Generic filters
FS Logoi

Neuerscheinung: G 466-1

„Gasleitungen aus Stahlrohren für einen Auslegungsdruck von mehr als 16 bar; Betrieb und Instandhaltung“

von | 20.06.18

NULL
Mit der Überarbeitung des DVGW-Arbeitsblattes G 466-1 "Gasleitungen aus Stahlrohren für einen Auslegungsdruck von mehr als 16 bar – Betrieb und Instandhaltung" hat das Technische Komitee "Gastransportleitungen" des DVGW mit Zustimmung des Technischen Komitees "Gasverteilung" das Arbeitsblatt an den Stand der Technik angepasst und eine detaillierte Technische Regel für Betrieb und Instandhaltung von Gasleitungen zur Versorgung der Allgemeinheit mit Gas erstellt. Der Begriff Instandhaltung umfasst dabei gemäß DIN EN 13306 die Inspektion, Wartung, Instandsetzung und Verbesserung des Systems Gasleitung. Die wesentlichste Änderung stellt der Anwendungsbereich dar, dieser ist nun für Gasleitungen mit einem Auslegungsdruck von mehr als 16 bar aus Stahlrohren gültig. Ergänzt wurde außerdem mit Blick auf juristische Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Bau einer Gastransportleitung der Hinweis, dass der Anwendungsbereich hinsichtlich des maximal zulässigen Betriebsdruckes nach oben hin nicht begrenzt ist. Durch die Anhebung des Auslegungsdruckes im Anwendungsbereich auf 16 bar ist zunächst bis zur Überarbeitung des Arbeitsblattes G 465-2 „Gasleitungen mit einem Betriebsdruck bis 5 bar – Instandsetzung“ eine mögliche Regelwerkslücke entstanden. Im Vorwort wurde daher auf Beschluss des eingangs genannten Technischen Komitees der Hinweis ergänzt, dass Instandsetzungsarbeiten in Gasnetzen mit einem Auslegungsdruck von 5 bis 16 bar bis zur Neuerscheinung des DVGW Arbeitsblattes G 465-2 gemäß den Anforderungen des DVGW-Arbeitsblattes G 466-1 durchzuführen sind. Der Inhalt des DVGW-Arbeitsblattes wurde an die gelebte Praxis bei der Instandhaltung von Gasleitungen aus Stahlrohren mit Auslegungsdrücken größer als 16 bar angepasst und beschreibt somit den Stand der Technik. Unter Hinweis auf die DIN EN 1594 „Gasinfrastruktur – Rohrleitungen mit einem maximal zulässigen Betriebsdruck über 16 bar – Funktionale Anforderungen“ sind vom Netzbetreiber für Betrieb und Instandhaltung der Gasleitung geeignete Qualitätssicherungs- und Managementsysteme sowie ein Rohrleitungsintegritätsmanagementsystem anzuwenden. Im Rahmen der Inspektion der Gasleitung erfolgen Streckenkontrollen weiterhin durch Begehen, Befahren und Befliegen. Die Inspektionsintervalle innerhalb und außerhalb bebauter Gebiete sind nicht verändert worden. Bei oberirdisch verlegten Gasleitungen sind in Abständen von zwei Jahren auch die Rohrbefestigung und der passive Korrosionsschutz zu überprüfen. Ist die Zugänglichkeit der Gasleitung zeitweilig beeinträchtigt (z. B. durch Aufstellen von Zelten und Schaugeschäften), sind situationsbedingt Sonderkontrollen durchzuführen. Unter dem Aspekt Maßnahmen bei veränderten äußeren Einflüssen auf die Gasleitung wird in dem Arbeitsblatt u. a. auf Bodenbewegungen, Bergbausenkungen, zeitweilige Überschwemmungen, Baumaßnahmen im Einflussbereich der Gasleitung, Heranrücken der Bebauung sowie Bombenfunde, Sprengungen und Rammarbeiten im Bereich der Gasleitung eingegangen. Im Rahmen der betrieblichen Maßnahmen sind Ereignisse mit ungewollter Gasfreisetzung und Personenschaden, Verpuffungen, Explosion, Brand, Trümmerflug oder anderen öffentlichkeitswirksamen Begebenheiten sowie sicherheitsgefährdende Eingriffe im Einflussbereich der Leitung vom Netzbetreiber zu analysieren. Aus den gewonnenen Erkenntnissen sind Maßnahmen zur zukünftigen Vermeidung solcher Ereignisse abzuleiten. Die Änderungen gegenüber der Version Ausgabe November 2012 im Überblick:
  • redaktionelle und konkretisierende Überarbeitung des gesamten Arbeitsblattes
  • neuer inhaltlicher Aufbau (Struktur) zur Verbesserung der Lesbarkeit
  • Kennzeichnungen in Gebieten mit erhöhtem Schutzbedürfnis ergänzt
  • Ergänzung Anwendung von Qualitätssicherungs- und Managementsystemen
  • nichtmetallische Reparatursysteme als neue Instandsetzungstechnologie aufgenommen
  • umfassende Überarbeitung der Begrifflichkeiten im Zusammenhang mit der Instandhaltung von Gasleitungen
  • sicherheitstechnische Maßnahmen beim Auftreten äußerer Beeinflussungen der Gasleitung ergänzt
  • neuer Abschnitt zum Herstellen definierter Betriebszustände einer Gasleitung ergänzt
  • Einführung des Begriffs „Intensive KKS-Messtechnik“ Untersuchungspflicht meldepflichtiger Ereignisse aufgenommen.
Ausgabe 5/2018

