Generic filters
FS Logoi

Schnellerer Glasfaserausbau: neuer Branchenstandard für Verlegemethoden

Auf dem Weg zum schnelleren Glasfaserausbau in Deutschland ist ein Durchbruch gelungen: Der Ausschuss Bauwesen des Deutschen Instituts für Normung (DIN) hat die Norm für den sicheren Einsatz von Trenching-, Fräs- und Pflugverfahren für die Legung von Glasfasermedien (DIN 18220) finalisiert – ein Meilenstein für die Standardisierung moderner minimalinvasiver Verlegemethoden beim Glasfaserausbau. Ein gedrucktes Exemplar […]

von | 26.07.23

Übergabe der DIN 18220 auf einer Veranstaltung in Berlin. Im Bild anwesende Vertreter der Expertengruppe mit Dr. Volker Wissing
Quelle: Deutsche Glasfaser

Auf dem Weg zum schnelleren Glasfaserausbau in Deutschland ist ein Durchbruch gelungen: Der Ausschuss Bauwesen des Deutschen Instituts für Normung (DIN) hat die Norm für den sicheren Einsatz von Trenching-, Fräs- und Pflugverfahren für die Legung von Glasfasermedien (DIN 18220) finalisiert – ein Meilenstein für die Standardisierung moderner minimalinvasiver Verlegemethoden beim Glasfaserausbau. Ein gedrucktes Exemplar der DIN-Norm wurde am 4. Juli symbolisch durch Daniel Schmidt, Vorstand Deutsches Institut für Normung e.V., an Stefan Schnorr, Staatssekretär im Bundesministerium für Digitales und Verkehr, übergeben. Die DIN 18220 tritt am 28. Juli 2023 in Kraft.

„Wir freuen uns sehr über die Anerkennung durch das Deutsche Institut für Normung. Dass unser erprobtes Ausbauverfahren der neue Branchenstandard wird, erfüllt mich mit Stolz. Das ist ein deutliches Zeichen, dass wir mit unserem Ansatz richtig liegen. Als Pioniere des Glasfaserausbaus setzen wir schon seit über zehn Jahren auf moderne Verlegemethoden für die schnelle
und effiziente Glasfaserversorgung“, sagt Andreas Pfisterer, CEO der Deutsche Glasfaser Unternehmensgruppe. „Das Bekenntnis des Deutschen Instituts für Normung zu modernen Verlegemethoden schafft Sicherheit für alle am Glasfaserausbau Beteiligten. Wir als Branche können den Glasfaserausbau so nochmals deutlich beschleunigen und somit das Ziel der Bundesregierung unterstützen, Deutschland bis 2030 flächendeckend mit Glasfaser zu versorgen.“

Deutsche Glasfaser hat sich bereits früh für eine Normierung im Glasfaserausbau eingesetzt und sich seit 2020 in der Expertengruppe des Deutschen Instituts für Normung engagiert. Das Ziel dieses Gremiums war die Einführung eines modernen Regelwerks für die Verlegung von Telekommunikations-Infrastruktur. Mehr als 30 Gremienmitglieder aus den Bereichen Wissenschaft und Forschung sowie der Öffentlichen Hand und Wirtschaft haben an dem Regelwerk gearbeitet. Die neue DIN 18220 gibt Orientierung für die Vorbereitung, Anwendung und Dokumentation der modernen Verlegemethoden sowie die Wiederherstellung der Oberflächen. Deutsche Glasfaser kann die neue Norm nun unmittelbar und vor allem flächendeckend in die Anwendung bringen.

Bei minimalinvasiven Verlegemethoden arbeiten im Glasfaserausbau tätige Unternehmen auf geringerer Tiefe und Breite als beim traditionellen Tiefbau. Dadurch können sie bis zu fünf Mal schneller bauen. Da Glasfaser Licht- und keine elektrischen Signale überträgt, können ihr äußere Einflüsse wie Frost, Feuchtigkeit oder Blitzschläge auch bei einer geringeren Verlegetiefe nichts anhaben. Moderne Verlegemethoden minimieren zudem den Bodenaushub und die Belastung für Mensch und Natur und sind dadurch ressourcenschonender als konventionelle Verfahren.
Deutsche Glasfaser bevorzugt das Fräsverfahren und setzt in unbefestigten Oberflächen außerhalb geschlossener Ortschaften auch auf den Pflug.

