Als Energie-Kommune nimmt Düsseldorf die kommunale Wärmeplan in den Fokus. Noch stammen 92 % der Endenergie im Wärmesektor aus fossilen Quellen. Um die Treibhausgasemissionen von derzeit etwa 6 auf 2 Tonnen CO₂-Äquivalente pro Einwohner und Jahr zu senken, setzt Düsseldorf auf Wärmepumpen, Geothermie sowie auf die Nutzung von Abwärme aus Industrie und Rhein. Diese Maßnahmen bieten Potenziale von bis zu 13,4 Mrd. kWh – deutlich mehr, als die Stadt mit ihrem jährlichen Wärmebedarf von 7,8 Mrd. kWh benötigt. Ergänzend sorgen energetische Gebäudesanierungen und die Förderung privater Photovoltaikanlagen für mehr Effizienz.
Auch im Verkehrssektor ist Düsseldorf aktiv: Bereits 30 Mobilitätsstationen verknüpfen ÖPNV, Sharing-Angebote, Ladeinfrastruktur sowie Fuß- und Radverkehr – häufig kombiniert mit begrünten Aufenthaltsflächen. Bis 2035 sollen rund 100 dieser dezentralen Knotenpunkte entstehen und den Umstieg vom privaten Pkw erleichtern.
Damit die Energiewende auch in Wohngebäuden ankommt, investiert die Stadt in Ausbildung und Wissenstransfer. Die Düsseldorfer Umweltakademie schult Handwerkerinnen praxisnah in moderner Energie- und Wärmetechnik. Der berufsbegleitende Studiengang Haus-, Energie- und Anlagentechnik (HEAT) an der Hochschule Düsseldorf verknüpft Ingenieurwissen mit Handwerk: Absolventinnen erhalten neben dem Bachelor of Engineering auch den Meistertitel im Installateur- und Heizungsbauer-Handwerk.
Auch die lokale Wirtschaft zieht mit – über 100 Unternehmen, von Dienstleistern bis hin zur Industrie, engagieren sich im „Düsseldorfer Klimapakt mit der Wirtschaft“ für klimafreundliches Wirtschaften.
„Düsseldorf zeigt, wie eine ambitionierte Wärmeplanung, starke Ausbildungspartnerschaften und wirtschaftliche Kooperationen die Klimaneutralität vorantreiben“, betont AEE-Geschäftsführer Dr. Robert Brandt. „Die Landeshauptstadt demonstriert, wie die Energiewende in der Großstadt aussehen kann und wird so ihrer besonderen Vorbildrolle gerecht.“
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(Quelle: AEE)









