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Neue Marktabfrage zu H2-Speicherbedarf in Deutschland startet

Die Initiative Energien Speichern e.V. (INES) erhebt mit der am 14. April gestarteten Marktabfrage MAHS 2026 erneut den genauen Bedarf an H2-Speicherkapazitäten in Deutschland. Unternehmen können ihre Anforderungen direkt einbringen und sollen „aktiv zur Entwicklung eines bedarfsgerechten und wettbewerblichen Wasserstoffspeichermarktes beitragen“.

von | 14.04.26

Am 14. April hat eine aktuelle Marktabfrage zum deutschen H2-Speicherbedarf begonnen
Quelle: Pixabay/aroblesgalit

Die Ergebnisse der diesjährigen Markabfrage MAHS (Market Assessment for Hydrogen Storage), die am 5. Juni endet, sollen laut INES „eine zentrale Grundlage für Investitionsentscheidungen und die Ausgestaltung des Markt- und Regulierungsrahmens“ liefern.

„Die MAHS trägt dazu bei, bestehende Unsicherheiten im entstehenden Wasserstoffmarkt zu reduzieren und schafft eine wichtige Entscheidungsgrundlage für Politik und Wirtschaft“, erläutert INES-Geschäftsführer Sebastian Heinermann. „Auf Basis der erhobenen Bedarfe können Investitionen in Wasserstoffspeicher gezielter erfolgen und der Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur effizienter unterstützt werden. Entscheidend wird dafür sein, dass die Ergebnisse auch in einen geeigneten Markt- und Regulierungsrahmen übersetzt werden, der Investitions- und Planungssicherheit für Speicherbetreiber gewährleistet.“

Einfacher Zugang und Webinar für breite Beteiligung

An der MAHS können sich alle Unternehmen aus dem In- und Ausland beteiligen, die künftig Wasserstoff in Deutschland speichern möchten – darunter Importeure, Händler, Netzbetreiber, Industrieunternehmen und Stadtwerke. Die Teilnahme soll sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache möglich sein. Auch Unternehmen, die ihren Speicherbedarf noch nicht genau beziffern können, lädt INES zur Teilnahme ein. Neben der direkten Angabe von Bedarfen soll die Marktabfrage zudem ermöglichen, Anforderungen indirekt über Angaben zu Wasserstoffaufkommen und -verwendung zu erfassen.

Nach vorheriger Registrierung zur MAHS 2026 ist es möglich, am 22. April ab 11:00 Uhr an einem Webinar teilzunehmen, in dem INES Details zur Umfrage erläutern und Fragen zur Teilnahme beantworten möchte.

Hintergrund und Ziele

Die MAHS soll laut INES „bestehende Szenarien durch eine marktorientierte Bottom-Up-Analyse“ ergänzen und dazu beitragen, „den tatsächlichen Bedarf an Wasserstoffspeicherkapazitäten belastbar zu identifizieren“. Für den Ausbau von H2-Speichern sei es „entscheidend, die konkreten Bedarfe und Anforderungen der zukünftigen Nutzer zu kennen“. Hierzu soll die MAHS „eine zentrale, anonymisiert und aggregiert ausgewertete Datengrundlage für Speicherbetreiber, Ministerien und Regulierungsbehörden“ liefern.
Als weitere Ziele werden die Unterstützung der „Umsetzung europäischer Vorgaben zur regelmäßigen Marktbewertung von Speicherbedarfen“ sowie die Verbesserung der „Ausgestaltung eines geeigneten Markt- und Regulierungsrahmens“ genannt.

Weiterentwicklung der MAHS seit 2024

Nach der erstmaligen Durchführung im Jahr 2024 hat INES die MAHS konzeptionell weiterentwickelt und an die aktuellen Marktbedingungen angepasst. Erstmals sollen systematisch die Entwicklungen der letzten zwei Jahre erfasst werden. Zudem sollen die Abfragestrukturen weiter differenziert worden sein, um genauere Aussagen zu Speicherbedarf, Wasserstoffaufkommen und -verwendung zu ermöglichen.

(Quelle: INES)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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