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Aufruf zur Stellungnahme: Entwurf Arbeitsblatt DWA-A 138-1

„Anlagen zur Versickerung von Niederschlagswasser – Teil 1: Planung, Bau, Betrieb“

von | 01.12.20

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Das vorliegende Arbeitsblatt DWA-A 138-1 betrifft die Entwässerungssituation innerhalb von Siedlungsgebieten und gilt für Niederschlagswasser, das aus dem Bereich von befestigten oder bebauten Flächen gesammelt abfließt und gezielt in das Boden-Grundwasser-System versickert wird. Es erklärt Planung, Bau und Betrieb praxisbewährter Maßnahmen und Anlagen zur Versickerung von Niederschlagswasser. Das Arbeitsblatt beschreibt außerdem die dabei erforderlichen hydrogeologischen Randbedingungen sowie die erforderlichen Maßnahmen zum Schutz der Bodenfunktion und des Grundwassers. Siedlungsgebiete erfahren heute an manchen Orten ein überdurchschnittliches Wachstum und starke Nachverdichtung, an anderen Orten greift der demografische Wandel zunehmend um sich. Gleichzeitig nehmen im Zuge des Klimawandels Häufigkeit, Dauer und Intensität von Wetterextremen wie Starkregenereignisse und Hitzewellen zu und verursachen Überlastungen der Kanalisation oder eine Zunahme von sommerlichem Hitzestress. Die Regenwasserbewirtschaftung wird damit zunehmend zur Herausforderung, aber zugleich auch zur Chance für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung. Die wassersensitive Zukunftsstadt berücksichtigt den natürlichen Wasserhaushalt und versickert und verdunstet Niederschlagswasser bevorzugt direkt vor Ort. Die wasserwirtschaftlichen Lösungen müssen dabei die neuen Herausforderungen mit technischen Möglichkeiten, hydrogeologischen Randbedingungen sowie boden- und gewässerschutzfachlichen Belangen zusammenführen. Das Arbeitsblatt DWA-A 138 (Stand 2005) war daher grundlegend zu überarbeiten und an die Fortschreibung verwandter Arbeits- und Merkblätter der DWA anzugleichen. In der vorliegenden, überarbeiteten Version als Teil 1 der neuen Arbeitsblattreihe DWA-A 138 sind aktuelle Hinweise aus Forschung und Praxis sowie neue Erkenntnisse zu Planung, Bau und Betrieb eingeflossen. Weiterhin wurden die Anforderungen an den Grundwasserschutz umfassender definiert. Das Arbeitsblatt DWA-A 138-1 ist somit eine wesentliche Ergänzung zur Arbeits- und Merkblattreihe DWA-A/M 102 „Grundsätze zur Bewirtschaftung und Behandlung von Regenwetterabflüssen zur Einleitung in Oberflächengewässer“, die entsprechende Anforderungen für das Einleiten in Oberflächengewässer erörtert. Gegenüber dem Arbeitsblatt DWA-A 138 (4/2005) wurden folgende Änderungen vorgenommen:
  • Überführung in eine Arbeits- und Merkblattreihe unter neuem Titel
  • erforderliche Harmonisierung von DIN-Regelungen mit dem Arbeitsblatt
  • Bestimmung des Durchlässigkeitsbeiwerts nach DIN-Methode
  • qualitative Bewertung der Niederschlagsabflüsse unterschiedlicher Flächen und Ableitung von Maßnahmen zur Vorbehandlung
  • Überarbeitung der Bemessungsverfahren
  • Anpassung an die europäische Normung und zwischenzeitlich eingetretene Veränderungen in Hinsicht auf Gesetze und Verordnungen
  • Anpassung an die geltenden Gestaltungsregeln nach Arbeitsblatt DWA-A 400:2018.
Dieses Arbeitsblatt wurde von der DWA-Arbeitsgruppe ES-3.1 „Versickerung von Niederschlagswasser“ (Sprecherin: Prof. Dr. Brigitte Helmreich) im Auftrag des DWA-Hauptausschusses „Entwässerungssysteme“ im Fachausschuss ES-3 „Anlagenbezogene Planung“ erarbeitet. Es richtet sich an Planende (Stadtplaner, Architekten, Landschaftsplaner, Bauingenieure), Bauherren und Behörden. Ausgabe 11/20 Frist zur Stellungnahme: 31.01.2021 Hinweise und Anregungen erbittet die DWA schriftlich, möglichst in digitaler Form, an: DWA-Bundesgeschäftsstelle, Hennef, Christian Berger, Team-ES@dwa.de

