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Mehr Sicherheit für nachhaltige Kunststoffe: SKZ testet Polypropylen-Rezyklate

Polypropylen-Rezyklate gewinnen zunehmend an Bedeutung, insbesondere in langlebigen Anwendungen. Um ihre Zuverlässigkeit zu gewährleisten, arbeitet das Kunststoff-Zentrum SKZ an einer neuen Prüfmethode auf Basis des Strain Hardening Tests (SHT).

von | 15.01.26

Mahlgut, Rezyklatcompound, Folie und Probekörper für den Strain Hardening Test.
Foto: Luca Hoffmannbeck, SKZ

Würzburger Kunststoff-Institut arbeitet an neuer Prüfmethode

Für den Einsatz von Polypropylen-Rezyklaten ist eine quantitative Bewertung der Materialqualität entscheidend. Dabei müssen insbesondere die für Polyolefine relevanten Versagensmechanismen berücksichtigt werden – allen voran die Spannungsrissbeständigkeit, also die Fähigkeit eines Materials, langsamen Risswachstum zu widerstehen. Für Polyethylen-Neuware in Rohranwendungen ist der Strain Hardening Test (ISO 18488) bereits etabliert.

Auf dieser Grundlage startet das SKZ ein zweijähriges Forschungsprojekt, um eine vergleichbare, einfach anwendbare Methode für Polypropylen-Rezyklate zu entwickeln. Zunächst werden Rezyklate durch Mischungen von Materialien mit bekannten Eigenschaften simuliert. „Unser Hauptaugenmerk liegt auf der Abhängigkeit der Testergebnisse von Mischungsanteilen und -verhältnissen“, erklärt Britta Gerets, Senior Engineer am SKZ.
Im Anschluss erfolgt die Validierung der Methode an Post-Industrial- (PIR) und Post-Consumer-Rezyklaten (PCR). Dabei wird zusätzlich untersucht, inwieweit sich die Spannungsrissbeständigkeit durch gezielte Zugabe von Neuware verbessern lässt. Interessierte können sich über die Projektseite SHT_PP-Rezyklate oder per E-Mail an das Forschungsteam wenden.

Das IGF-Vorhaben „SHT_PP-Rezyklate“ der Forschungsvereinigung FSKZ e. V. wird im Rahmen des Programms zur Förderung der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert (FKZ: 01IF24200N).

(Quelle: SKZ)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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