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Kläranlagen in Europa: Höhere Kapazitäten, träger Markt

Bis 2017 erwartet ecoprog Investitionen in europäische Kläranlagen in Höhe von rund 37,6 Milliarden Euro. In Süd- und Osteuropa wird die Wachstumsdynamik am stärksten sein. Deutschland bleibt der größte Ländermarkt.

von | 30.09.13

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Die Qualität in der Abwasserbehandlung in Europa nimmt weiter zu. Derzeit sind in den 28 Ländern der Europäischen Union sowie in Island, Norwegen und der Schweiz zusammen rund 71.000 kommunale Kläranlagen in Betrieb. Diese Kläranlagen behandeln nicht nur das kommunale Abwasser, sondern in vielen Fällen auch die organischen Schmutzfrachten von angeschlossenen Gewerbebetrieben. Insgesamt verfügen die kommunalen Kläranlagen über eine Behandlungskapazität von rund 775 Millionen Einwohnerwerten. Diese Einwohnerwerte beschreiben die durchschnittliche organische Schmutzfracht je Einwohner und Tag. In den vergangenen Jahren sind die Kapazitäten in der kommunalen Abwasserreinigung in Europa gestiegen. Vor allem in Osteuropa wurden in mittleren und kleineren Orten zahlreiche neue Anlagen errichtet. In den Großstädten wurden die bereits existierenden Anlagen mit biologischer Abwasserbehandlung und zusätzlichen Verfahren ausgestattet. 2011 ging im rumänischen Bukarest die vorerst letzte Anlage für eine Millionenstadt in der EU neu in Betrieb. Auch in der Zukunft bleibt die EU-Richtlinie über die Behandlung von kommunalem Abwasser der Haupttreiber für Neubau- und Upgrade-Maßnahmen in die kommunale Abwasserbehandlung. Auch in den Altstaaten der EU, die die Vorgaben bis Ende 2005 umsetzen sollten, stehen noch Anpassungsinvestitionen an. So wurde Italien noch 2012 vom Europäischen Gerichtshof zu der Nachbesserung der Abwasserbehandlung in über 80 Siedlungsgebieten verurteilt. Auch in Frankreich wird die Umsetzung eines Nachbesserungsprogramms noch mehrere Jahre dauern. In vielen jungen EU-Mitgliedstaaten im Osten Europas wird die bisherige Aufbauleistung in den kommenden Jahren erstmals überprüft. Die Erfahrung hat zeigt, dass eine solche Überprüfung durch die EU in vielen Fällen zu Nachbesserungen führt. In einigen jungen EU-Ländern gelten noch immer Übergangsfristen für die Umsetzung der Richtlinie über die Behandlung von kommunalem Abwasser. Rumänien und Kroatien müssen die Vorgaben zum Beispiel erst bis 2015 und 2023 erfüllen. In den meisten EU-Altstaaten ist der Aufbau der kommunalen Abwasserbehandlung jedoch abgeschlossen. In Ländern wie Deutschland, den Niederlanden und in Skandinavien dominieren Instandhaltungs- und Erneuerungsinvestitionen. Insgesamt machen diese Investitionen in den kommenden fünf Jahren geschätzt über 80 % aller Investitionen in kommunale Kläranlagen aus. Der europäische Markt für Kläranlagen lebt somit zunehmend vom Bestand, während Neubau und Upgrade einen immer geringeren Anteil der Investitionen ausmachen. Alles in allem erwartet ecoprog Investitionen von 37,6 Milliarden Euro bis 2017. Deutschland ist mit einem Anteil von knapp 20 % der größte Einzelmarkt in Europa. Das Land verfügt über Behandlungskapazitäten in einer Größenordnung von 145 Millionen Einwohnerwerten. Frankreich verzeichnet mit über 19.000 kommunalen Kläranlagen die höchste Anlagenzahl. Die Privatisierung der Abwasserentsorgung ist in Europa sehr unterschiedlich stark ausgeprägt. Traditionell ist sie in Mitteleuropa und Skandinavien eher gering, während in Frankreich private Unternehmen bereits im 19. Jahrhundert die Wasserversorgung und anschließend die Abwasserentsorgung aufbauten. In den vergangenen Jahren waren die französischen Weltmarktführer vor allem in Osteuropa erfolgreich, da die dortigen Kommunen häufig mit den Anpassungen im Rahmen des EU-Beitritts technisch und wirtschaftlich überfordert waren. Insgesamt beschränkt sich die Zahl der überregional tätigen privaten Wasserunternehmen in Europa auf 8 bis 10. Die Marktstudie „Der Markt für kommunale Kläranlagen in Europa“ kann unter www.ecoprog.de bestellt werden. Ein Teil des Angebotes ist ein Datensatz mit mehr als 6.000 kommunalen Kläranlagen in Europa. Leseprobe der Studie

