Generic filters
FS Logoi

Neuerscheinung: G 494

"Schallschutzmaßnahmen an Geräten und Anlagen zur Gas-Druckregelung und Gasmessung"

von | 27.04.18

NULL
Das DVGW-Merkblatt G 494 wurde von Projektkreis "Schallschutz an Geräten und Anlagen zur Gas-Druckregelung und Gasmessung" im DVGW-Technischen Komitee "Anlagentechnik" überarbeitet. Es soll die Hersteller und Betreiber von Anlagen für die Gas-Druckregelung und -Messung in die Lage versetzen, bereits bei der Planung von neuen Gasanlagen die Anforderungen an den Schallschutz sicher einzuhalten und bei der Beseitigung von Lärmursachen an bestehenden Anlagen aktiv mitzuwirken. Das DVGW-Merkblatt G 494 gilt für primäre und sekundäre Schallschutzmaßnahmen an Gas-Druckregelanlagen, die nach DVGW-Arbeitsblatt G 491 errichtet und betrieben werden, sowie an Gasmessanlagen nach DVGW-Arbeitsblatt G 492. Die in diesem Merkblatt aufgezeigten Schallschutzmaßnahmen gelten sinngemäß auch für Gasmess- und Regelanlagen im Geltungsbereich der DVGW-TRGI (DVGW-Arbeitsblatt G 600). Das Merkblatt G 494 behandelt Schallemissionen im für Menschen hörbaren Bereich. Schallemissionen im Ultraschallbereich, die Einfluss auf die Funktion von Durchflussmessgeräten haben können, werden in diesem Merkblatt nicht behandelt. Ebenfalls nicht behandelt werden Schallemissionen im Infraschallbereich. Die Schallemissionen von Kraft- und Arbeitsmaschinen (Verdichter, Pumpen, Lüftungseinrichtungen und deren Antriebe, Motoren, Armaturenantriebe) und Heizungsanlagen zur Erdgasvorwärmung werden in diesem Merkblatt nicht behandelt, müssen aber bei der Planung von Anlagen berücksichtigt werden. Die Entspannung von Gasen in Gas-Druckregelgeräten ist mit Geräuschbildung verbunden, die recht beträchtlich sein kann. Auch in Geräten zur Messung des Durchflusses kommt es - je nach Messprinzip - zu mehr oder weniger starker Geräuschentwicklung. Rechtliche Auflagen auf dem Gebiet des Immissionsschutzes und des Arbeitsschutzes verpflichten den Anlagenbetreiber, die zulässigen Schallemissionen von Gasanlagen einzuhalten. Da die "Entlärmung", insbesondere eine nachträgliche, in aller Regel nicht unbeträchtliche Kosten verursacht, sind die verschiedenen anlagen- und auch gerätespezifischen Ergänzungen und Eingriffe nicht nur technisch zu optimieren, sondern auch vom wirtschaftlichen Aufwand her aufeinander abzustimmen. Bereits zum Zeitpunkt der Erstellung der ersten Ausgabe des DVGW-Hinweises G 494 im Jahr 1981 waren die physikalischen Abläufe und technischen Bedingungen bei der Schallentstehung und -ausbreitung, auch durch entsprechende DVGW-Forschungsvorhaben, so weit geklärt, dass die Hersteller von Gas-Druckregel- und Messgeräten Lösungen zur weitgehenden Beseitigung der Lärmursachen – auch an der Lärmquelle – anbieten konnten. Die entsprechenden technischen Maßnahmen und die Verfahren zur Ermittlung und Reduzierung von Schallemissionen im Anlagenbereich haben sich in der Praxis bewährt. Grafische Verfahren zur Ermittlung der zu erwartenden Schallemission von Geräten und zur Schallfortpflanzung im Anlagenbereich sind inzwischen durch numerische Verfahren ergänzt worden. Den Herstellern stehen numerische Modelle zur Vorausberechnung der zu erwartenden Schallemissionen ihrer Geräte bei bestimmten Betriebszuständen zur Verfügung, wobei diese die hierbei einzusetzenden Parameter aufgrund ihrer Erfahrungen anpassen und so zuverlässige Aussagen treffen können. Auf eine detaillierte Darstellung der Ermittlung der Schallemissionen der Geräte wurde verzichtet, da diese den Herstellern obliegt. Stattdessen wurden die erforderlichen Angaben an der Schnittstelle zwischen Gerätelieferanten und Anlagenbau genau beschrieben, da eine entsprechend aussagekräftige Spezifikation für die Vorhersage der Schallemission der Gesamtanlage unverzichtbar ist. Darüber hinaus haben sich die normativen Grundlagen weiterentwickelt. So wurden die Festlegungen zahlreicher VDI-Richtlinien in europäische oder internationale Normen übernommen. Die im DVGW-Merkblatt G 494 zusammengefassten Schallschutzmaßnahmen werden dem Gasfach zur Anwendung empfohlen. Gegenüber DVGW-Hinweis G 494:1981-11 wurden folgende Änderungen vorgenommen:
  • Aktualisierung der normativen Verweise und Rechtsbezüge;
  • Inhaltliche Anpassung an den Stand der Technik;
  • Umstellung der Struktur des Dokumentes;
  • Ersatz der Angaben zur Abschätzung von Entspannungsgeräuschen durch eine Beschreibung der erforderlichen Angaben der Gerätehersteller zur Schallemission der Geräte;
  • Streichung der konischen Aufweitung als Maßnahme zur Schallreduzierung an Rohrleitungen;
  • Bereinigung der Tabelle 1 mit den Beispielen zu Schalldämmmaßen gebräuchlicher Baumaterialien und Bauelemente;
  • Streichung des Musters für ein Schallmessprotokoll;
  • weitere redaktionelle Überarbeitung.
Ausgabe 2/18

