Im DVGW-Arbeitsblatt GW 120 werden die Anforderungen zur Erstellung und Fortführung der digitalen Netzdokumentation formuliert. Auch die analoge Dokumentation stellt über die noch gültige DIN 2425 Teil 1 und Teil 3 vergleichbare Anforderungen. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, Vermessungsarbeiten von fachkundigen Personen durchführen zu lassen. Versorgungsunternehmen setzen für diese Arbeiten neben eigenem Personal auch externe Dienstleister ein, um die Vermessung entsprechend den Anforderungen aus dem Regelwerk bei Baumaßnahmen an Versorgungsleitungen und Anlagen durchzuführen. Ein wichtiger Bestandteil der Maßnahme ist eine sachgerechte Formulierung des Leistungsverzeichnisses im Rahmen der Vergabe des Vermessungsauftrages.
Aus diesem Kontext wurde im Jahr 2005 die erste Fassung des DVGW-Hinweises GW 121 erstellt, um den Unternehmen eine Grundlage zur Formulierung eines Leistungsverzeichnisses an die Hand zu geben.
Mit der Neufassung des DVGW-Merkblattes GW 121 wird den aktuellen Entwicklungen bei der Vergabe von Vermessungsarbeiten Rechnung getragen. Aufgrund der unterschiedlichen Rahmenbedingungen wird zwischen Vermessungsarbeiten an Fernleitungen und Verteilungsnetzen unterschieden.
Neben den Hinweisen zur Vorgehensweise können die im Anhang aufgeführten Tabellen zur konkreten Umsetzung bei Ausschreibungen zu Vermessungsleistungen genutzt werden. Eine Anpassung auf unternehmensspezifische Besonderheiten ist den Unternehmen natürlich unbenommen.
Ausgabe 3/17
EWE vergibt Großauftrag für H2-Erzeugungsanlage an Bilfinger
Das Energieunternehmen EWE hat für die 320-MW-Wasserstoff-Erzeugungsanlage in Emden den Industriedienstleister Bilfinger mit Stahlbau, Rohrleitungs- sowie Komponentenmontage beauftragt. Der Auftrag zählt laut EWE zu den größten im Gesamtprojekt „Clean Hydrogen Coastline“ und ist nach der Beauftragung für Elektrolyse, Verdichter und Bauleistungen das letzte wesentliche Vergabepaket.