Mit der Überarbeitung des DVGW-Arbeitsblattes G 466-1 “Gasleitungen aus Stahlrohren für einen Auslegungsdruck von mehr als 16 bar – Betrieb und Instandhaltung” hat das Technische Komitee “Gastransportleitungen” des DVGW mit Zustimmung des Technischen Komitees “Gasverteilung” das Arbeitsblatt an den Stand der Technik angepasst und eine detaillierte Technische Regel für Betrieb und Instandhaltung von Gasleitungen zur Versorgung der Allgemeinheit mit Gas erstellt. Der Begriff Instandhaltung umfasst dabei gemäß DIN EN 13306 die Inspektion, Wartung, Instandsetzung und Verbesserung des Systems Gasleitung.
Die wesentlichste Änderung stellt der Anwendungsbereich dar, dieser ist nun für Gasleitungen mit einem Auslegungsdruck von mehr als 16 bar aus Stahlrohren gültig. Ergänzt wurde außerdem mit Blick auf juristische Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Bau einer Gastransportleitung der Hinweis, dass der Anwendungsbereich hinsichtlich des maximal zulässigen Betriebsdruckes nach oben hin nicht begrenzt ist.
Durch die Anhebung des Auslegungsdruckes im Anwendungsbereich auf 16 bar ist zunächst bis zur Überarbeitung des Arbeitsblattes G 465-2 „Gasleitungen mit einem Betriebsdruck bis 5 bar – Instandsetzung“ eine mögliche Regelwerkslücke entstanden. Im Vorwort wurde daher auf Beschluss des eingangs genannten Technischen Komitees der Hinweis ergänzt, dass Instandsetzungsarbeiten in Gasnetzen mit einem Auslegungsdruck von 5 bis 16 bar bis zur Neuerscheinung des DVGW Arbeitsblattes G 465-2 gemäß den Anforderungen des DVGW-Arbeitsblattes G 466-1 durchzuführen sind.
Der Inhalt des DVGW-Arbeitsblattes wurde an die gelebte Praxis bei der Instandhaltung von Gasleitungen aus Stahlrohren mit Auslegungsdrücken größer als 16 bar angepasst und beschreibt somit den Stand der Technik.
Unter Hinweis auf die DIN EN 1594 „Gasinfrastruktur – Rohrleitungen mit einem maximal zulässigen Betriebsdruck über 16 bar – Funktionale Anforderungen“ sind vom Netzbetreiber für Betrieb und Instandhaltung der Gasleitung geeignete Qualitätssicherungs- und Managementsysteme sowie ein Rohrleitungsintegritätsmanagementsystem anzuwenden.
Im Rahmen der Inspektion der Gasleitung erfolgen Streckenkontrollen weiterhin durch Begehen, Befahren und Befliegen. Die Inspektionsintervalle innerhalb und außerhalb bebauter Gebiete sind nicht verändert worden. Bei oberirdisch verlegten Gasleitungen sind in Abständen von zwei Jahren auch die Rohrbefestigung und der passive Korrosionsschutz zu überprüfen. Ist die Zugänglichkeit der Gasleitung zeitweilig beeinträchtigt (z. B. durch Aufstellen von Zelten und Schaugeschäften), sind situationsbedingt Sonderkontrollen durchzuführen.
Unter dem Aspekt Maßnahmen bei veränderten äußeren Einflüssen auf die Gasleitung wird in dem Arbeitsblatt u. a. auf Bodenbewegungen, Bergbausenkungen, zeitweilige Überschwemmungen, Baumaßnahmen im Einflussbereich der Gasleitung, Heranrücken der Bebauung sowie Bombenfunde, Sprengungen und Rammarbeiten im Bereich der Gasleitung eingegangen. Im Rahmen der betrieblichen Maßnahmen sind Ereignisse mit ungewollter Gasfreisetzung und Personenschaden, Verpuffungen, Explosion, Brand, Trümmerflug oder anderen öffentlichkeitswirksamen Begebenheiten sowie sicherheitsgefährdende Eingriffe im Einflussbereich der Leitung vom Netzbetreiber zu analysieren. Aus den gewonnenen Erkenntnissen sind Maßnahmen zur zukünftigen Vermeidung solcher Ereignisse abzuleiten.
Die Änderungen gegenüber der Version Ausgabe November 2012 im Überblick:

