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Finale des Emscher-Umbaus: 700 Mio. Euro für den Schlussspurt

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Autor: Finn Gidion

Finale des Emscher-Umbaus: 700 Mio. Euro für den Schlussspurt
V.l.: R. Echterhoff (Vorstand Personal und Nachhaltigkeit), M. Kalthoff (Vorstand Finanzen RAG AG und stellv. Ratsvorsitzender), Prof. Dr. U. Paetzel (Vorstandsvorsitzender), Dr. F. Dudda (Ratsvorsitzender und OB von Herne) und Dr. E. Grün (Vorstand Wassermanagement und Technik). Quelle: Klaus Baumers/EGLV

Rund 700 Millionen Euro investiert die Emschergenossenschaft insgesamt in diesem Jahr in die finalen Arbeiten für die Abwasserfreiheit in der Emscher. Ab Ende 2021 soll kein Tropfen Abwasser mehr in den zentralen Fluss des Ruhrgebietes fließen.

Der aktuelle Stand des Generationenprojekts Emscher-Umbau stand am 03.05.2021 im Fokus der Ratssitzung der Emschergenossenschaft, die unter der Leitung von Dr. Frank Dudda, Ratsvorsitzender und Oberbürgermeister der Emscher-Kommune Herne, tagte.

“Der Emscher-Umbau, das größte Infrastruktur-Projekt in unserer Region, befindet sich aktuell in seiner Hochphase. Mit der Befreiung der Emscher von ihrer Schmutzwasserfracht macht das Ruhrgebiet einen großen Schritt in Richtung Zukunft am Fluss”, sagt Dr. Frank Dudda. Von den insgesamt 705 Millionen Euro, die für das Jahr 2021 geplant sind, sind bereits 414 Millionen Euro im Rahmen von Auftragsvergaben investiert worden.

Renaturierung der Emscher

Auf Hochtouren laufen die Arbeiten zurzeit an der Renaturierung der Emscher am Wasserkreuz in Castrop-Rauxel. Dort erhält auch der Suderwicher Bach eine neue Trasse mitsamt naturnaher Mündung in die Emscher. Besonderes Glanzstück des dortigen Areals ist ein Natur-und-Wasser-Erlebnispark – inklusive Weinbergen!

Darüber hinaus baut die Emschergenossenschaft an neuen unterirdischen Abwasserkanälen entlang des Holzbachs in Herten und Gelsenkirchen, am Schwarzbach in Essen und Gelsenkirchen sowie am Borbecker Mühlenbach in Essen und Mülheim an der Ruhr. Schwerpunkt der aktuellen Arbeiten ist jedoch Deutschlands künftig größtes Schmutzwasserpumpwerk in Oberhausen – es ist der zurzeit wichtigste Baustein zur Inbetriebnahme des gesamten Abwasserkanals Emscher.

Pumpwerk durchläuft letzte Tests

Der Abwasserkanal Emscher (AKE), die künftige abwassertechnische Hauptschlagader der Region, wird voraussichtlich im August 2021 auf der ganzen Länge von 51 km geflutet. Sein Herzstück, das Pumpwerk Oberhausen, durchläuft aktuell bereits die letzten Funktionstests. Insgesamt sind zehn mächtige Pumpen nötig, um das Abwasser aus einer Tiefe von rund 40 m zu heben – mit einer Maximalleistung von 16.500 l/s. Ab Ende 2021 soll es keine offenen Abwassereinleitungen mehr in die Emscher geben.

Im 35 km langen Abschnitt zwischen Dortmund und Bottrop ist der AKE seit September 2018 bereits in Betrieb. Stück für Stück sind seitdem bereits große Nebenläufe wie zum Beispiel der Nettebach in Dortmund, der Hellbach in Recklinghausen oder der Ostbach in Herne an den unterirdischen Sammler angeschlossen worden.

Die Emscher führt dadurch bereits deutlich weniger Abwasser als zuvor. Zahlreiche weitere Einleitstellen sind anschlussbereit, die Emschergenossenschaft nimmt das weltweit einzigartige Kanalsystem jedoch bewusst Stück für Stück in Betrieb.

Weitere Informationen

Wer mehr über den Emscher-Umbau erfahren möchte, der findet hier auf der Homepage der EGLV weitere Informationen oder schaut sich den aktuellen WDR-Beitrag an.

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