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Wien erneuert Hochquellenleitungen für sichere Wasserversorgung

Die Stadt Wien führt derzeit planmäßige Wartungsarbeiten an der II. Hochquellenleitung durch. Diese Instandhaltungen sind Teil des sogenannten „Frühjahrsputzes“ und dienen dazu, die langfristige Versorgung mit hochwertigem Hochquellwasser aus den Alpen zu sichern.

von | 13.03.26

Abkehr II., Hochquellenleitung nahe Hofstetten
Copyright: Wiener Wasser/Johannes Zinner

Während der Wartungsarbeiten bleibt die Wasserversorgung über die I. Hochquellenleitung und die Grundwasserbrunnen in den Wiener Schutzgebieten gewährleistet, so die Stadt.

„Die Hochquellenleitungen sind die Grundsäulen der Wiener Wasserversorgung. Die Mitarbeiter*innen von Wiener Wasser tragen mit der Instandhaltung der 330 km langen Leitungen eine große Verantwortung“, betont Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky und ergänzt: „Die Hochquellenleitungen liefern unser wichtigstes Lebensmittel in bester Qualität und ersparen Wien enorme Energiekosten.“

Wien investiert jährlich rund 130 Mio. Euro in die Wasser-Infrastruktur. Ziel der Stadt ist es, die Versorgungssicherheit weiter zu stärken und die Systeme an steigenden Wasserbedarf und Klimaherauforderungen anzupassen. Grundlage ist die Strategie „Wiener Wasser 2050“, die auch die laufende Wartung historischer Bauwerke umfasst.

Sanierung der Düker entlang der II. Hochquellenleitung

Neben der regelmäßigen Instandhaltung ist bei der II. Hochquellenleitung die Sanierung ihrer sogenannten Düker vorgesehen – jene Druckleitungen, mit denen die Leitung 19 Täler und Flüsse unterquert. Da in diesen Abschnitten hoher Wasserdruck herrscht, ist die Beanspruchung des Materials besonders groß. In den kommenden Jahren werden daher vier der Düker schrittweise saniert.

„Die Wienerinnen und Wiener können sicher sein, dass wir alles tun, um unsere Hochquellenleitungen in einem top Zustand zu erhalten“, erklärt der Wiener-Wasser-Chef Paul Hellmeier. „Das ist angesichts des hohen Alters der beiden Bauwerke manchmal eine Herausforderung. Aber generell muss man – angesichts der damaligen technischen Möglichkeiten – die zukunftsfähige Bauweise wertschätzen.“

Regelmäßige Wartung im Rahmen der „Abkehr“

Die Wartungsarbeiten an den Hochquellenleitungen erfolgen im Frühjahr und Herbst, wenn der Wasserverbrauch niedriger ist. Je Leitung wird die sogenannte „Abkehr“ viermal jährlich durchgeführt. Dabei wird das Quellwasser im Quellgebiet in die Salza oder Schwarza ausgeleitet, um den Zugang zum Stollen zu ermöglichen. Während dieser bis zu fünf Tage dauernden Arbeiten werden die Leitungen gereinigt, inspiziert und gegebenenfalls Fugen instandgesetzt. Im Zuge der aktuellen Frühjahrsarbeiten besuchen Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky und Gemeinderätin Susanne Haase die Baustelle im Bereich Hofstetten (NÖ). Czernohorszky betont:

„Der Frühjahrsputz in der II. Hochquellenleitung ist nur möglich, weil sich die Wiener Wasserversorgung auf unterschiedliche Wasserressourcen stützt. Das zeigt, wie wichtig die Wiener Trinkwasser-Strategie ist, mit der die verfügbaren Wassermengen erhöht und höhere Wassermengen gespeichert werden sollen. In Neusiedl am Steinfeld (NÖ) etwa entsteht derzeit der größte Trinkwasserbehälter der Welt, in dem in Zukunft rund 1 Mrd. Liter Wasser gespeichert werden können.“

Während der Abkehr werden die 29 Wiener Wasserbehälter bis zum maximalen Pegelstand gefüllt. Zusätzlich kann bei Bedarf Wasser aus rund 30 Brunnen in das Netz eingespeist werden. Nach Abschluss der Arbeiten fließt wieder Hochquellwasser aus beiden Leitungen in die Stadt.

(Quelle: Stadt Wien)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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