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Beschleunigte Produktion von umweltfreundlichem Wasserstoff

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Autor: Kathrin Mundt

Beschleunigte Produktion von umweltfreundlichem Wasserstoff
Offshore-Plattform. Quelle: PosHYdon

Emerson forciert die Entwicklung der Technologie für die Offshore-Großproduktion von umweltfreundlichem Wasserstoff.Das Unternehmen entwickelt Software und Systeme für den sicheren und effizienten Betrieb des weltweit ersten Offshore-Produktionsprozesses für umweltfreundlichen Wasserstoff auf einer betriebsfähigen Gasförderanlage.

Offshore-Plattform

Das PosHYdon-Projekt ist eine Pilotanlage zur Validierung der Integration von Offshore-Windenergie und der Offshore-Erdgas- und Wasserstoffproduktion auf See im Rahmen der Erzeugung erneuerbarer Energieträger aus einer umweltfreundlichen Energiequelle. Das Projekt wird auf der von Neptune Energy betriebenen Bohrinsel Q13a-A in der niederländischen Nordsee durchgeführt. Dabei werden Erkenntnisse über die Effizienz von mit variabler Energie versorgten Elektrolyseuren sowie hinsichtlich der Installations- und Instandhaltungskosten einer Anlage zur Produktion umweltfreundlichen Wasserstoffs auf einer Offshore-Plattform gewonnen.

3 t Wasserstoff pro Woche

Zur Simulation der fluktuierenden Energieversorgung durch Windkraftanlagen und zur Stromversorgung des Produktionsprozesses wird Ökostrom verwendet. Dabei wird Meerwasser in demineralisiertes Wasser umgewandelt und anschließend Wasserstoff auf sichere Weise mittels Elektrolyse hergestellt. Der Wasserstoff wird anschließend mit Erdgas gemischt, über die vorhandene Gaspipeline an die Küste befördert und in das nationale Gasverteilungsnetz eingespeist. Der 1-MW-Elektrolyseur wird erwartungsgemäß bis zu 3 t Wasserstoff pro Woche erzeugen.

„Wasserstoff wird als der ,Energieträger der Zukunft‘ betrachtet, jedoch erfordert die Erfüllung der ehrgeizigen Ziele hinsichtlich Dekarbonisierung und Netto-Null-Emissionen eine Erweiterung der Produktionskapazität sowie die Beschleunigung des Übergangs zur Erzeugung nachhaltiger Energie mittels Wasserstoff“, so Mark Bulanda, Executive President des Geschäftsbereichs Automation Solutions von Emerson.„ Im Rahmen des PosHYdon-Projektes hoffen wir, zusammen mit den Partnern des Konsortiums den Weg zur Offshore-Großproduktion von umweltfreundlichem Wasserstoff zu ebnen und einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende zu leisten.“

Versorgung mit entsalztem Wasser und Energie

Entsalzungs- und Elektrolyseuranlagen sowie die Gasmischung und die Komponenten der Anlagenperipherie werden vom DeltaV™-Prozessleitsystem, von der DeltaV sicherheitsgerichteten Systeminstrumentierung und von der DeltaV Live Operator Interface Software von Emerson gesteuert. Durch die Bewältigung der spezifischen Anwendungsherausforderungen, einschließlich variabler Versorgung mit entsalztem Wasser und Energie, bieten die DeltaV-Software und -Systeme erhöhte Sicherheit, Prozessverfügbarkeit und Betriebseffizienz. Die Emerson-Lösung sorgt dafür, dass der bestehende Erdgasbetrieb nicht beeinträchtigt wird und dass das Mischgas die erforderlichen Spezifikationen erfüllt. Die Integration in bereits vorhandene Offshore-Systeme und die Kommunikation mit Onshore-Betriebsanlagen optimiert den Einblick in den Prozess und verhindert unvorhergesehene Probleme.

„Das PosHYdon-Projekt bietet die einzigartige Gelegenheit, Schritte zu entwickeln, die für eine sichere, groß angelegte grüne Wasserstoffproduktion auf See erforderlich sind“, so Bulanda. „Emersons Erfahrung in puncto Wasserstoff-Wertschöpfungskette, Windenergie und bezüglich der Offshore-Energiebranche wird zu einer erfolgreichen Projektumsetzung beitragen, und unsere bewährte Technologie wird einen sicheren und effizienten Betrieb in dieser neuartigen Anwendung gewährleisten.”

PosHYdon wurde von den Konsortialpartnern Nexstep, TNO, Neptune Energy, Gasunie, Noordgastransport, NOGAT, DEME Offshore, TAQA, Eneco, Nel Hydrogen, InVesta, Hatenboer, Iv-Offshore & Energy und Emerson entwickelt. Das Projekt erhielt einen Zuschuss von 3,6 Mio. Euro von der niederländischen Unternehmensagentur (RVO) im Rahmen ihres Programms „Demonstration Energy and Climate Innovation“, das in die Entwicklung erneuerbarer Energien, einschließlich Wasserstoffpilotprojekte, investiert.

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