Generic filters
FS Logoi

Der Meeresabschnitt von South Stream-Pipeline geht in die Zielgerade

Der Betreiber des Seeabschnitts der Gas-Pipeline South Stream hat seine Absicht bekräftigt, das Projekt zu finanzieren. Für die Verlegung einer Rohrleitung auf dem Grund des Schwarzen Meeres stellen die Aktionäre von South Stream Transport – das russische Gazprom, der italienische Energieversorger Eni, die deutsche Wintershall und die französische EdF – etwa zehn Milliarden Dollar bereit. Insgesamt wird South Stream über vier Leitungen mit einer Gesamtkapazität von 63 Milliarden Kubikmetern Gas pro Jahr verfügen.

von | 07.10.13

NULL
Der Meeresabschnitt von South Stream soll auf dem Grund des Schwarzen Meeres von der Station „Russkaja“ in Anapa (Gebiet Krasnodar, Föderationskreis Nordkaukasus) bis ins bulgarische Varna verlaufen. Das Gesamtprojekt wird schätzungsweise 16 Milliarden Euro kosten. Die kommerziellen Lieferungen von Gas nach Mittel- und Südeuropa sollen im ersten Quartal 2016 aufgenommen werden, die Vollleistung der Pipeline soll 2018 erreicht werden. Zu den Aussichten des Projekts äußert sich Alexander Rasuwajew, Direktor des Analysezentrums „Alpari“.

„Dass die Leitung durch das Schwarze Meer geht, so wie bei Nord Stream durch die Ostsee, bedeutet, dass es keine Transitländer und dementsprechend keine Transitrisiken geben wird. Die jüngste Information aus Europa spricht dafür, dass die Nachfrage für das Gas sichergestellt ist.“

Heute hat South Stream in Europa keinen Konkurrenten, merken Experten an. Vom Projekt Nabucco haben die Europäer Abstand genommen – sie konnten keinen Lieferanten finden, der die Pipeline hätte füllen können. Die Kapazität der Transadria-Leitung ТАР, durch die aserbaidschanisches Gas fließen wird, beträgt lediglich zehn Milliarden Kubikmeter pro Jahr. Unterdessen vergrößert sich nach Ansicht der Experten das Energiedefizit in Europa. Die Alte Welt ist von der alternativen Energie enttäuscht – sie kommt viel zu teuer, sagt Sergej Prawossudow, Direktor des Instituts für nationale Energetik.

„Die Mehrheit der europäischen Länder steigt aus der Atomenergie aus, und die muss durch etwas anderes ersetzt werden. Die eigene Gasförderung nimmt ab, dieser Prozess ist nicht aufzuhalten. Die Lieferungen aus Nordafrika und dem Nahen Osten gehen zurück. Dort wächst der eigene Konsum, und in diesen Regionen gibt es keine Stabilität.“

Deshalb wundert es nicht, dass die Lieferungen des blauen Brennstoffs nach Europa bereits im ersten Halbjahr 2013 um zehn Prozent und nach Italien um das Dreifache angestiegen sind, sagt Sergej Prawossudow. „In diesem Jahr erleben wir ein stürmisches Exportwachstum bei Gazprom. Das russische Gas erweist sich als meist nachgefragt auf dem europäischen Markt.“

Die Gas-Pipeline South Stream wird die Direkt-Gaslieferungen sicherstellen und damit die Abhängigkeit von der Ukraine senken. Als Gastransitland hat sie schon mehrmals versucht, Gazprom ihre Bedingungen zu diktieren, und Europa in der kalten Jahreszeit sogar den Wärmehahn zugedreht. South Stream wird den Europäern helfen, solchen Schwierigkeiten in Zukunft aus dem Weg zu gehen.

Der Meeresabschnitt von South Stream soll auf dem Grund des Schwarzen Meeres von der Station „Russkaja“ in Anapa (Gebiet Krasnodar, Föderationskreis Nordkaukasus) bis ins bulgarische Varna verlaufen. Das Gesamtprojekt wird schätzungsweise 16 Milliarden Euro kosten. Die kommerziellen Lieferungen von Gas nach Mittel- und Südeuropa sollen im ersten Quartal 2016 aufgenommen werden, die Vollleistung der Pipeline soll 2018 erreicht werden. Zu den Aussichten des Projekts äußert sich Alexander Rasuwajew, Direktor des Analysezentrums „Alpari“.

„Dass die Leitung durch das Schwarze Meer geht, so wie bei Nord Stream durch die Ostsee, bedeutet, dass es keine Transitländer und dementsprechend keine Transitrisiken geben wird. Die jüngste Information aus Europa spricht dafür, dass die Nachfrage für das Gas sichergestellt ist.“

Heute hat South Stream in Europa keinen Konkurrenten, merken Experten an. Vom Projekt Nabucco haben die Europäer Abstand genommen – sie konnten keinen Lieferanten finden, der die Pipeline hätte füllen können. Die Kapazität der Transadria-Leitung ТАР, durch die aserbaidschanisches Gas fließen wird, beträgt lediglich zehn Milliarden Kubikmeter pro Jahr. Unterdessen vergrößert sich nach Ansicht der Experten das Energiedefizit in Europa. Die Alte Welt ist von der alternativen Energie enttäuscht – sie kommt viel zu teuer, sagt Sergej Prawossudow, Direktor des Instituts für nationale Energetik.

