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Forschungsprojekt ABM4Energy zu alternativen Bettungsmaterialien gestartet

Zum 01.11.2025 ist das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) geförderte Verbundvorhaben „ABM4Energy - Alternative Bettungsmaterialien für die techno-ökologische und wirtschaftliche Optimierung des Fernwärmeleitungsbaus“ (Förderkennzeichen 03EN3125) gestartet.

von | 02.02.26

Beim Projekt-Kick-Off Anfang Dezember 2025 in Hamburg an der HafenCity Universität fand die erste Abstimmung der Projektpartner und assoziierten Partner als Auftakt und Grundlage der inhaltlichen Bearbeitung statt.
Quelle: AGFW

In den 36 Monaten Laufzeit arbeiten die Forschungspartner AGFW, HafenCity Universität Hamburg (Projektkoordination), die Geoingenieure SOS GmbH und Co. KG, Bochum, sowie das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH gemeinsam an den identifizierten Forschungsfragen. Beim Projekt-Kick-Off Anfang Dezember 2025 in Hamburg an der HafenCity Universität fand die erste Abstimmung der Projektpartner und assoziierten Partner als Auftakt und Grundlage der inhaltlichen Bearbeitung statt.

Ziel des Forschungsvorhabens

Ziel des Vorhabens ist die Akzeptanz alternativer Bettungsmaterialien (engl. Alternative Bedding Material = ABM) für den erdverlegten Fernwärme-, Fernkälte- und Stromleitungsbau (4Energy).

Alternative Bettungsmaterialien sind Verfüllmaterialien aus Aushub oder Baurestmassen, die Natursande im Leitungsgraben ersetzen. Hierdurch soll den Herausforderungen, die sich durch die Anforderungen der Kreislaufwirtschaft in diesen Bereichen ergeben, begegnet werden. Das Potenzial natürliche Böden als wichtige Ressource für Wasserqualität, Biodiversität usw., zu schonen und gleichzeitig den Um- und Ausbau der Energienetze nachhaltig zu ermöglichen, soll gehoben werden.

Hierfür soll ein urbanes übertragbares digitales Stoffstrom-Modell entwickelt werden, welches eine Einsatzplanung alternativer Bettungsmaterialien unter Berücksichtigung aktueller gesetzlicher Vorgaben (Kreislaufwirtschaftsgesetz, Ersatzbaustoffverordnung) liefert und damit einen wirtschaftlichen Aus- und Umbau von Energienetzen zukünftig unterstützt. Gleichermaßen soll technische Akzeptanz durch die Klärung der offenen bautechnischen Fragen im Leitungsbau erreicht werden. Ein Einfließen der Ergebnisse in Normen und Regelwerke soll noch während des Projektes stattfinden, was als Schlüssel für den tatsächlichen Einsatz von alternativen Bettungsmaterialien angesehen wird.

Im Fokus der Arbeiten des AGFW mit dem Teilvorhaben „Wegbereitung und Abbau von Hemmnissen für alternative Bettungsmaterialien & deren Kreislaufwirtschaft im Fernwärmeleitungsbau” stehen

  • die Identifizierung der technischen Randbedingungen und der kreislaufwirtschaftlichen Anforderungen und darauf aufbauend
  • die Bestimmung geeigneter ABM sowie deren Verfügbarkeit,
  • die Unterstützung bei der Weiterentwicklung und Optimierung kontaktmechanischer Untersuchungen und
  • die Abstimmung mit der Branche einschließlich der Vorbereitung von Regelwerksverbesserungen hinsichtlich ABM. 

 

(Quelle: AGFW)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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