Die Qualität in der Abwasserbehandlung in Europa nimmt weiter zu. Derzeit sind in den 28 Ländern der Europäischen Union sowie in Island, Norwegen und der Schweiz zusammen rund 71.000 kommunale Kläranlagen in Betrieb. Diese Kläranlagen behandeln nicht nur das kommunale Abwasser, sondern in vielen Fällen auch die organischen Schmutzfrachten von angeschlossenen Gewerbebetrieben. Insgesamt verfügen die kommunalen Kläranlagen über eine Behandlungskapazität von rund 775 Millionen Einwohnerwerten. Diese Einwohnerwerte beschreiben die durchschnittliche organische Schmutzfracht je Einwohner und Tag.

In den vergangenen Jahren sind die Kapazitäten in der kommunalen Abwasserreinigung in Europa gestiegen. Vor allem in Osteuropa wurden in mittleren und kleineren Orten zahlreiche neue Anlagen errichtet. In den Großstädten wurden die bereits existierenden Anlagen mit biologischer Abwasserbehandlung und zusätzlichen Verfahren ausgestattet. 2011 ging im rumänischen Bukarest die vorerst letzte Anlage für eine Millionenstadt in der EU neu in Betrieb.

Auch in der Zukunft bleibt die EU-Richtlinie über die Behandlung von kommunalem Abwasser der Haupttreiber für Neubau- und Upgrade-Maßnahmen in die kommunale Abwasserbehandlung. Auch in den Altstaaten der EU, die die Vorgaben bis Ende 2005 umsetzen sollten, stehen noch Anpassungsinvestitionen an. So wurde Italien noch 2012 vom Europäischen Gerichtshof zu der Nachbesserung der Abwasserbehandlung in über 80 Siedlungsgebieten verurteilt. Auch in Frankreich wird die Umsetzung eines Nachbesserungsprogramms noch mehrere Jahre dauern.

In vielen jungen EU-Mitgliedstaaten im Osten Europas wird die bisherige Aufbauleistung in den kommenden Jahren erstmals überprüft. Die Erfahrung hat zeigt, dass eine solche Überprüfung durch die EU in vielen Fällen zu Nachbesserungen führt. In einigen jungen EU-Ländern gelten noch immer Übergangsfristen für die Umsetzung der Richtlinie über die Behandlung von kommunalem Abwasser. Rumänien und Kroatien müssen die Vorgaben zum Beispiel erst bis 2015 und 2023 erfüllen.

In den meisten EU-Altstaaten ist der Aufbau der kommunalen Abwasserbehandlung jedoch abgeschlossen. In Ländern wie Deutschland, den Niederlanden und in Skandinavien dominieren Instandhaltungs- und Erneuerungsinvestitionen. Insgesamt machen diese Investitionen in den kommenden fünf Jahren geschätzt über 80 % aller Investitionen in kommunale Kläranlagen aus. Der europäische Markt für Kläranlagen lebt somit zunehmend vom Bestand, während Neubau und Upgrade einen immer geringeren Anteil der Investitionen ausmachen. Alles in allem erwartet ecoprog Investitionen von 37,6 Milliarden Euro bis 2017.

Deutschland ist mit einem Anteil von knapp 20 % der größte Einzelmarkt in Europa. Das Land verfügt über Behandlungskapazitäten in einer Größenordnung von 145 Millionen Einwohnerwerten. Frankreich verzeichnet mit über 19.000 kommunalen Kläranlagen die höchste Anlagenzahl.

Die Privatisierung der Abwasserentsorgung ist in Europa sehr unterschiedlich stark ausgeprägt. Traditionell ist sie in Mitteleuropa und Skandinavien eher gering, während in Frankreich private Unternehmen bereits im 19. Jahrhundert die Wasserversorgung und anschließend die Abwasserentsorgung aufbauten. In den vergangenen Jahren waren die französischen Weltmarktführer vor allem in Osteuropa erfolgreich, da die dortigen Kommunen häufig mit den Anpassungen im Rahmen des EU-Beitritts technisch und wirtschaftlich überfordert waren. Insgesamt beschränkt sich die Zahl der überregional tätigen privaten Wasserunternehmen in Europa auf 8 bis 10.

Die Marktstudie „Der Markt für kommunale Kläranlagen in Europa“ kann unter www.ecoprog.de bestellt werden. Ein Teil des Angebotes ist ein Datensatz mit mehr als 6.000 kommunalen Kläranlagen in Europa.

Leseprobe der Studie

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