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Biomethan-Potenzial übersteigt aktuelle Nutzung zehnfach

Der DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e. V. und der Fachverband Biogas e. V. (FvB) haben ein gemeinsames Positionspapier zu Biomethan vorgelegt. Die Verbände haben darin eine Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen gefordert, darunter Anschlussgarantien von mindestens 20 Jahren für Biomethananlagen. Grund dafür ist das ungenutzte Potenzial des Energieträgers: Nach Verbandsangaben ließen sich jährlich bis zu 150 TWh Biomethan aus inländischen Einsatzstoffen gewinnen, aktuell kommen 16,3 TWh zum Einsatz.

von | 18.09.26

Aus Biogas gewonnenes Biomethan lässt sich als Kraftstoff nutzen und über bestehende Gasnetze transportieren.
© Ralf Geithe - stock.adobe.com
Biomethan-Potenzial übersteigt aktuelle Nutzung zehnfach

Biomethan deckte im Jahr 2025 einen Anteil von 2 Prozent am gesamten deutschen Gasverbrauch. Das entspricht 16,3 TWh bei einem Gesamtverbrauch von 864 TWh. Diese Zahlen gehen aus Daten des Fachverbands Biogas und der Bundesnetzagentur hervor.

Der DVGW und der FvB haben dazu ein gemeinsames Positionspapier veröffentlicht. Darin benennen die Verbände das nutzbare Potenzial aus inländischen Einsatzstoffen mit 110 bis 150 TWh pro Jahr. Das liegt über 10 Mal höher als die aktuelle Nutzung.

„Biomethan ist ein strategischer Baustein der Energiewende und bietet enorme Chancen bei der Dekarbonisierung“, sagte Prof. Dr. Gerald Linke, Vorstandsvorsitzender des DVGW.

Biomethan kann fossile Energieträger im Wärmemarkt, als Kraftstoff, in der Industrie, in der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und bei der Stromspitzenlastabdeckung ersetzen. Anders als Strom, der aus Elektronen besteht, lässt sich Biomethan als molekularer Energieträger speichern. Diese Eigenschaft stärkt die Resilienz des Energieversorgungssystems.

Positionspapier fordert regional differenzierte Netzplanung und Anschlussgarantien

Der Fachverband Biogas fordert eine Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen für Biomethan.

„Der regulatorische Rahmen muss insgesamt investitionsfreundlicher gestaltet werden. Konkret benötigen Investoren Anschlussgarantien von mindestens 20 Jahren für Biomethananlagen, um wirtschaftlich agieren zu können“, sagte Dr. Claudius da Costa Gomez, Hauptgeschäftsführer des FvB.

Gleichzeitig benötigen Netzbetreiber Planungssicherheit. Das Positionspapier unterscheidet dabei zwischen Gebieten mit wirtschaftlichem Biomethanpotenzial und Regionen, in denen Gasnetze künftig anders genutzt werden sollen.

DVGW und Fachverband Biogas benennen in ihrem Positionspapier die Bedeutung einer regional differenzierten Weiterentwicklung der Netzplanung. Grundvoraussetzung für den Ausbau von Biomethan bleibt laut den Verbänden ein verlässlicher Rechtsrahmen. Dieser soll Investitionen in die Biomethaneinspeisung fördern. Zugleich soll er Planungssicherheit für den Neu- und Ausbau der Gasinfrastruktur sowie für deren Umstellung auf Wasserstoff schaffen.

(Quelle: DVGW/Fachverband Biogas /2026)

 

 

Lesetipp

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Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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