  • redaktionelle und konkretisierende Überarbeitung des gesamten Arbeitsblattes
  • neuer inhaltlicher Aufbau (Struktur) zur Verbesserung der Lesbarkeit
  • Kennzeichnungen in Gebieten mit erhöhtem Schutzbedürfnis ergänzt
  • Ergänzung Anwendung von Qualitätssicherungs- und Managementsystemen
  • nichtmetallische Reparatursysteme als neue Instandsetzungstechnologie aufgenommen
  • umfassende Überarbeitung der Begrifflichkeiten im Zusammenhang mit der Instandhaltung von Gasleitungen
  • sicherheitstechnische Maßnahmen beim Auftreten äußerer Beeinflussungen der Gasleitung ergänzt
  • neuer Abschnitt zum Herstellen definierter Betriebszustände einer Gasleitung ergänzt
  • Einführung des Begriffs „Intensive KKS-Messtechnik“ Untersuchungspflicht meldepflichtiger Ereignisse aufgenommen.

Ausgabe 5/2018

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Informier' dich doch!

Jetzt den monatlichen 3R-info-Newsletter abonnieren!

Korrosionsgeschütztes Kanalrohr gewinnt Wärme aus Abwasser
Korrosionsgeschütztes Kanalrohr gewinnt Wärme aus Abwasser

Die Bernhard Müller Betonsteinwerk GmbH hat ein korrosionsgeschütztes Kanalrohr mit integriertem Wärmetauscher auf den Markt gebracht. Das Rohr gewinnt Wärme direkt aus dem durchfließenden Abwasser, ohne den Kanalbetrieb einzuschränken. Städte und Gemeinden erhalten damit eine zusätzliche Option für die kommunale Wärmeplanung.

mehr lesen
Rheinwassertransportleitung erhält Verteilbauwerk am Rhein
Rheinwassertransportleitung erhält Verteilbauwerk am Rhein

Die RWE Power AG hat am 6. Juli mit dem Bau eines Verteilbauwerk für eine Rheinwassertransportleitung in Grevenbroich-Allrath gestartet. Ab 2030 soll das Bauwerk eine Bündelungsleitung vom Rhein mit zwei Trassen zu den künftigen Tagebauseen Hambach und Garzweiler verbinden. So soll Rheinwasser in die beiden Tagebauseen geleitet werden und damit die geplante Flutung der Restlöcher ermöglichen.

mehr lesen
Spatenstich für erste Wasserstoffpipeline im Nordwesten
Spatenstich für erste Wasserstoffpipeline im Nordwesten

Mit dem symbolischen Spatenstich für „H₂Coastlink 1“ startet EWE NETZ den Bau einer 24 Kilometer langen Wasserstoffleitung zwischen Emden und Leer. Sie verbindet künftig den Elektrolyseur in Emden mit dem Wasserstoff-Kernnetz. An die Leitung sollen weitere Leitungen des Wasserstoff-Kernnetzes angeschlossen werden.

mehr lesen
INES-Gas-Szenarien: Marktbedingungen gefährden Wiederbefüllung der Gasspeicher
INES-Gas-Szenarien: Marktbedingungen gefährden Wiederbefüllung der Gasspeicher

Die Initiative Energien Speichern e.V. (INES) hat am 7. Juli ihr aktuelles Juli-Update der Gas-Szenarien veröffentlicht. Die Modellanalysen zeigen: Technisch ist eine Befüllung der deutschen Gasspeicher bis zum 1. November 2026 auf den gebuchten Stand* von 76 % weiterhin möglich. Ob dieses Niveau tatsächlich erreicht wird, hängt jedoch entscheidend von den Marktbedingungen ab. Die derzeitigen Preisentwicklungen setzen kaum Anreize zur Einspeicherung von Gas und gefährden damit die Versorgungssicherheit für den kommenden Winter.

mehr lesen
OOWV: Rekordinvestitionen stärken Infrastruktur im Nordwesten
OOWV: Rekordinvestitionen stärken Infrastruktur im Nordwesten

Erneut kräftig investiert hat der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband im vergangenen Jahr in seine Infrastruktur: 107 Mio. Euro für die Wasserversorgung und 58 Mio. Euro im Bereich der Abwasserbeseitigung. Die Zahlen gehen aus dem Jahresabschluss hervor, den die Verbandsversammlung am 30. Juni beschlossen hat. Gegenüber 2024 entspricht dies nochmals einer leichten Steigerung.

mehr lesen

Publikationen zum Thema