Generic filters
FS Logoi

Auf dem Weg zum CO2-neutralen Stahlrohr

Die Wirtschaftsvereinigung Stahlrohre e.V. hat den Startschuss für die Verbandsinitiative „CARBON REDUCED TUBES & PIPES – Auf dem Weg zum CO2-neutralen Stahlrohr“ gegeben. Die Mitglieder der Vereinigung sollen mit dieser Initiative unterstützt werden, die gesetzlich geforderte Klimaneutralität bis spätestens 2045 zu erreichen. Im Wesentlichen geht es darum, gemeinsam Strategien, Konzepte und Maßnahmen zu erarbeiten, um […]

von | 26.04.22

Die Wirtschaftsvereinigung Stahlrohre e.V. hat den Startschuss für die Verbandsinitiative „CARBON REDUCED TUBES & PIPES – Auf dem Weg zum CO2-neutralen Stahlrohr“ gegeben. Die Mitglieder der Vereinigung sollen mit dieser Initiative unterstützt werden, die gesetzlich geforderte Klimaneutralität bis spätestens 2045 zu erreichen. Im Wesentlichen geht es darum, gemeinsam Strategien, Konzepte und Maßnahmen zu erarbeiten, um zunächst den CO2-Ausstoß bei der Stahlrohrproduktion zu reduzieren und zukünftig CO2-neutrale Stahlrohre zu produzieren.

„Als Wirtschaftsvereinigung unterstützen wir unsere Mitglieder neben handelspolitischen Fragen auch in den Bereichen Normung, Logistik und Umweltschutz. Da ist es naheliegend, auch das Thema Klimaneutralität ins Visier zu nehmen“ so Frank Harms, Geschäftsführer der Wirtschaftsvereinigung Stahlrohre e.V., und ergänzt „Ziel der Initiative ist es, den Mitgliedern eine Plattform zu bieten, um schneller, einfacher und auch kostengünstiger ans Ziel zu kommen. Alle Aktivitäten des Verbandes, auch die Zusammenarbeit im Rahmen des Projektes „CARBON REDUCED TUBES & PIPES“, finden dabei unter Beachtung kartellrechtlicher Anforderungen statt.“

Durch Wissenstransfer, Erfahrungsaustausch und gemeinsames Vorgehen sollen Synergien genutzt werden, um Klimaneutralität wirkungsvoll und beschleunigt anzugehen. „Wir begrüßen die Initiative sehr und sind davon überzeugt, dass ein gemeinsames Angehen dieser komplexen Herausforderung einen deutlichen Mehrwert bietet.“ bestätigt Christine Jüngst, COO Prinz & Co. GmbH Stahlrohre. Mit einer Selbstverpflichtungserklärung, sich gemeinsam mit der Initiative auf den Weg zum CO2-neutralen Stahlrohr zu machen, können Mitglieder der Wirtschaftsvereinigung Stahlrohre e.V. der Initiative beitreten. Durch jährliche Statusberichte zu den Aktivitäten der Teilnehmer soll der stetige Fortschritt bewertet und dokumentiert werden.

Das erste Projekt der Initiative befindet sich schon in Bearbeitung. Für die verschiedenen Produktionsverfahren werden übergeordnete Product Carbon Footprints (Master-PCF) erstellt. Mittels dieser Master-PCFs werden Hotspot-Analysen durchgeführt, um die wesentlichen CO2-Emissionsbereiche zu lokalisieren und daraus Handlungsoptionen abzuleiten. Außerdem dienen diese Master-PCFs als „Blaupause“ für individuelle PCFs.

Die Initiative wird mit eigenem Label „CARBON REDUCED TUBES & PIPES – Auf dem Weg zum CO2-neutralen Stahlrohr“ ausgewiesen. Jeder Teilnehmer kann dieses Label nutzen, um zu kennzeichnen, dass er Teil der Initiative ist und sich verpflichtet hat, die Produktion CO2-neutraler Stahlrohre im eigenen Unternehmen voranzutreiben. „Diese Kennzeichnung ist für unsere Kommunikation sehr wertvoll. Denn wir wollen unseren Kunden belastbar aufzeigen, dass wir uns um die Verringerung der CO2-Emissionen unserer Produkte kümmern“ bekundet Christian Wiethüchter, Geschäftsführer der BENTELER Steel/Tube GmbH, und führt aus „Und dies wollen wir mit einer kontinuierlichen Verbesserung der eigenen Prozesse sowie der vor- und nachgelagerten Lieferketten erreichen“. In diesem Punkt sind sich alle Teilnehmer der Initiative einig, es geht um eine nachhaltige Reduzierung der CO2-Emissionen.