(Quelle: Deutsche Glasfaser)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Informier' dich doch!

Jetzt den monatlichen 3R-info-Newsletter abonnieren!

OPAL: Eigentümerwechsel bei Gaspipeline für Kernnetz
OPAL: Eigentümerwechsel bei Gaspipeline für Kernnetz

Uniper hat seine 20-prozentige Beteiligung an der rund 470 Kilometer langen Gaspipeline OPAL an den Infrastrukturinvestor Hy24 verkauft. Die Leitung zwischen Lubmin und Brandov wird zukünftig Teil des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes. Die Übertragung erfolgt über sämtliche Anteile an der Lubmin-Brandov Assets GmbH & Co. KG und erfüllt eine Auflage aus dem EU-beihilferechtlichen Genehmigungsverfahren vom Dezember 2022.

mehr lesen
BNetzA-Entwurf zur Kapitalverzinsung der Gasnetze stößt auf Widerstand
BNetzA-Entwurf zur Kapitalverzinsung der Gasnetze stößt auf Widerstand

Mehrere Branchenverbände haben den Entwurf der Bundesnetzagentur (BNetzA) zur künftigen Kapitalverzinsung der Gasnetze kritisiert. Der FNB Gas e.V. hat eine Anpassung des Zinssatzes von 3,76 Prozent auf 5,51 Prozent gefordert. Grund dafür seien mehrere Umsetzungsfehler in der Methodenfestlegung der BNetzA, die ein finanzwissenschaftliches Gutachten aufdeckt. Der BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. und der VKU – Verband kommunaler Unternehmen e.V. haben in einer gemeinsamen Stellungnahme ähnliche Verbesserungen verlangt. Der Entwurf sei wirtschaftlich und methodisch unzureichend und gefährde die Transformation der Netze hin zur Klimaneutralität, teilen die Verbände mit. Zusätzlich schlagen sie eine Verschiebung der Festlegung auf Anfang 2027 vor.

mehr lesen
Einbaugarnituren-Rehabilitation: Instandsetzung über die Straßenkappe
Einbaugarnituren-Rehabilitation: Instandsetzung über die Straßenkappe

Nach Angaben des Verfahrensanbieters wurden bundesweit inzwischen mehr als 4.000 Einbaugarnituren-Rehabilitationen abgeschlossen. Das Interesse an der minimalinvasiven Instandsetzung wächst insbesondere dort, wo Verkehrsflächen möglichst erhalten und Eingriffe in den Straßenkörper reduziert werden sollen. Doch wann ist das Verfahren eine Alternative zur konventionellen Tiefbaumaßnahme – und wo liegen seine Grenzen?

mehr lesen
Saarland startet Bau grenzüberschreitender Wasserstoffleitung
Saarland startet Bau grenzüberschreitender Wasserstoffleitung

Der Netzbetreiber Creos Deutschland hat in Wallerfangen den Bau einer neuen Wasserstoffleitung gestartet. Die rund 17 Kilometer lange Trasse zwischen Leidingen und Dillingen bildet den deutschen Abschnitt der grenzüberschreitenden Verbindung MosaHYc, die künftig Wasserstoff aus Frankreich ins Saarland transportieren soll. Die Bauarbeiten sollen rund eineinhalb Jahre dauern.

mehr lesen
Stadtentwässerungen rüsten sich gegen Trockenheit und Fachkräftemangel
Stadtentwässerungen rüsten sich gegen Trockenheit und Fachkräftemangel

Trockene Sommer und ein wachsender Fachkräftemangel setzen kommunale Abwasserbetriebe unter Druck. Das Institut für Unterirdische Infrastruktur (IKT) hat mit 2 Initiativen im Rahmen des KomNetABWASSER reagiert: einem Strategiedialog zu Trockenheit und Hitze sowie einer neuen berufsbegleitenden Studienreihe für Fachkräfte in der Stadtentwässerung. Beide Angebote richten sich an kommunale Betriebe, die sich auf veränderte Bedingungen einstellen müssen.

mehr lesen

Publikationen zum Thema