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Übergabe der DIN 18220 auf einer Veranstaltung in Berlin. Im Bild anwesende Vertreter der Expertengruppe mit Dr. Volker Wissing
Quelle: Deutsche Glasfaser

Schnellerer Glasfaserausbau: neuer Branchenstandard für Verlegemethoden

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Thema:
Autor: Kathrin Mundt

Auf dem Weg zum schnelleren Glasfaserausbau in Deutschland ist ein Durchbruch gelungen: Der Ausschuss Bauwesen des Deutschen Instituts für Normung (DIN) hat die Norm für den sicheren Einsatz von Trenching-, Fräs- und Pflugverfahren für die Legung von Glasfasermedien (DIN 18220) finalisiert – ein Meilenstein für die Standardisierung moderner minimalinvasiver Verlegemethoden beim Glasfaserausbau. Ein gedrucktes Exemplar der DIN-Norm wurde am 4. Juli symbolisch durch Daniel Schmidt, Vorstand Deutsches Institut für Normung e.V., an Stefan Schnorr, Staatssekretär im Bundesministerium für Digitales und Verkehr, übergeben. Die DIN 18220 tritt am 28. Juli 2023 in Kraft.

„Wir freuen uns sehr über die Anerkennung durch das Deutsche Institut für Normung. Dass unser erprobtes Ausbauverfahren der neue Branchenstandard wird, erfüllt mich mit Stolz. Das ist ein deutliches Zeichen, dass wir mit unserem Ansatz richtig liegen. Als Pioniere des Glasfaserausbaus setzen wir schon seit über zehn Jahren auf moderne Verlegemethoden für die schnelle
und effiziente Glasfaserversorgung“, sagt Andreas Pfisterer, CEO der Deutsche Glasfaser Unternehmensgruppe. „Das Bekenntnis des Deutschen Instituts für Normung zu modernen Verlegemethoden schafft Sicherheit für alle am Glasfaserausbau Beteiligten. Wir als Branche können den Glasfaserausbau so nochmals deutlich beschleunigen und somit das Ziel der Bundesregierung unterstützen, Deutschland bis 2030 flächendeckend mit Glasfaser zu versorgen.“

Deutsche Glasfaser hat sich bereits früh für eine Normierung im Glasfaserausbau eingesetzt und sich seit 2020 in der Expertengruppe des Deutschen Instituts für Normung engagiert. Das Ziel dieses Gremiums war die Einführung eines modernen Regelwerks für die Verlegung von Telekommunikations-Infrastruktur. Mehr als 30 Gremienmitglieder aus den Bereichen Wissenschaft und Forschung sowie der Öffentlichen Hand und Wirtschaft haben an dem Regelwerk gearbeitet. Die neue DIN 18220 gibt Orientierung für die Vorbereitung, Anwendung und Dokumentation der modernen Verlegemethoden sowie die Wiederherstellung der Oberflächen. Deutsche Glasfaser kann die neue Norm nun unmittelbar und vor allem flächendeckend in die Anwendung bringen.

Bei minimalinvasiven Verlegemethoden arbeiten im Glasfaserausbau tätige Unternehmen auf geringerer Tiefe und Breite als beim traditionellen Tiefbau. Dadurch können sie bis zu fünf Mal schneller bauen. Da Glasfaser Licht- und keine elektrischen Signale überträgt, können ihr äußere Einflüsse wie Frost, Feuchtigkeit oder Blitzschläge auch bei einer geringeren Verlegetiefe nichts anhaben. Moderne Verlegemethoden minimieren zudem den Bodenaushub und die Belastung für Mensch und Natur und sind dadurch ressourcenschonender als konventionelle Verfahren.
Deutsche Glasfaser bevorzugt das Fräsverfahren und setzt in unbefestigten Oberflächen außerhalb geschlossener Ortschaften auch auf den Pflug.

(Quelle: Deutsche Glasfaser)

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