Projekte aus

In Bayern hat die Wärmeproduktion aus Tiefengeothermie einen neuen Höchststand erreicht: Die 24 bayerischen Tiefengeothermie-Anlagen stellten 2024 mit 3,4 Terawattstunden Wärme einen neuen Produktionsrekord auf. Das Praxisforum Geothermie Bayern hat nun herausragende Projekte ausgezeichnet.

von | 27.10.25

Preisverleihung beim Praxisforum Geothermie Bayern. Von links nach rechts: Josef Lausch (Energiepolitischer Sprecher der Freien Wähler im Bayerischen Landtag), Michael Perzl (Zweckverband Geothermie Erding), Wolfgang Geisinger (Laudator), Peter Freiherr von Pastor (Ehrenpreisträger), Dr. Jochen Schneider (Veranstalter), Stefan Birle (Stadtwerke München), Hubertus Prinz zu Hohenlohe-Langenburg (Laudator), Martin Stümpfig (Energiepolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag), Christian Pletl (Laudator) und Jaromir Jeßberger (Christian-Hecht-Preisträger)
Foto: Tobias Schnurr/Enerchange

Bei Wärme aus Tiefengeorthermie war im Jahr 2024 in Bayern ein Plus von über 20 % im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. Damit können etwa 300.000 Haushalte beheizt werden.

Beim Praxisforum Geothermie Bayern in Pullach erhielten folgende Projekte eine Auszeichnung:

  • Das „Goldene Heizwerk 2024“ ging an den Zweckverband Geothermie Erding für eine Anlage mit einer außergewöhnlichen Leistungszahl (COP = 40,5).
  • Das „Goldene Kraftwerk 2024“ erhielten die Stadtwerke München für die Anlage in Sauerlach, die mit einer Fördertemperatur von 140 °C und Rückführung bei 40 °C Spitzenwerte erreicht.
  • Erstmals wurde auch ein Ehrenpreis („Geothermie-Oscar“) verliehen – an Peter Freiherr von Pastor, den langjährigen Leiter des Bergamts Südbayern, für seine Verdienste um die Förderung der Tiefengeothermie.
  • Den Christian-Hecht-Preis erhielt Jaromir Jeßberger (Universität Bayreuth) für eine wissenschaftliche Arbeit zu Hochtemperatur-Wärmepumpen in geothermischen Systemen.

 

Das Forum verzeichnete 2024 eine Rekordbeteiligung und stand im Zeichen des neuen Geothermie-Beschleunigungsgesetzes der Bundesregierung. Ein Themenschwerpunkt lag auf Nachwuchsförderung und Fachkräftegewinnung. Am Abschlusstag wurden zwei Leuchtturmprojekte besucht: die neue Geothermie-Anlage der MTU Aero Engines in München und der Bohrplatz „Laufzorn II“ der Erdwärme Grünwald, deren Ziel eine vollständig CO2-freie Wärmeversorgung der Gemeinde ist.

(Quelle: Praxisforum Geothermie Bayern)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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