Generic filters
FS Logoi

Stromverbrauchern droht weiterer Kostenanstieg

Der Strompreis für private Haushalte könnte sich in den kommenden vier Jahren um bis zu 13 % verteuern. Das prognostiziert das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) für den Fall, dass das Erneuerbare Energien Gesetz nicht grundlegend reformiert wird.

von | 10.12.13

NULL
Der Strompreis für private Haushalte könnte sich in den kommenden vier Jahren um bis zu 13 Prozent verteuern. Das prognostiziert das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) für den Fall, dass das Erneuerbare Energien Gesetz nicht grundlegend reformiert wird. Für Industrieunternehmen, die nicht von Ausnahmeregelungen profitieren (99 % aller Unternehmen), würde der Strompreis sogar um 19% steigen. Das IW Köln hat im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) die einzelnen Bestandteile des Strompreises untersucht und deren weitere Kostenentwicklung anhand von Szenarien geschätzt. „Die neue Bundesregierung hat eine große Aufgabe. Kleinteilige Änderungen an der Förderung reichen nicht aus, um die Energiewende effizient zu gestalten“, so Studienleiter und Energieexperte des IW Köln, Dr. Hubertus Bardt. „Ein großer Wurf für mehr Wettbewerb ist nötig, um wettbewerbsfähige Strompreise zu sichern.“ Die Studie des IW verdeutlicht: Die Umlage zur Finanzierung der Erneuerbaren Energien ist und bleibt der größte Stromkostentreiber. Die über die EEG-Umlage zu finanzierenden Subventionen für die Erneuerbaren Energien könnten im ungünstigsten Fall bis 2018 von heute rund 16,5 auf 31 Milliarden Euro steigen. Dies entspräche einem Anstieg der EEG-Kernumlage auf 8,1 Cent. Selbst im günstigsten Fall, bei dem angenommen wird, dass sich die Ausbaugeschwindigkeit der Erneuerbaren Energien verlangsamt und gleichzeitig die Kosten der Ökostromproduktion schnell sinken, stiege der Subventionsbedarf durch das EEG immer noch um rund 3 Milliarden Euro. Ab dem kommenden Jahr zahlen die Stromverbraucher über 30 Milliarden Euro für Steuern, Abgaben und Umlagen. Dies entspricht einem staatlichen Anteil von 51,7 % am privaten Strombezug. Die vom Staat verursachten Kosten erreichen damit einen neuen Höchststand. Ohne eine grundlegende Strukturreform des gesamten Strommarkts könnte der Staatsanteil bis 2018 sogar auf bis zu 56 % ansteigen. „Ein leistungsfähiges Deutschland braucht bezahlbare Strompreise. Der Staat treibt den Strompreis immer mehr nach oben und verzerrt den Markt für Strom. Die große Koalition hat die Dramatik der steigenden Strompreise zwar erkannt, echte Reformen aber auf die nächste Legislaturperiode verschoben“, kommentiert INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr. Die Studie „Strompreis-Check, wie viel Markt steckt heute und in Zukunft im Strompreis?“ finden Sie hier als pdf-Download

Der Strompreis für private Haushalte könnte sich in den kommenden vier Jahren um bis zu 13 Prozent verteuern. Das prognostiziert das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) für den Fall, dass das Erneuerbare Energien Gesetz nicht grundlegend reformiert wird. Für Industrieunternehmen, die nicht von Ausnahmeregelungen profitieren (99 % aller Unternehmen), würde der Strompreis sogar um 19% steigen. Das IW Köln hat im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) die einzelnen Bestandteile des Strompreises untersucht und deren weitere Kostenentwicklung anhand von Szenarien geschätzt.

„Die neue Bundesregierung hat eine große Aufgabe. Kleinteilige Änderungen an der Förderung reichen nicht aus, um die Energiewende effizient zu gestalten“, so Studienleiter und Energieexperte des IW Köln, Dr. Hubertus Bardt. „Ein großer Wurf für mehr Wettbewerb ist nötig, um wettbewerbsfähige Strompreise zu sichern.“
Die Studie des IW verdeutlicht: Die Umlage zur Finanzierung der Erneuerbaren Energien ist und bleibt der größte Stromkostentreiber. Die über die EEG-Umlage zu finanzierenden Subventionen für die Erneuerbaren Energien könnten im ungünstigsten Fall bis 2018 von heute rund 16,5 auf 31 Milliarden Euro steigen. Dies entspräche einem Anstieg der EEG-Kernumlage auf 8,1 Cent. Selbst im günstigsten Fall, bei dem angenommen wird, dass sich die Ausbaugeschwindigkeit der Erneuerbaren Energien verlangsamt und gleichzeitig die Kosten der Ökostromproduktion schnell sinken, stiege der Subventionsbedarf durch das EEG immer noch um rund 3 Milliarden Euro.

