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Habeck: “Vernetzung von Offshore-Windparks in der Nordsee schreitet voran”

Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz Robert Habeck nahm am 24. April zum zweiten Mal an einem hochrangigen Treffen zur Stärkung der energiepolitischen Zusammenarbeit im Nordseeraum teil. Auf dem „North Sea Summit“ in Ostende, Belgien waren die Staats- und Regierungschefs und die Energieminister von neun Ländern vertreten: Deutschlands, Dänemarks, der Niederlande, Belgiens, Norwegen, Irland, Großbritannien, Frankreich […]

von | 25.04.23

Offshore-Windpark

Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz Robert Habeck nahm am 24. April zum zweiten Mal an einem hochrangigen Treffen zur Stärkung der energiepolitischen Zusammenarbeit im Nordseeraum teil. Auf dem „North Sea Summit“ in Ostende, Belgien waren die Staats- und Regierungschefs und die Energieminister von neun Ländern vertreten: Deutschlands, Dänemarks, der Niederlande, Belgiens, Norwegen, Irland, Großbritannien, Frankreich und Luxemburg. Auch Kommissionspräsidentin von der Leyen und die EU-Energiekommissarin Simson waren eingeladen, ebenso wie Unternehmensvertreter aus allen beteiligten Ländern.

Minister Habeck unterzeichnete auf dem Gipfel eine gemeinsame Erklärung mit den Energieministern sowie der EU-Energiekommissarin zur Stärkung der Kooperation zu Offshore-Windenergie in der Nordsee- Region. In der Erklärung wird vereinbart, künftig „hybride“ Offshore-Kooperationsprojekte zu entwickeln, um Verbindungen zwischen Offshore-Windparks in verschiedenen Ländern zu schaffen und diese für den internationalen Stromtransport zu nutzen. Durch die Ausweitung des Unterzeichnerkreises soll sich der Nordseeraum als „Green Power Plant of Europe“ weiterentwickeln und Europa mit grünem Strom versorgen.

Habeck: „Seit dem Gipfel in Esbjerg im vergangenen Jahr steht die Zusammenarbeit in der Nordsee ganz oben auf der politischen Agenda. So ist es gelungen weitere fünf Länder in Gipfelkreis aufzunehmen und die Zusammenarbeit weiter zu vertiefen. Hierzu haben wir heute eine konkrete Vereinbarung zwischen Dänemark, den Niederlanden und Deutschland getroffen, um Offshore-Windparks mit einer Leistung von 10 Gigawatt gemeinsam voranzubringen. Das alles sind wichtige und zentrale Ansätze, um das große Potential grüner Energie gemeinsam zu nutzen.“

Grüner Wasserstoff aus Offshore-Windenergie

Die neun Nordseeanrainer haben sich insgesamt Ausbauziele für Offshore- Windenergie von rund 120 GW bis 2030 und 300 GW bis 2050 gesetzt. Gleichzeitig soll die Kooperation bei der künftigen Erzeugung grünen Wasserstoffs aus Offshore-Windenergie und beim Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur in der Region verstärkt werden.

Die Energieminister setzen sich gemeinsam für Strommarktregeln auf EU-Ebene ein, die eine effektive Integration des Windstroms ins Netz ermöglichen und sprechen sich zudem für eine faire Kosten-Nutzen-Teilung in Kooperationsprojekten zwischen den beteiligten Ländern aus. Auch die Bedeutung von Finanzierungsinstrumenten und die Beschleunigung von Genehmigungsverfahren auf EU-Ebene wird hervorgehoben.

Um das gemeinsame Projekt zwischen Dänemark, Deutschland und den Niederlanden für einen gemeinsamen Offshore-Windpark mit einer Leistung von 10 GW voranzubringen, wurden ebenfalls verschiedene Erklärungen unterzeichnet. So unterzeichnete Minister Habeck vor Ort in Ostende eine bilaterale Erklärung mit Dänemark und eine multilaterale Erklärung mit Belgien, Dänemark und den Niederlanden über die künftige Zusammenarbeit in der Nordsee.

Auch die Übertragungsnetzbetreiber aus Belgien, Dänemark und Deutschland haben ein Expertenpapier vorgestellt, in dem Vorschläge zum Aufbau eines vermaschten Offshore-Netzes vorgestellt werden.

(Quelle: BMWK)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Offshore-Windpark

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