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Grundwasser: Erftverband für mehr Schutz durch nachhaltige wasserwirtschaftliche Regelungen

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Autor: Kathrin Mundt

Grundwasser: Erftverband für mehr Schutz durch nachhaltige wasserwirtschaftliche Regelungen
Braunkohletagebau Garzweiler. Bild: pixabay

Seit 1992 rufen die Vereinten Nationen in jedem Jahr zum Weltwassertag auf. Sie weisen damit auf die Besonderheiten von Wasser als wichtigster Grundlage allen Lebens hin. Der Weltwassertag am 22. März 2022 steht unter dem Motto „Unser Grundwasser: der unsichtbare Schatz“.

Dieses Motto gilt in ganz besonderer Weise auch für das besonders ergiebige und wertvolle Grundwasservorkommen im Tätigkeitsbereich des Erftverbandes. Es liefert nicht nur das Trinkwasser für 3,1 Mio. Menschen, sondern versorgt auch die Landwirtschaft und Industrie mit den nötigen Wassermengen.

Den größten Einfluss auf das Grundwasservorkommen übt nach wie vor der Braunkohlentagebau aus. Zur Trockenhaltung der Tagebaue wurde das Grundwasser großräumig um bis zu 400 m abgesenkt. Umfangreiche Gegenmaßnahmen sorgen seit Jahrzehnten dafür, dass die Wasserversorgung gesichert bleibt, die Gewässer ausreichend Wasser führen und wertvolle Feuchtgebiete erhalten bleiben.

Große Veränderungen im Grundwasserhaushalt stehen nun an: Der vorzeitige Braunkohlenausstieg wird dazu führen, dass schon in wenigen Jahren Rheinwasser zur Befüllung der großen Tagebaurestseen und zur Auffüllung entleerter Grundwasserleiter heranzuführen ist. Damit wird der Übergang von einem bergbaugeprägten Wasserhaushalt zu einem sich wieder selbst regulierenden Wasserhaushalt eingeläutet. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen des Strukturwandels in unserer Region und bedeutet, dass die vielen notwendigen wasserwirtschaftliche Genehmigungsverfahren vereinfacht, verschlankt und erheblich beschleunigt werden müssen.

Der zunehmende Klimawandel mit seinen steigenden Temperaturen und länger anhaltenden Trockenperioden führt seit einigen Jahren dazu, dass weniger Grundwasser aus dem Niederschlag neu gebildet wird. Gleichzeitig nimmt der Wasserbedarf der Städte und der Landwirtschaft zu, so dass es regional bereits zu einer Nutzungskonkurrenz um die Ressource Grundwasser auch in unserer Region kommt.

Auch deshalb ist der Erftverband an der Entwicklung neuer Verfahren beteiligt, die z.B. durch die Wiederverwendung gereinigten Abwassers zu einer effizienten Nutzung der Wasserressourcen beitragen.

Damit das Grundwasser in unserer Region auch den künftigen Generationen als „unsichtbarer Schatz“ zur Verfügung steht, müssen wir es heute noch besser schützen und nachhaltig bewirtschaften. Insbesondere Politik und Verwaltung sind aufgerufen, zügig die nötigen Voraussetzungen zu schaffen und den wasserwirtschaftlichen Belangen, wo notwendig, Vorrang vor anderen Wünschen einzuräumen.

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