Ab dem kommenden Jahr zahlen die Stromverbraucher über 30 Milliarden Euro für Steuern, Abgaben und Umlagen. Dies entspricht einem staatlichen Anteil von 51,7 % am privaten Strombezug. Die vom Staat verursachten Kosten erreichen damit einen neuen Höchststand. Ohne eine grundlegende Strukturreform des gesamten Strommarkts könnte der Staatsanteil bis 2018 sogar auf bis zu 56 % ansteigen.
„Ein leistungsfähiges Deutschland braucht bezahlbare Strompreise. Der Staat treibt den Strompreis immer mehr nach oben und verzerrt den Markt für Strom. Die große Koalition hat die Dramatik der steigenden Strompreise zwar erkannt, echte Reformen aber auf die nächste Legislaturperiode verschoben“, kommentiert INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr.

Die Studie „Strompreis-Check, wie viel Markt steckt heute und in Zukunft im Strompreis?“ finden Sie hier als pdf-Download

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Informier' dich doch!

Jetzt den monatlichen 3R-info-Newsletter abonnieren!

Saarland startet Bau grenzüberschreitender Wasserstoffleitung
Saarland startet Bau grenzüberschreitender Wasserstoffleitung

Der Netzbetreiber Creos Deutschland hat in Wallerfangen den Bau einer neuen Wasserstoffleitung gestartet. Die rund 17 Kilometer lange Trasse zwischen Leidingen und Dillingen bildet den deutschen Abschnitt der grenzüberschreitenden Verbindung MosaHYc, die künftig Wasserstoff aus Frankreich ins Saarland transportieren soll. Die Bauarbeiten sollen rund eineinhalb Jahre dauern.

mehr lesen
Stadtentwässerungen rüsten sich gegen Trockenheit und Fachkräftemangel
Stadtentwässerungen rüsten sich gegen Trockenheit und Fachkräftemangel

Trockene Sommer und ein wachsender Fachkräftemangel setzen kommunale Abwasserbetriebe unter Druck. Das Institut für Unterirdische Infrastruktur (IKT) hat mit 2 Initiativen im Rahmen des KomNetABWASSER reagiert: einem Strategiedialog zu Trockenheit und Hitze sowie einer neuen berufsbegleitenden Studienreihe für Fachkräfte in der Stadtentwässerung. Beide Angebote richten sich an kommunale Betriebe, die sich auf veränderte Bedingungen einstellen müssen.

mehr lesen
Krankenhaus schließt an neues Fernwärmenetz an
Krankenhaus schließt an neues Fernwärmenetz an

Das Klinikum Bremen-Nord hat seine Wärmeversorgung von Erdgas auf Fernwärme umgestellt. Das hat Enercity Contracting am 2. September mitgeteilt. Seit dem 22. Juni hat das Krankenhaus Wärme aus dem Ersatzbrennstoff-Heizkraftwerk im Wollkämmerei-Quartier über das neue Netz bezogen. Die Umstellung hat jährlich 7,7 Millionen Kilowattstunden Erdgas und rund 1.500 Tonnen Kohlendioxid eingespart. Der Anschluss markiert zugleich den Abschluss des ersten Bauabschnitts des Wärmenetzes in Bremen-Nord.

mehr lesen
Wie lässt sich die Regenwasserbewirtschaftung digital planen?
Wie lässt sich die Regenwasserbewirtschaftung digital planen?

Der AquaFlowManager von Funke Kunststoffe unterstützt die digitale Planung und Dimensionierung von Anlagen zur Regenwasserbewirtschaftung. Das webbasierte Tool führt Planer, Kommunen und ausführende Unternehmen von der Berechnung über Produktauswahl und Kostenabschätzung bis zur Dokumentation.

mehr lesen

Publikationen zum Thema