„Die Mehrheit der europäischen Länder steigt aus der Atomenergie aus, und die muss durch etwas anderes ersetzt werden. Die eigene Gasförderung nimmt ab, dieser Prozess ist nicht aufzuhalten. Die Lieferungen aus Nordafrika und dem Nahen Osten gehen zurück. Dort wächst der eigene Konsum, und in diesen Regionen gibt es keine Stabilität.“

Deshalb wundert es nicht, dass die Lieferungen des blauen Brennstoffs nach Europa bereits im ersten Halbjahr 2013 um zehn Prozent und nach Italien um das Dreifache angestiegen sind, sagt Sergej Prawossudow.

„In diesem Jahr erleben wir ein stürmisches Exportwachstum bei Gazprom. Das russische Gas erweist sich als meist nachgefragt auf dem europäischen Markt.“

Die Gas-Pipeline South Stream wird die Direkt-Gaslieferungen sicherstellen und damit die Abhängigkeit von der Ukraine senken. Als Gastransitland hat sie schon mehrmals versucht, Gazprom ihre Bedingungen zu diktieren, und Europa in der kalten Jahreszeit sogar den Wärmehahn zugedreht. South Stream wird den Europäern helfen, solchen Schwierigkeiten in Zukunft aus dem Weg zu gehen.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Informier' dich doch!

Jetzt den monatlichen 3R-info-Newsletter abonnieren!

Talsperren bewahren die Ruhr vor dem Trockenfallen
Talsperren bewahren die Ruhr vor dem Trockenfallen

Im Einzugsgebiet der Ruhr sind im Juli nur 22 Millimeter Niederschlag gefallen, 77 Prozent weniger als üblich, wie der Ruhrverband am 7. August mitgeteilt hat. Ohne den Ausgleich durch das Talsperrensystem wäre der Fluss am Pegel Villigst bei Schwerte an 18 von 31 Tagen streckenweise trockengefallen.

mehr lesen
Wärmewende: Studie bestätigt Rolle von Wärmepumpen und Wärmenetzen
Wärmewende: Studie bestätigt Rolle von Wärmepumpen und Wärmenetzen

Das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE und Öko-Institut haben die zweite Ausgabe ihrer Studie zur kommunalen Wärmeplanung vorgelegt. Darin haben sie die Ergebnisse aus rund 380 Wärmeplänen von etwa 940 Kommunen ausgewertet. Die Untersuchung bestätigt, dass Wärmepumpen und Wärmenetze die tragenden Säulen der künftigen Wärmeversorgung in Deutschland bilden, zeigt jedoch weiterhin Lücken bei den Annahmen zu Gebäudesanierung, Biomasseeinsatz und industrieller Prozesswärme.

mehr lesen
Behörde benennt Prüfstelle für Niederschlagswasser an Bahnanlagen
Behörde benennt Prüfstelle für Niederschlagswasser an Bahnanlagen

Das Eisenbahn-Bundesamt hat das IKT – Institut für Unterirdische Infrastruktur als Prüfstelle für dezentrale Niederschlagswasserbehandlungsanlagen an Bahnanlagen benannt, wie das Institut am 5. August mitgeteilt hat. Hersteller können die Reinigungsleistung ihrer Systeme damit künftig für den Einsatz an Gleisanlagen nachweisen lassen, wo neben Schwermetallen auch Herbizide im Abfluss auftreten können.

mehr lesen
CO2-Bilanzierungsregeln bestimmen Wirtschaftlichkeit von Elektrolyseanlagen
CO2-Bilanzierungsregeln bestimmen Wirtschaftlichkeit von Elektrolyseanlagen

Forschende der Universität Mannheim haben berechnet, wie sich CO₂-Bilanzierungsregeln auf die Wirtschaftlichkeit von Power-to-Gas-Anlagen auswirken. Die im Nature Communications veröffentlichte Studie nimmt dabei die Perspektive gewinnorientierter Unternehmen ein. Die Ergebnisse zeigen: Strenge Regeln bieten ausreichende Investitionsanreize bei Renditen von 8 bis 15 Prozent, garantieren aber keinen kohlenstoffarmen Wasserstoff. Weniger strenge Regeln erhöhen die Renditen auf bis zu 23 Prozent.

mehr lesen
WONKa: Bundesnetzagentur ordnet Wasserstoffnetzkosten und Kapitalverzinsung neu
WONKa: Bundesnetzagentur ordnet Wasserstoffnetzkosten und Kapitalverzinsung neu

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat am 29. Juli ein Verfahren zur Neuregelung der Netzkosten und der Kapitalverzinsung für Wasserstoffnetze eingeleitet. Die „Festlegung für einen Wasserstoff-Ordnungsrahmen zu den Netzkosten und Methoden der Kapitalverzinsung” (WONKa) löst die bisherige „Verordnung über die Kosten und Entgelte für den Zugang zu Wasserstoffnetzen“ (WasserstoffNEV) ab und soll eine Regelungslücke bei den Zinssätzen für die Kapitalverzinsung schließen. Sie soll für die Kostengenehmigungsverfahren ab dem Jahr 2028 in Kraft treten. Ein Konsultationsentwurf ist für Dezember angekündigt.

mehr lesen

Publikationen zum Thema