Das vorliegende Arbeitsblatt DWA-A 138-1 betrifft die Entwässerungssituation innerhalb von Siedlungsgebieten und gilt für Niederschlagswasser, das aus dem Bereich von befestigten oder bebauten Flächen gesammelt abfließt und gezielt in das Boden-Grundwasser-System versickert wird. Es erklärt Planung, Bau und Betrieb praxisbewährter Maßnahmen und Anlagen zur Versickerung von Niederschlagswasser. Das Arbeitsblatt beschreibt außerdem die dabei erforderlichen hydrogeologischen Randbedingungen sowie die erforderlichen Maßnahmen zum Schutz der Bodenfunktion und des Grundwassers.
Siedlungsgebiete erfahren heute an manchen Orten ein überdurchschnittliches Wachstum und starke Nachverdichtung, an anderen Orten greift der demografische Wandel zunehmend um sich. Gleichzeitig nehmen im Zuge des Klimawandels Häufigkeit, Dauer und Intensität von Wetterextremen wie Starkregenereignisse und Hitzewellen zu und verursachen Überlastungen der Kanalisation oder eine Zunahme von sommerlichem Hitzestress.
Die Regenwasserbewirtschaftung wird damit zunehmend zur Herausforderung, aber zugleich auch zur Chance für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung. Die wassersensitive Zukunftsstadt berücksichtigt den natürlichen Wasserhaushalt und versickert und verdunstet Niederschlagswasser bevorzugt direkt vor Ort. Die wasserwirtschaftlichen Lösungen müssen dabei die neuen Herausforderungen mit technischen Möglichkeiten, hydrogeologischen Randbedingungen sowie boden- und gewässerschutzfachlichen Belangen zusammenführen. Das Arbeitsblatt DWA-A 138 (Stand 2005) war daher grundlegend zu überarbeiten und an die Fortschreibung verwandter Arbeits- und Merkblätter der DWA anzugleichen. In der vorliegenden, überarbeiteten Version als Teil 1 der neuen Arbeitsblattreihe DWA-A 138 sind aktuelle Hinweise aus Forschung und Praxis sowie neue Erkenntnisse zu Planung, Bau und Betrieb eingeflossen. Weiterhin wurden die Anforderungen an den Grundwasserschutz umfassender definiert.
Das Arbeitsblatt DWA-A 138-1 ist somit eine wesentliche Ergänzung zur Arbeits- und Merkblattreihe DWA-A/M 102 „Grundsätze zur Bewirtschaftung und Behandlung von Regenwetterabflüssen zur Einleitung in Oberflächengewässer“, die entsprechende Anforderungen für das Einleiten in Oberflächengewässer erörtert.
Gegenüber dem Arbeitsblatt DWA-A 138 (4/2005) wurden folgende Änderungen vorgenommen:

  • Überführung in eine Arbeits- und Merkblattreihe unter neuem Titel
  • erforderliche Harmonisierung von DIN-Regelungen mit dem Arbeitsblatt
  • Bestimmung des Durchlässigkeitsbeiwerts nach DIN-Methode
  • qualitative Bewertung der Niederschlagsabflüsse unterschiedlicher Flächen und Ableitung von Maßnahmen zur Vorbehandlung
  • Überarbeitung der Bemessungsverfahren
  • Anpassung an die europäische Normung und zwischenzeitlich eingetretene Veränderungen in Hinsicht auf Gesetze und Verordnungen
  • Anpassung an die geltenden Gestaltungsregeln nach Arbeitsblatt DWA-A 400:2018.

Dieses Arbeitsblatt wurde von der DWA-Arbeitsgruppe ES-3.1 „Versickerung von Niederschlagswasser“ (Sprecherin: Prof. Dr. Brigitte Helmreich) im Auftrag des DWA-Hauptausschusses „Entwässerungssysteme“ im Fachausschuss ES-3 „Anlagenbezogene Planung“ erarbeitet. Es richtet sich an Planende (Stadtplaner, Architekten, Landschaftsplaner, Bauingenieure), Bauherren und Behörden.
Ausgabe 11/20
Frist zur Stellungnahme: 31.01.2021
Hinweise und Anregungen erbittet die DWA schriftlich, möglichst in digitaler Form, an: DWA-Bundesgeschäftsstelle, Hennef, Christian Berger, Team-ES@dwa.de

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