Das DVGW-Merkblatt G 494 wurde von Projektkreis “Schallschutz an Geräten und Anlagen zur Gas-Druckregelung und Gasmessung” im DVGW-Technischen Komitee “Anlagentechnik” überarbeitet. Es soll die Hersteller und Betreiber von Anlagen für die Gas-Druckregelung und -Messung in die Lage versetzen, bereits bei der Planung von neuen Gasanlagen die Anforderungen an den Schallschutz sicher einzuhalten und bei der Beseitigung von Lärmursachen an bestehenden Anlagen aktiv mitzuwirken.
Das DVGW-Merkblatt G 494 gilt für primäre und sekundäre Schallschutzmaßnahmen an Gas-Druckregelanlagen, die nach DVGW-Arbeitsblatt G 491 errichtet und betrieben werden, sowie an Gasmessanlagen nach DVGW-Arbeitsblatt G 492. Die in diesem Merkblatt aufgezeigten Schallschutzmaßnahmen gelten sinngemäß auch für Gasmess- und Regelanlagen im Geltungsbereich der DVGW-TRGI (DVGW-Arbeitsblatt G 600).
Das Merkblatt G 494 behandelt Schallemissionen im für Menschen hörbaren Bereich. Schallemissionen im Ultraschallbereich, die Einfluss auf die Funktion von Durchflussmessgeräten haben können, werden in diesem Merkblatt nicht behandelt. Ebenfalls nicht behandelt werden Schallemissionen im Infraschallbereich. Die Schallemissionen von Kraft- und Arbeitsmaschinen (Verdichter, Pumpen, Lüftungseinrichtungen und deren Antriebe, Motoren, Armaturenantriebe) und Heizungsanlagen zur Erdgasvorwärmung werden in diesem Merkblatt nicht behandelt, müssen aber bei der Planung von Anlagen berücksichtigt werden.
Die Entspannung von Gasen in Gas-Druckregelgeräten ist mit Geräuschbildung verbunden, die recht beträchtlich sein kann. Auch in Geräten zur Messung des Durchflusses kommt es – je nach Messprinzip – zu mehr oder weniger starker Geräuschentwicklung. Rechtliche Auflagen auf dem Gebiet des Immissionsschutzes und des Arbeitsschutzes verpflichten den Anlagenbetreiber, die zulässigen Schallemissionen von Gasanlagen einzuhalten. Da die “Entlärmung”, insbesondere eine nachträgliche, in aller Regel nicht unbeträchtliche Kosten verursacht, sind die verschiedenen anlagen- und auch gerätespezifischen Ergänzungen und Eingriffe nicht nur technisch zu optimieren, sondern auch vom wirtschaftlichen Aufwand her aufeinander abzustimmen.
Bereits zum Zeitpunkt der Erstellung der ersten Ausgabe des DVGW-Hinweises G 494 im Jahr 1981 waren die physikalischen Abläufe und technischen Bedingungen bei der Schallentstehung und -ausbreitung, auch durch entsprechende DVGW-Forschungsvorhaben, so weit geklärt, dass die Hersteller von Gas-Druckregel- und Messgeräten Lösungen zur weitgehenden Beseitigung der Lärmursachen – auch an der Lärmquelle – anbieten konnten. Die entsprechenden technischen Maßnahmen und die Verfahren zur Ermittlung und Reduzierung von Schallemissionen im Anlagenbereich haben sich in der Praxis bewährt.
Grafische Verfahren zur Ermittlung der zu erwartenden Schallemission von Geräten und zur Schallfortpflanzung im Anlagenbereich sind inzwischen durch numerische Verfahren ergänzt worden. Den Herstellern stehen numerische Modelle zur Vorausberechnung der zu erwartenden Schallemissionen ihrer Geräte bei bestimmten Betriebszuständen zur Verfügung, wobei diese die hierbei einzusetzenden Parameter aufgrund ihrer Erfahrungen anpassen und so zuverlässige Aussagen treffen können. Auf eine detaillierte Darstellung der Ermittlung der Schallemissionen der Geräte wurde verzichtet, da diese den Herstellern obliegt. Stattdessen wurden die erforderlichen Angaben an der Schnittstelle zwischen Gerätelieferanten und Anlagenbau genau beschrieben, da eine entsprechend aussagekräftige Spezifikation für die Vorhersage der Schallemission der Gesamtanlage unverzichtbar ist.
Darüber hinaus haben sich die normativen Grundlagen weiterentwickelt. So wurden die Festlegungen zahlreicher VDI-Richtlinien in europäische oder internationale Normen übernommen. Die im DVGW-Merkblatt G 494 zusammengefassten Schallschutzmaßnahmen werden dem Gasfach zur Anwendung empfohlen.
Gegenüber DVGW-Hinweis G 494:1981-11 wurden folgende Änderungen vorgenommen:

