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VATM: Gigabitausbauziele der Bundesregierung gefährdet

Der VATM warnt vor den Gefahren eines punktuellen strategischen Überbaus beim Glasfaserausbau. Deutschland ist noch weit von einer flächendeckenden Gigabitversorgung entfernt. Die Investoren sind im Vergleich zum vergangenen Jahrzehnt aber zunehmend bereit, einen Großteil des bereitgestellten Kapitals genau dort in Milliardenhöhe zu investieren, wo die Versorgung schlecht und die Nachfrage nach guter Versorgung hoch ist […]

von | 17.02.23

Der VATM warnt vor den Gefahren eines punktuellen strategischen Überbaus beim Glasfaserausbau. Deutschland ist noch weit von einer flächendeckenden Gigabitversorgung entfernt. Die Investoren sind im Vergleich zum vergangenen Jahrzehnt aber zunehmend bereit, einen Großteil des bereitgestellten Kapitals genau dort in Milliardenhöhe zu investieren, wo die Versorgung schlecht und die Nachfrage nach guter Versorgung hoch ist – auf dem Land.

„Kommunale Unternehmen wie auch große Infrastrukturfonds sehen ihre Investitionspläne gefährdet, wenn der punktuelle strategische Überbau besonders lukrativer Ortsteile durch die Telekom nicht beendet wird“, warnt VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner: „Allein schon die bloße Drohung mit strategischem Überbau ermöglicht dem marktmächtigen Unternehmen, andere Wettbewerber zu verdrängen und von dem eigenen flächendeckenden Ausbau abzuhalten.“ Telekom-Chef Timotheus Höttges habe in der Vergangenheit völlig zu Recht darauf hingewiesen, dass der Glasfaserausbau in Deutschland eine Mammut-Aufgabe sei, die nur gemeinsam vom Markt gestemmt werden könne.

„Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten und auch flächendeckend so weit wie möglich ausbauen. Wenn dann von der Telekom die lukrativen Gebiete herausgepickt werden, wird die Kalkulation für einen flächendeckenden Ausbau in aller Regel zerstört“, verdeutlicht Grützner. Bestenfalls wird in erheblichem Umfang Förderung für die nicht so lukrativen Ortsteile erforderlich, die dann den Ausbau um Jahre verzögert. In vielen Fällen muss sich der Investor aber zurückziehen. Schlimmstenfalls tut dies dann auch die Telekom, da der Wettbewerbsdruck fehlt und der Ort steht ganz ohne Ausbau da.

„Diese Ausbaustrategie mit normalem Wettbewerb zu begründen, ist brandgefährlich. Wenn die Telekom diesen Ausbau nicht unverzüglich stoppt, brauchen wir wie bei Gas, Strom und Wasser auch klare andere Regeln im Telekommunikationsmarkt und ein Eingreifen des Regulierers, um erheblichen volkswirtschaftlichen Schaden abzuwenden“, fordert VATM-Geschäftsführer Grützner.

(Quelle: VATM)

 

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