Mit Start der Initiative sind Hersteller aller wesentlichen Stahlrohrsorten vertreten, so werden nahtlose, warm gefertigte Stahlrohre ebenso abgebildet wie aus Grobblechen und Coils geschweißte Stahlrohre und kalt gezogene Präzisionsstahlrohre. Die Initiative wird fachlich von der Green Navigation GmbH begleitet. Das Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen ist spezialisiert auf die Erstellung von Klimastrategien und die Berechnung von Carbon Footprints.

Über Wirtschaftsvereinigung Stahlrohre e.V.

Die Wirtschaftsvereinigung Stahlrohre e.V. vertritt die Interessen der deutschen Stahlrohrindustrie gegenüber der Politik, der übrigen Wirtschaft und der Öffentlichkeit. Mit der Mitgliedschaft im europäischen Dachverband der Stahlrohrindustrie, European Steel Tube Association, werden internationale Interessen abgedeckt. Die Wirtschaftsvereinigung Stahlrohre e.V. unterstützt ihre Mitglieder in vielen Bereichen, wie zum Beispiel gesetzlichen Vorgaben, Technik und Umweltschutz.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

© Wirtschaftsvereinigung Stahlrohre e.V.

Informier' dich doch!

Jetzt den monatlichen 3R-info-Newsletter abonnieren!

Reservierte Kapazitäten im Wasserstoff-Kernnetz verdoppeln sich
Reservierte Kapazitäten im Wasserstoff-Kernnetz verdoppeln sich

Die Wasserstoff-Kernnetzbetreiber haben ihr drittes Marktinformationspaket veröffentlicht. Darin haben sie zum Stichtag 23. Juli in den Angebotszonen des Kernnetzes Ein- und Ausspeisekapazitäten von knapp 6 GW zahlungspflichtig reserviert. Das entspricht einer Verdopplung gegenüber der letzten Veröffentlichung vom 13. Mai. Für den Clusterübergangstransport sind zusätzlich 0,6 GW vertraglich gesichert, weitere 0,5 GW befinden sich in Prüfung. Ein mehrstufiger Übernachfrageprozess hat alle Anfragen bedient, die das ursprüngliche Kapazitätsangebot überstiegen haben.

mehr lesen
Anhaltende Trockenheit lässt Wasserkraftzuflüsse in den Alpen einbrechen
Anhaltende Trockenheit lässt Wasserkraftzuflüsse in den Alpen einbrechen

Die Zuflüsse zu Speicherseen und Laufwasserkraftwerken im Alpenraum sind im Juli auf einen historischen Tiefstand gesunken. Das hat eine Analyse des Energieinformationsanbieters Montel ergeben. Ursache ist die anhaltende Trockenperiode in Österreich und der Schweiz, die auch die Wasserkraftproduktion in Deutschland und Frankreich gedrückt hat. Mit einer Erholung rechnen Fachleute frühestens im September.

mehr lesen
Leitungsnetz transportiert ersten Wasserstoff von Lingen zum Chemiepark Marl
Leitungsnetz transportiert ersten Wasserstoff von Lingen zum Chemiepark Marl

Über ein rund 120 Kilometer langes Leitungsnetz ist nun erstmals Wasserstoff aus der RWE-Elektrolyseanlage in Lingen zum Chemiepark in Marl geflossen. Die Fernleitungsnetzbetreiber Nowega und OGE haben die Leitungen gemeinsam mit der Evonik-Tochter SYNEQT für den Transport bereitgestellt. Damit hat einer der ersten fertiggestellten Abschnitte des bundesweiten Wasserstoff-Kernnetzes den Betrieb aufgenommen.

mehr lesen
Talsperrenbetreiber reduziert Wasserabgabe an die Wupper
Talsperrenbetreiber reduziert Wasserabgabe an die Wupper

Der Wupperverband hat die Wasserabgabe aus der Wupper-Talsperre reduziert. Am Pegel Kluserbrücke in Wuppertal fließen ab sofort rund 3.000 Liter Wasser pro Sekunde statt bisher 3.500 Liter. Grund für die Anpassung ist die anhaltende Trockenheit im Wuppergebiet im Wasserwirtschaftsjahr 2026.

mehr lesen
Digitale FachTalks vernetzen Praxis und Wissenschaft der Leitungssanierung
Digitale FachTalks vernetzen Praxis und Wissenschaft der Leitungssanierung

Der Bundesverband grabenlose Technologien (BGT) hat mit den BGT-FachTalks ein digitales Veranstaltungsformat etabliert, das Netzbetreiber, Kommunen, Ingenieurbüros, Hersteller und ausführende Unternehmen zu aktuellen Branchenthemen zusammenbringt. In den vergangenen Monaten haben bereits mehrere kostenfreie Online-Veranstaltungen zu Künstlicher Intelligenz in der Kanalinspektion, zur neuen EU-Trinkwasser-Richtlinie und zu technischen Regelwerken stattgefunden. Der Verband hat damit auf den wachsenden Bedarf an schnellem, praxisnahem Wissenstransfer in der Branche reagiert.

mehr lesen

Publikationen zum Thema