Das Merkblatt G 474 richtet sich an Leitungsbetreiber, die im Einwirkungsbereich des Steinkohlenbergbaus Leitungen zur Versorgung der Allgemeinheit mit Gas (öffentliche Gasversorgung) betreiben oder errichten wollen sowie an Leitungsbetreiber, in deren Versorgungsgebiet der Steinkohlenbergbau neu hinzutritt oder aktiv gewesen ist und eingestellt wurde. Sinngemäß kann dieser Hinweis auch auf den Betrieb von Gasleitungen in den Einflusszonen sonstiger Bergbau- und auch Tiefbauaktivitäten angewendet werden. Der Hinweis gibt Informationen über Verantwortlichkeiten, Zuständigkeiten und Vorgehensweise bei Planung, Errichtung, Instandhaltung und Betrieb von Gastransport-, Gasversorgungs- und Netzanschlussleitungen. Neben einer Darstellung des plastischen Verhaltens des Deckgebirges werden auch werkstoffspezifisch Sicherungsmaßnahmen für die Gasleitungen beschrieben.
Beispielsweise eignen sich Leitungen aus dem Werkstoff Polyethylen (PE) in besonderer Weise zur Verwendung in Bergbaueinwirkungsgebieten, da bei diesem Werkstoff keine flexiblen Elemente bzw. Dehnungsausgleicher notwendig sind. Durch die hohe Elastizität des Werkstoffes vermag PE Horizontalkräfte ohne Dauerschäden aufzunehmen, solange die Bodenbewegungen ein Maß von 30 mm/m nicht überschreiten und die Rohre längskraftschlüssig miteinander verbunden sind.
Ausgabe 12/17
Talsperren bewahren die Ruhr vor dem Trockenfallen
Im Einzugsgebiet der Ruhr sind im Juli nur 22 Millimeter Niederschlag gefallen, 77 Prozent weniger als üblich, wie der Ruhrverband am 7. August mitgeteilt hat. Ohne den Ausgleich durch das Talsperrensystem wäre der Fluss am Pegel Villigst bei Schwerte an 18 von 31 Tagen streckenweise trockengefallen.





