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Der „Goldene Kanaldeckel 2025“ geht an Bochum, Ettlingen und Arnheim

Das IKT – Institut für Unterirdische Infrastruktur hat in diesem Jahr zum 18. Mal den „Goldenen Kanaldeckel“ verliehen. Die begehrten Auszeichnungen gehen 2025 an engagierte Fachleute aus Arnheim (NL), Ettlingen und Bochum, die mit herausragenden Projekten maßgeblich zur Weiterentwicklung der kommunalen Abwasserinfrastruktur beigetragen haben.

von | 14.11.25

Preisverleihung des „Goldenen Kanaldeckel 2025“ beim IKT – Institut für Unterirdische Infrastruktur in Gelsenkirchen
Bild: IKT

Der Preis würdigt Mitarbeiteri:nnen von Stadtentwässerungsbetrieben, die mit vorbildlichen und zukunftsweisenden Projekten zeigen, wie bedeutend unterirdische Infrastruktur für ein modernes, nachhaltiges Gemeinwesen ist.

Überreicht wurden die Auszeichnungen auf dem „Tag der Kommunalen Abwasserbetriebe“ am 12. November 2025 im IKT – vor mehr als 100 Teilnehmenden des Kommunalen Netzwerks der Abwasserbetriebe (KomNetABWASSER).

Die diesjährigen Preisträger

1. Platz: Bochum: Frank Großklags, Stadt Bochum
Projekt: Innovative Lösungsansätze bei der Aufteilung von (inner-)städtischen Straßenquerschnitten unter Berücksichtigung von Trennsystemen, Klimaanpassung und Energiewende

Auf Platz 1 des „Goldenen Kanaldeckel 2025“ steht Frank Großklags (li.) von der Stadt Bochum. Mit ihm freuen sich IKT-Geschäftsführer Roland W. Waniek und Artur Graf zu Eulenburg (r). Bild: IKT

Mit innovativen Bauweisen und integrierter Planung setzt Frank Großklags, Abteilungsleiter Entwässerung im Tiefbauamt Bochum, neue Maßstäbe im innerstädtischen Leitungsbau. Um den dringend benötigten Ausbau des Trennsystems zu ermöglichen, entwickelte sein Team platzsparende Lösungskonzepte: Neue Regenwasserleitungen werden seitlich versetzt über bestehenden Kanälen im Flüssigboden verlegt – ohne die Grabenbreite zu vergrößern. Dies schafft Raum für zusätzliche Leitungen und Schwammstadt-Elemente. Diese Bauweise wurde erstmals an der „Castroper Straße“ erfolgreich umgesetzt und hat sich sowohl technisch als auch wirtschaftlich bewährt. Ergänzt wird der Ansatz durch den Einsatz digitaler Zwillinge auf Basis eines 3D-BIM-Geländemodells, das Oberflächen- und Untergrundstrukturen präzise abbildet. Mit diesem richtungsweisenden Projekt verbindet Großklags technische Innovation, Wirtschaftlichkeit, Umweltschutz und Bürgerfreundlichkeit – und erhält dafür den „Goldenen Kanaldeckel 2025“ sowie ein Preisgeld von 2.000 Euro.

2. Platz: Ettlingen: Dr. Moritz Heidecker, Stadt Ettlingen
Projekt: Strategisches Infrastrukturmanagement

Ettlingens Bürgermeister Dr. Moritz Heidecker hat ein umfassendes System eingeführt, das den Zustand von Straßen und Kanalisation systematisch erfasst und mithilfe von KI auswertet. Dadurch wurde eine objektive Datenbasis geschaffen, die langfristige und nachhaltige Investitionsentscheidungen ermöglicht. Seit 2021 werden Straßen kontinuierlich bewertet; seit 2024 wird das integrierte Infrastrukturmanagement – inklusive der Kanalsanierungsstrategie – fortlaufend weiterentwickelt. Das Projekt ermöglicht transparente Entscheidungsprozesse, eine ressourceneffiziente Instandhaltung und nachhaltige Planungssicherheit. In Vertretung von Dr. Heidecker nahm Christian Baeßler die Auszeichnung und das Preisgeld von 1.000 Euro entgegen.

3. Platz: Arnheim (NL): Erik Laurentzen und Johan Post, Gemeente Arnhem (NL)
Projekt: Bewertung von Inspektionsinstrumenten für Druckleitungen – eine praxisnahe Untersuchung

Druckleitungen zählen zu den sensibelsten Elementen der Abwasserinfrastruktur. Um die tatsächliche Leistungsfähigkeit verschiedener Inspektionsmethoden zu evaluieren, initiierte Erik Laurentzen, Leiter des Arnheimer Abwasserbetriebs, eine umfassende Untersuchung. Gemeinsam mit Forschungspartnern und Marktakteuren wurde die 1.245 m lange Druckleitung „Vredenburg“ eingehend analysiert – u.a. per CT-Scan an der TU Delft. Der Abgleich von Laborergebnissen, Prüfmethoden und In-situ-Inspektionen führte zu wertvollen Erkenntnissen für das gesamte Arnheimer Kanalnetz. Laurentzen und sein Team fassten ihre Resultate in einem 60-seitigen Abschlussbericht mit praxisorientierten Empfehlungen zusammen – ein Gewinn auch für deutsche Netzbetreiber. Für diesen vorbildlichen Wissenstransfer verleiht das IKT den „Goldenen Kanaldeckel“ sowie ein Preisgeld von 500 Euro.

Das IKT gratuliert allen drei Preisträgern sehr herzlich zu ihren herausragenden Leistungen und bedankt sich für ihren wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung der kommunalen Abwasserinfrastruktur.

(Quelle: IKT)

Kontakt: IKT – Institut für Unterirdische Infrastruktur, Gelsenkirchen, Roland W. Waniek, Tel. +49 209 17806-0, waniek@ikt.de, www.ikt.de

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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