Generic filters
FS Logoi

Bedarf an Reservekraftwerken

Im kommenden Winter werden Reservekraftwerke mit einer Leistung von 2.540 MW benötigt. Die Bundesnetzagentur hat am 16.09.2013 den von den Übertragungsnetzbetreibern (ÜNB) ermittelten Bedarf bestätigt.

von | 16.09.13

NULL
Die Analysen, die die Übertragungsnetzbetreiber der Bundesnetzagentur vorgelegt haben, zeigen, dass konventionelle Kraftwerksleistung in ähnlicher Höhe wie im vergangenen Winter vorgehalten werden muss, um einen sicheren und zuverlässigen Netzbetrieb zu gewährleisten. Im Rahmen von bereits aus den Vorjahren bestehenden vertraglichen Bindungen sind bereits 2.022 MW gesichert", erläuterte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. "Zur Ermittlung des Reservebedarfs wurden insbesondere technische Bedarfsanalysen durchgeführt und mögliche Ausfallszenarien für den kommenden Winter betrachtet." Das Vorhalten von Kraftwerksleistung dient zur Behebung von kritischen Situationen im Übertragungsnetz, die durch eine erhöhte Einspeisung aus erneuerbaren Energien und dem Abschalten von konventionellen Kraftwerken entstehen. Die sog. Reservekraftwerke sollen in extremen Netzsituationen zur Verfügung stehen. Sie sind eine zusätzliche Absicherung, wenn das Redispatchpotenzial sämtlicher am Markt befindlicher Kraftwerke ausgeschöpft ist. Die ÜNB haben ihren Berechnungen zwei mit der Bundesnetzagentur abgestimmte Szenarien zugrunde gelegt, die jeweils einen Werktag im Winter unter der Annahme bestimmter Ausfälle und Revisionen von Kraftwerken betrachten. Die Szenarien unterscheiden sich insbesondere durch die Annahme einer sehr hohen bzw. einer relativ geringen Einspeisung durch Windenergieanlagen. Die Bestätigung des Bedarfs an Reservekraftwerken stellt den ersten Schritt des in der Reservekraftwerksverordnung vorgesehenen Prozesses zur Sicherung von konventioneller Kraftwerksleistung für den kommenden Winter dar. Die ÜNB führen nun bis zum 1. Oktober 2013 ein Interessensbekundungsverfahren durch, in dem Betreiber von stillgelegten Kraftwerken ihr Kraftwerk zur Aufnahme in die Netzreserve vorschlagen können. Anschließend prüfen die ÜNB in Abstimmung mit der Bundesnetzagentur die Interessensbekundungen und führen entsprechende Vertragsverhandlungen. Nach der Bestätigung des Bedarfs an Reservekraftwerken für den kommenden Winter wird die Bundesnetzagentur die Ergebnisse der Systemanalyse für den Winter 2015/2016 prüfen und ggf. bestätigen. Feststellung Reservekraftwerksbedarf Winter 2013/14 (pdf, 1 MB) Systemanalyse der Übertragungsnetzbetreiber für den Winter 2013/14 (pdf, 3 MB)

Die Analysen, die die Übertragungsnetzbetreiber der Bundesnetzagentur vorgelegt haben, zeigen, dass konventionelle Kraftwerksleistung in ähnlicher Höhe wie im vergangenen Winter vorgehalten werden muss, um einen sicheren und zuverlässigen Netzbetrieb zu gewährleisten. Im Rahmen von bereits aus den Vorjahren bestehenden vertraglichen Bindungen sind bereits 2.022 MW gesichert”, erläuterte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. “Zur Ermittlung des Reservebedarfs wurden insbesondere technische Bedarfsanalysen durchgeführt und mögliche Ausfallszenarien für den kommenden Winter betrachtet.”

Das Vorhalten von Kraftwerksleistung dient zur Behebung von kritischen Situationen im Übertragungsnetz, die durch eine erhöhte Einspeisung aus erneuerbaren Energien und dem Abschalten von konventionellen Kraftwerken entstehen. Die sog. Reservekraftwerke sollen in extremen Netzsituationen zur Verfügung stehen. Sie sind eine zusätzliche Absicherung, wenn das Redispatchpotenzial sämtlicher am Markt befindlicher Kraftwerke ausgeschöpft ist.

Die ÜNB haben ihren Berechnungen zwei mit der Bundesnetzagentur abgestimmte Szenarien zugrunde gelegt, die jeweils einen Werktag im Winter unter der Annahme bestimmter Ausfälle und Revisionen von Kraftwerken betrachten. Die Szenarien unterscheiden sich insbesondere durch die Annahme einer sehr hohen bzw. einer relativ geringen Einspeisung durch Windenergieanlagen.

