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DVGW zur Versorgungssicherheit im Gasmarkt

Transportwege diversifizieren, Warnsignale erkennen, Versorgungssicherheit stärken: Studie „Korrelationsanalyse: Versorgungssicherheit und Gasmarkt" zum Download

von | 10.12.14

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DVGW zur Versorgungssicherheit im Gasmarkt

Transportwege diversifizieren, Warnsignale erkennen, Versorgungssicherheit stärken
Die Versorgungssicherheit im Gasmarkt rückt mit der Russland-/Ukraine-Krise immer stärker ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Nicht zuletzt nach den neuesten Äußerungen Russlands zum Thema Leitungsbau in Europa. Ähnlich heiß diskutiert wird auch die energiepolitische Bedeutung einer verlässlichen und leistungsfähigen Netzinfrastruktur, die mit rund 477.000 km Ferngasleitungen und Gasverteilnetzen den Transport und die Verteilung von Erdgas in Deutschland sicherstellt.
Die Erdgasbranche ist daher gefordert, die Diversifizierung der Transportrouten weiter voranzutreiben. Darüber hinaus muss die Branche auf das Auseinanderbrechen der integrierten Verantwortung für die Versorgungssicherheit im Rahmen des Unbundling zielgenau reagieren.

„Der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) und seine Mitgliedsunternehmen haben hier mit der Planung eines Ampelsystems zur Früherkennung von Gasmangelsituationen einen wichtigen Beitrag geleistet“, erklärte DVGW-Vizepräsident Dr. Thomas Hüwener am 26. November 2014 im Rahmen des vom Forum für Zukunftsenergien ausgerichteten „Internationalen Energiedialogs“ in Berlin.

Hüwener, zugleich Technischer Geschäftsführer der Open Grid Europe, Deutschlands größter Erdgastransportgesellschaft, betonte, dass zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit mit Gas ein transparentes Informationsmanagement erforderlich sei. Dies müsse alle Marktpartner in die Lage versetzen, ihre Verantwortung präventiv wahrzunehmen. So habe zuletzt eine DVGW-Studie geeignete Warn- und Knappheitssignale identifiziert. Diese Signale reichten von Wetterprognosen im Tages- bis Wochenbereich über Gaspreisentwicklungen bis zu Speicherfüllständen. Im weiteren werde nun untersucht, inwieweit einzelne Warn- und Knappheitssignale eine Prognose der kurzfristigen Versorgungssituation zulassen. „Ziel ist eine Darstellung etwa in Form von Netzampeln je Regelenergiezone, das heißt einer Farbskala zur Anzeige der Kritikalität, um die Marktpartner auf sich verändernde Versorgungssituationen aufmerksam zu machen“, so der DVGW-Vizepräsident. Für diesen Winter sei eine Testphase mit Echtzeitdaten vereinbart worden, um die Prognosegüte zu validieren und über das weitere Vorgehen zur Entwicklung von Netzampeln zu entscheiden.

Gleichzeitig bekräftigte Hüwener, dass eine weitere Diversifizierung der Quellen und Transportrouten mittelfristig Vorteile böte, um die Gasversorgung in Europa nachhaltig abzusichern. „Hier ist vor allem der vierte Korridor, um etwa aserbaidschanisches Erdgas über die Trans Adriatic Pipeline (TAP) nach Italien zu bringen, von großem Interesse. Zudem muss verflüssigtes Erdgas (LNG), das zum Beispiel über die Nachbarländer Belgien und die Niederlande nach Deutschland kommen kann, stärker in die geostrategischen Überlegungen mit einbezogen werden“, machte der DVGW-Vizepräsident deutlich.

Zudem werde Erdgas als klimafreundlicher Energieträger bei der Energiewende auch im Verkehrssektor eine wichtige Rolle einnehmen, da es unter allen fossilen Kraftstoffen mit Abstand die geringsten CO2-Emissionen aufweise. Gegenüber dem Einsatz von Benzin und Diesel ließen sich mit Erdgas als Kraftstoff bis zu 24 Prozent des klimaschädlichen Treibhausgases einsparen. Darüber hinaus sei der CO2-Ausstoß von Erdgas auf der Basis des Energieäquivalents um 45 Prozent niedriger als der von Kohle und um 27 Prozent niedriger als der von Erdöl.

