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Neues Bundesforschungszentrum für nachhaltiges Bauen in Weimar

Deutschland bekommt ein neues Forschungszentrum für klimaneutrales und ressourceneffizientes Bauen. Vertreterinnen und Vertreter des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) sowie der Länder Thüringen, Sachsen und Baden-Württemberg haben am Montag in Weimar ein Eckpunktepapier zur Gründung des Bundesforschungszentrums (BFZ) unterzeichnet.

von | 26.11.25

Materialanalyse im Labor
© Thomas Müller

Mit dem neuen Zentrum, für das der Bund bis 2028 insgesamt 52,5 Mio. Euro bereitstellt, soll die Forschung zu nachhaltigen Bauweisen stärker gebündelt werden. Ziel ist es, Erkenntnisse aus Wissenschaft und Praxis schneller zusammenzuführen und den Wandel hin zu einer klimafreundlichen Bauwirtschaft zu unterstützen. Das BFZ will Forschungsergebnisse künftig zügiger in marktreife Anwendungen überführen und den Austausch zwischen Forschung, Industrie und Handwerk fördern.

Quelle: IAB Weimar

Weimar gilt dabei als zentraler Standort der deutschen Bauforschung. Mit der Bauhaus-Universität Weimar, dem Institut für Angewandte Bauforschung (IAB) und der Materialforschungs- und -prüfanstalt (MFPA) verfügt die Stadt bereits über eine hohe Dichte an Forschungseinrichtungen, die auf Bau- und Materialtechnologien spezialisiert sind. Seit 2020 arbeiten diese Institutionen im Rahmen der Weimarer Allianz „Innovationszentrum Bau – Die Zukunft des Bauens“ eng zusammen. Diese Kooperation bildet nun auch die Grundlage für das neue Bundeszentrum.

Kompetenzen bündeln, Finanzierung langfristig sichern

Die Verantwortlichen betonen die Bedeutung des Projekts für den Forschungs- und Innovationsstandort. Mit dem Zusammenschluss sollen Kompetenzen gebündelt und die bestehenden Strukturen gestärkt werden. Weimar profitiert damit von einer bewussten Standortentscheidung, die die hohe Expertise in der Bau- und Baustoffforschung würdigt.

IAB-Recycling-Versuchshalle. © Thomas Müller

Rechtlich wird das BFZ zunächst als eingetragener Verein gegründet. Mitglieder sind der Bund sowie die drei beteiligten Länder. Der Vereinssitz ist in Bautzen (Sachsen) vorgesehen. Für jeden der drei Standorte stehen bis zu fünf Mio. Euro Fördermittel pro Jahr zur Verfügung. Eine langfristige Finanzierung soll durch eine Bund-Länder-Vereinbarung abgesichert werden.

Das Bundesforschungszentrum soll Forschungslücken im Bereich nachhaltiger Baustoffe identifizieren, Reallabore und Pilotprojekte initiieren und dadurch Innovationen schneller in der Praxis verankern. Die Ergebnisse sollen sowohl der Bauwirtschaft als auch der öffentlichen Hand zugutekommen.

Weitere Informationen zum Innovationszentrum Bau unter www.die-zukunft-des-bauens.de

(Quelle: IAB Weimar)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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