Der FNB Gas begrüßt die Veröffentlichung des BMWi- Eckpunktepapiers zur Versorgungssicherheit zwar grundlegend, sieht aber weiteren Gesprächsbedarf.
„Es ist aus unserer Sicht ein wichtiger erster Schritt, den das Ministerium nach einem intensiven Diskussionsprozess mit den Marktteilnehmern gegangen ist“, so Inga Posch, Geschäftsführerin der Vereinigung der Fernleitungsnetzbetreiber Gas e.V. (FNB Gas). Auch die Fernleitungsnetzbetreiber (FNB) hatten sich im Vorfeld mit eigenen Vorschlägen eingebracht.
Allerdings bewerten die FNB einige der Punkte des BMWi-Papiers durchaus als kritisch. Die Vorschläge des BMWi würden zu kurz greifen. Sie führten zu einem Auseinanderfallen der operativen und kommerziellen Verantwortung für die Netzstabilität. Statt den FNB ein geeignetes Instrument an die Hand zu geben, würde diese mit der Einführung eines neuen Vorsorgeproduktes dem Marktgebietsverantwortlichen (MGV) übertragen.
„Die Beschränkung lediglich auf Regelenergieprodukte löst die Probleme bei Engpasssituationen nicht – dies dient nicht der Steigerung der Versorgungssicherheit“, so Inga Posch, Geschäftsführerin FNB Gas. „Wir vermissen eine klare Aussage zur Verantwortung der Lieferanten für die Versorgung ihrer Kunden“, merkt Ralph Bahke, Vorsitzender des FNB Gas, an.
Die FNB hatten bereits zuvor gefordert, die Händler als wesentliche Marktakteure über ein einzuführendes Anreizsystem deutlich mehr in die Verantwortung zu nehmen. „Das Eckpunktepapier setzt auf das Prinzip Hoffnung – das ist aus unserer Sicht zu kurz gesprungen“, so Bahke weiter.
OPAL: Eigentümerwechsel bei Gaspipeline für Kernnetz
Uniper hat seine 20-prozentige Beteiligung an der rund 470 Kilometer langen Gaspipeline OPAL an den Infrastrukturinvestor Hy24 verkauft. Die Leitung zwischen Lubmin und Brandov wird zukünftig Teil des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes. Die Übertragung erfolgt über sämtliche Anteile an der Lubmin-Brandov Assets GmbH & Co. KG und erfüllt eine Auflage aus dem EU-beihilferechtlichen Genehmigungsverfahren vom Dezember 2022.