Die Studie „Korrelationsanalyse: Versorgungssicherheit und Gasmarkt“ (3,3 MB) steht unter folgendem Link zum Download bereit:
www.dvgw.de/fileadmin/dvgw/gas/organisation/studie_korrelationsanalyse_versorgungssicherheit_gasmarkt.pdf

Bildquelle: Open Grid Europe

DVGW zur Versorgungssicherheit im Gasmarkt

Transportwege diversifizieren, Warnsignale erkennen, Versorgungssicherheit stärken
Die Versorgungssicherheit im Gasmarkt rückt mit der Russland-/Ukraine-Krise immer stärker ins Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit. Nicht zuletzt nach den neuesten Äußerungen Russlands zum Thema Leitungsbau in Europa. Ähnlich heiß diskutiert wird auch die energiepolitische Bedeutung einer verlässlichen und leistungsfähigen Netzinfrastruktur, die mit rund 477.000 km Ferngasleitungen und Gasverteilnetzen den Transport und die Verteilung von Erdgas in Deutschland sicherstellt.
Die Erdgasbranche ist daher gefordert, die Diversifizierung der Transportrouten weiter voranzutreiben. Darüber hinaus muss die Branche auf das Auseinanderbrechen der integrierten Verantwortung für die Versorgungssicherheit im Rahmen des Unbundling zielgenau reagieren.

„Der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) und seine Mitgliedsunternehmen haben hier mit der Planung eines Ampelsystems zur Früherkennung von Gasmangelsituationen einen wichtigen Beitrag geleistet“, erklärte DVGW-Vizepräsident Dr. Thomas Hüwener am 26. November 2014 im Rahmen des vom Forum für Zukunftsenergien ausgerichteten „Internationalen Energiedialogs“ in Berlin.

Hüwener, zugleich Technischer Geschäftsführer der Open Grid Europe, Deutschlands größter Erdgastransportgesellschaft, betonte, dass zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit mit Gas ein transparentes Informationsmanagement erforderlich sei. Dies müsse alle Marktpartner in die Lage versetzen, ihre Verantwortung präventiv wahrzunehmen. So habe zuletzt eine DVGW-Studie geeignete Warn- und Knappheitssignale identifiziert. Diese Signale reichten von Wetterprognosen im Tages- bis Wochenbereich über Gaspreisentwicklungen bis zu Speicherfüllständen. Im weiteren werde nun untersucht, inwieweit einzelne Warn- und Knappheitssignale eine Prognose der kurzfristigen Versorgungssituation zulassen. „Ziel ist eine Darstellung etwa in Form von Netzampeln je Regelenergiezone, das heißt einer Farbskala zur Anzeige der Kritikalität, um die Marktpartner auf sich verändernde Versorgungssituationen aufmerksam zu machen“, so der DVGW-Vizepräsident. Für diesen Winter sei eine Testphase mit Echtzeitdaten vereinbart worden, um die Prognosegüte zu validieren und über das weitere Vorgehen zur Entwicklung von Netzampeln zu entscheiden.

Gleichzeitig bekräftigte Hüwener, dass eine weitere Diversifizierung der Quellen und Transportrouten mittelfristig Vorteile böte, um die Gasversorgung in Europa nachhaltig abzusichern. „Hier ist vor allem der vierte Korridor, um etwa aserbaidschanisches Erdgas über die Trans Adriatic Pipeline (TAP) nach Italien zu bringen, von großem Interesse. Zudem muss verflüssigtes Erdgas (LNG), das zum Beispiel über die Nachbarländer Belgien und die Niederlande nach Deutschland kommen kann, stärker in die geostrategischen Überlegungen mit einbezogen werden“, machte der DVGW-Vizepräsident deutlich.

Zudem werde Erdgas als klimafreundlicher Energieträger bei der Energiewende auch im Verkehrssektor eine wichtige Rolle einnehmen, da es unter allen fossilen Kraftstoffen mit Abstand die geringsten CO2-Emissionen aufweise. Gegenüber dem Einsatz von Benzin und Diesel ließen sich mit Erdgas als Kraftstoff bis zu 24 Prozent des klimaschädlichen Treibhausgases einsparen. Darüber hinaus sei der CO2-Ausstoß von Erdgas auf der Basis des Energieäquivalents um 45 Prozent niedriger als der von Kohle und um 27 Prozent niedriger als der von Erdöl.

Die Studie „Korrelationsanalyse: Versorgungssicherheit und Gasmarkt“ (3,3 MB) steht unter folgendem Link zum Download bereit:
www.dvgw.de/fileadmin/dvgw/gas/organisation/studie_korrelationsanalyse_versorgungssicherheit_gasmarkt.pdf

Bildquelle: Open Grid Europe

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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