Dieses Merkblatt ersetzt das Arbeitsblatt ATV-A 106 aus dem Jahr 1995 und beschränkt sich auf Empfehlungen zu bau-, maschinen-, elektro- und sicherheitstechnischen Aspekten der Planung und Errichtung von Kläranlagen. Es gilt für die Herangehensweise und den Umfang von Ingenieur- und Planungsleistungen im Zusammenhang mit Bau, Umbau und Erweiterungen von Abwasserbehandlungsanlagen. Der Teil 1 beschreibt allgemeine Ausführungen zur Systematik der Planung, erste Planungsschritte bis zu Variantenuntersuchungen.
Es werden die Abhängigkeiten und das komplexe Ineinandergreifen der Fachdisziplinen aufgezeigt, die beim Bau und Umbau von Abwasserbehandlungsanlagen beteiligt und zu berücksichtigen sind. In diesem Merkblatt werden auch fachübergreifend Empfehlungen und Hinweise zu verschiedenen Themenfeldern gegeben: bau-, maschinen-, elektro- und sicherheitstechnisch. Die erforderlichen Aktivitäten betreffen gleichermaßen Planende, Bauherrn und genehmigende Behörden. Die Notwendigkeit einer ordnungsgemäßen Planung von Abwasserbehandlungsanlagen ergibt sich aus gesetzlichen Vorgaben und stellt für jede Organisationsform der Abwasserbeseitigung eine nicht zu umgehende Pflichtaufgabe dar. Die Empfehlungen gelten grundsätzlich für alle Abwasserbehandlungsanlagen. Bei Entwurf und Bau von Anlagen zur Behandlung industrieller Abwässer müssen gegebenenfalls spezielle Gesichtspunkte berücksichtigt werden.
Das Merkblatt richtet sich an Betreiber von Abwasserbehandlungsanlagen, Fachleute in Planungs-, Ingenieurbüros sowie Genehmigungsbehörden.
Ausgabe 3/20
Gasaufbereitung sichert Wasserstoffqualität für den Leitungstransport
Die Gasaufbereitungsanlage im Energiepark Bad Lauchstädt hat die H₂-Dichtheitsprüfung des TÜV Thüringen bestanden und ist damit bereit für den stufenweisen Hochlauf. Die Anlage bringt Wasserstoff aus einem 30-MW-Elektrolyseur auf einen Reinheitsgrad von 99,97 Prozent, bevor das Gas über eine rund 25 Kilometer lange Leitung zur TotalEnergies-Raffinerie in Leuna transportiert wird.