Die Bestätigung des Bedarfs an Reservekraftwerken stellt den ersten Schritt des in der Reservekraftwerksverordnung vorgesehenen Prozesses zur Sicherung von konventioneller Kraftwerksleistung für den kommenden Winter dar. Die ÜNB führen nun bis zum 1. Oktober 2013 ein Interessensbekundungsverfahren durch, in dem Betreiber von stillgelegten Kraftwerken ihr Kraftwerk zur Aufnahme in die Netzreserve vorschlagen können. Anschließend prüfen die ÜNB in Abstimmung mit der Bundesnetzagentur die Interessensbekundungen und führen entsprechende Vertragsverhandlungen.

Nach der Bestätigung des Bedarfs an Reservekraftwerken für den kommenden Winter wird die Bundesnetzagentur die Ergebnisse der Systemanalyse für den Winter 2015/2016 prüfen und ggf. bestätigen.

Feststellung Reservekraftwerksbedarf Winter 2013/14 (pdf, 1 MB)

Systemanalyse der Übertragungsnetzbetreiber für den Winter 2013/14 (pdf, 3 MB)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Informier' dich doch!

Jetzt den monatlichen 3R-info-Newsletter abonnieren!

Anhaltende Trockenheit lässt Wasserkraftzuflüsse in den Alpen einbrechen
Anhaltende Trockenheit lässt Wasserkraftzuflüsse in den Alpen einbrechen

Die Zuflüsse zu Speicherseen und Laufwasserkraftwerken im Alpenraum sind im Juli auf einen historischen Tiefstand gesunken. Das hat eine Analyse des Energieinformationsanbieters Montel ergeben. Ursache ist die anhaltende Trockenperiode in Österreich und der Schweiz, die auch die Wasserkraftproduktion in Deutschland und Frankreich gedrückt hat. Mit einer Erholung rechnen Fachleute frühestens im September.

mehr lesen
Leitungsnetz transportiert ersten Wasserstoff von Lingen zum Chemiepark Marl
Leitungsnetz transportiert ersten Wasserstoff von Lingen zum Chemiepark Marl

Über ein rund 120 Kilometer langes Leitungsnetz ist nun erstmals Wasserstoff aus der RWE-Elektrolyseanlage in Lingen zum Chemiepark in Marl geflossen. Die Fernleitungsnetzbetreiber Nowega und OGE haben die Leitungen gemeinsam mit der Evonik-Tochter SYNEQT für den Transport bereitgestellt. Damit hat einer der ersten fertiggestellten Abschnitte des bundesweiten Wasserstoff-Kernnetzes den Betrieb aufgenommen.

mehr lesen
Talsperrenbetreiber reduziert Wasserabgabe an die Wupper
Talsperrenbetreiber reduziert Wasserabgabe an die Wupper

Der Wupperverband hat die Wasserabgabe aus der Wupper-Talsperre reduziert. Am Pegel Kluserbrücke in Wuppertal fließen ab sofort rund 3.000 Liter Wasser pro Sekunde statt bisher 3.500 Liter. Grund für die Anpassung ist die anhaltende Trockenheit im Wuppergebiet im Wasserwirtschaftsjahr 2026.

mehr lesen
Digitale FachTalks vernetzen Praxis und Wissenschaft der Leitungssanierung
Digitale FachTalks vernetzen Praxis und Wissenschaft der Leitungssanierung

Der Bundesverband grabenlose Technologien (BGT) hat mit den BGT-FachTalks ein digitales Veranstaltungsformat etabliert, das Netzbetreiber, Kommunen, Ingenieurbüros, Hersteller und ausführende Unternehmen zu aktuellen Branchenthemen zusammenbringt. In den vergangenen Monaten haben bereits mehrere kostenfreie Online-Veranstaltungen zu Künstlicher Intelligenz in der Kanalinspektion, zur neuen EU-Trinkwasser-Richtlinie und zu technischen Regelwerken stattgefunden. Der Verband hat damit auf den wachsenden Bedarf an schnellem, praxisnahem Wissenstransfer in der Branche reagiert.

mehr lesen
Dezentrale Anlagen gewinnen Wasser und Nährstoffe aus Abwasser zurück
Dezentrale Anlagen gewinnen Wasser und Nährstoffe aus Abwasser zurück

Im Forschungsprojekt DECIRE-WATER haben internationale Partner unter Leitung des Karlsruher Instituts für Technologie und der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) dezentrale Aufbereitungssysteme entwickelt, die Wasser effizient wieder nutzbar machen und gleichzeitig wertvolle Ressourcen zurückgewinnen. An sechs Demonstrationsstandorten in Europa und Südafrika haben die Beteiligten seit einem Jahr modulare Anlagen mit bepflanzten Bodenfiltern und ergänzender Rohrleitungstechnik in Betrieb genommen.

mehr lesen

Publikationen zum Thema