Das Merkblatt G 474 richtet sich an Leitungsbetreiber, die im Einwirkungsbereich des Steinkohlenbergbaus Leitungen zur Versorgung der Allgemeinheit mit Gas (öffentliche Gasversorgung) betreiben oder errichten wollen sowie an Leitungsbetreiber, in deren Versorgungsgebiet der Steinkohlenbergbau neu hinzutritt oder aktiv gewesen ist und eingestellt wurde. Sinngemäß kann dieser Hinweis auch auf den Betrieb von Gasleitungen in den Einflusszonen sonstiger Bergbau- und auch Tiefbauaktivitäten angewendet werden. Der Hinweis gibt Informationen über Verantwortlichkeiten, Zuständigkeiten und Vorgehensweise bei Planung, Errichtung, Instandhaltung und Betrieb von Gastransport-, Gasversorgungs- und Netzanschlussleitungen. Neben einer Darstellung des plastischen Verhaltens des Deckgebirges werden auch werkstoffspezifisch Sicherungsmaßnahmen für die Gasleitungen beschrieben.
Beispielsweise eignen sich Leitungen aus dem Werkstoff Polyethylen (PE) in besonderer Weise zur Verwendung in Bergbaueinwirkungsgebieten, da bei diesem Werkstoff keine flexiblen Elemente bzw. Dehnungsausgleicher notwendig sind. Durch die hohe Elastizität des Werkstoffes vermag PE Horizontalkräfte ohne Dauerschäden aufzunehmen, solange die Bodenbewegungen ein Maß von 30 mm/m nicht überschreiten und die Rohre längskraftschlüssig miteinander verbunden sind.
Ausgabe 12/17
Ulrich Bohle ist neuer Leiter der DWA-Abteilung Wasser und Abfallwirtschaft
Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) hat ihre Abteilung „Wasser- und Abfallwirtschaft“ neu besetzt: Seit dem 1. April steht Dr.-Ing. Ulrich Bohle (50) an der Spitze des Bereichs in der Bundesgeschäftsstelle in Hennef. Er folgt auf Dr. Friedrich Hetzel, der seit Jahresbeginn die neu geschaffene DWA-Stabsstelle „Wasserbewusste Raum- und Siedlungsentwicklung“ leitet.








