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Der Kohleausstieg schreitet mit großen Schritten voran

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Autor: Finn Gidion

Der Kohleausstieg schreitet mit großen Schritten voran

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat am 14.07. die Ergebnisse der dritten Ausschreibungsrunde zur Stilllegung von Steinkohlekraftwerken und Braunkohle-Kleinanlagen auf Basis des Kohleverstromungsbeendigungsgesetzes (KVBG) bekannt gegeben. Bezuschlagt wurde insgesamt ein Umfang von rund 2,1 Gigawatt (GW) Kohlekraftwerkskapazität. Die bezuschlagten Anlagen reichen von sehr kleinen Kraftwerken bis hin zu großen Steinkohleblöcken mit mehreren Hundert MW Leistung.

„Auch die dritte Ausschreibungsrunde ist erfolgreich verlaufen. Mit diesen weiteren gut zwei Gigawatt Stilllegungen zeigt der Energiesektor einmal mehr: Wir halten Wort! Der deutsche Kohleausstieg schreitet mit großen Schritten voran, die Branche hält das Kapazitätsreduktionsziel 2022 ein und trägt so massiv zur Erreichung der ambitionierten Klimaschutzziele bei“, sagte Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung.

Insgesamt wurden in den Stilllegungsausschreibungen bereits 8,4 GW an Steinkohlekraftwerken und Braunkohle-Kleinanlagen bezuschlagt und gehen im Zeitraum von 2020-2022 aus dem Markt. Zusammen mit den aktuell bereits im Bau befindlichen Kohle-Ersatzprojekten auf Basis des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG) summiert sich die stillzulegende Kohlekraftwerkskapazität derzeit bis Ende 2022 sogar auf 9,9 GW. Damit wird ein wesentlicher Teil des Kohleausstiegs bereits in den ersten Jahren geschafft.

Ein Großteil der noch stillzulegenden Kohlekraftwerke sind Kohle-KWK-Anlagen, die neben der Stromerzeugung auch Wärme für viele Regionen bereitstellen. Um die Dynamik beim Kohleausstieg beizubehalten und gleichzeitig die Versorgungssicherheit Strom und Wärme zu gewährleisten muss die Politik dringend den Einstieg in den Bau von notwendigen Ersatzkapazitäten ermöglichen. Dazu zählt insbesondere der forcierte Ausbau der Erneuerbaren Energien, von gasbasierten Residualkraftwerken, die zunehmend auf klimaneutrale Gase umgestellt werden (H2-ready) und von weiteren Technologien zur Bereitstellung von grüner Fernwärme, zum Beispiel Groß-Wärmepumpen.

 

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