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Nord Stream: fünf Jahre Erdgaslieferungen nach Europa

Vor fünf Jahren, im Oktober 2012, nahmen beide Stränge des zuverlässigen Pipeline-Systems durch die Ostsee den Betrieb auf. Damit können 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas aus Russland zu europäischen Verbrauchern transportiert werden.

von | 09.11.17

Anlandestation der Nordstream in Deutschland. Quelle: Nordstream AG
Die Anlandestation von Nord Stream in Deutschland befindet sich am Energiestandort Lubminer Heide in der Nähe von Greifswald. Das 12 Hektar große Gelände umfasst auch die Übernahmestation der Nord Stream-Anschlussleitungen OPAL und NEL. Im Eingangsbereich der Anlandestation sind Ausdehnungsbögen eingebaut, um eine eventuelle Ausdehnung der Pipeline auszugleichen. Daran schließen sich Sicherheitsabsperrventile und die Molch-Empfangsschleusen an. Das russische Erdgas wird auf der Übernahmestation in die anschließenden Leitungsstränge von OPAL und NEL eingespeist und für den Weitertransport im europäischen Fernleitungssystem vorbereitet.

Zwischen dem 8. Oktober 2012 und dem 7. Oktober 2017 hat Nord Stream insgesamt 182,1 Milliarden m3 Erdgas transportiert. Seit Beginn des Betriebes wurde der Transport über das Pipelinesystem erfolgreich ausgebaut und die Auslastung der Pipeline erhöht. Im Jahr 2014 lag die Auslastung bei 65 % der Jahreskapazität. Im Jahr 2015 erhöhte sie sich weiter auf 71 % und auf 80 % in 2016. Für 2017 wird eine Kapazitätsauslastung von knapp 90 % erwartet.
Während der kalten Wintermonate im vergangenen Jahr (2016/2017), wurde die Pipeline sehr hoch ausgelastet. Die maximal verfügbare tägliche Kapazität wurde bedarfsabhängig genutzt und das Pipelinesystem reagierte ohne Probleme flexibel auf die saisonal bedingte höhere Nachfrage der europäischen Verbraucher.
Die Nord Stream AG arbeitet mit den zuständigen Behörden und Institutionen ebenso eng zusammen wie mit international führenden Dienstleistern und Beratern. Die international anerkannte Zertifizierungsgesellschaft DNV GL beispielsweise zertifiziert regelmäßig das Pipelinesystem und lobt die Nord Stream AG für ihr Engagement für einen sicheren und zuverlässigen Gastransport.
Die Nord Stream AG hat gemeinsam mit den Ländern, die Genehmigungen zum Bau und Betrieb der Pipeline erteilt haben, landesspezifische Umweltmonitoringprogramme entwickelt. Die Investition von etwa 40 Millionen Euro in diese Programme ist nur ein Beispiel für den Einsatz der Nord Stream AG zum Schutz der Ostsee. Die Ergebnisse des Monitorings belegen, dass die Auswirkungen von Bau und Betrieb der Pipelines im Rahmen der Annahmen liegen, die in den Umweltverträglichkeitsprüfungen getroffen wurden: sie sind gering, lokal begrenzt und nur von kurzer Dauer. Zum Erfolg der Nord Stream AG trägt ein internationales Team an Branchenexperten bei, die seit Jahren unermüdlich zusammenarbeiten, um die Versorgungssicherheit der europäischen Verbraucher zu erhöhen.
Hintergrund
Die Nord Stream AG ist ein internationales Joint Venture, das zur Planung, zum Bau und zum Betrieb der zweisträngigen Nord Stream-Pipeline durch die Ostsee gegründet wurde. Die russische OAO Gazprom ist mit 51 % an dem Gemeinschaftsprojekt beteiligt. Die deutschen Unternehmen BASF SE/Wintershall Holding GmbH und PEG Infrastruktur AG (PEGI/ eine E.ON-Tochtergesellschaft) halten je 15,5 %, die niederländische N.V. Nederlandse Gasunie und das französische Unternehmen ENGIE jeweils 9 % der Anteile. Der Firmenhauptsitz und das Kontrollzentrum für die Pipeline liegen in Zug in der Schweiz.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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