  • Aktualisierung der normativen Verweise und Rechtsbezüge;
  • Inhaltliche Anpassung an den Stand der Technik;
  • Umstellung der Struktur des Dokumentes;
  • Ersatz der Angaben zur Abschätzung von Entspannungsgeräuschen durch eine Beschreibung der erforderlichen Angaben der Gerätehersteller zur Schallemission der Geräte;
  • Streichung der konischen Aufweitung als Maßnahme zur Schallreduzierung an Rohrleitungen;
  • Bereinigung der Tabelle 1 mit den Beispielen zu Schalldämmmaßen gebräuchlicher Baumaterialien und Bauelemente;
  • Streichung des Musters für ein Schallmessprotokoll;
  • weitere redaktionelle Überarbeitung.

Ausgabe 2/18

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Informier' dich doch!

Jetzt den monatlichen 3R-info-Newsletter abonnieren!

EWE vergibt Großauftrag für H2-Erzeugungsanlage an Bilfinger
EWE vergibt Großauftrag für H2-Erzeugungsanlage an Bilfinger

Das Energieunternehmen EWE hat für die 320-MW-Wasserstoff-Erzeugungsanlage in Emden den Industriedienstleister Bilfinger mit Stahlbau, Rohrleitungs- sowie Komponentenmontage beauftragt. Der Auftrag zählt laut EWE zu den größten im Gesamtprojekt „Clean Hydrogen Coastline“ und ist nach der Beauftragung für Elektrolyse, Verdichter und Bauleistungen das letzte wesentliche Vergabepaket.

mehr lesen
Brancheninitiative: Neuer Weiterbildungsansatz für die Wasserinfrastruktur
Brancheninitiative: Neuer Weiterbildungsansatz für die Wasserinfrastruktur

Erstmals bündeln Unternehmen aus Planung und Bau der Wasserinfrastruktur ihr Wissen – darunter Hersteller, Bauunternehmen und Ingenieurdienstleister, um einen gemeinsamen, praxisorientierten Weiterbildungsansatz zu entwickeln. Ziel ist es, dem wachsenden Fachkräftemangel und dem Verlust von Erfahrungswissen in der Branche zu begegnen.

mehr lesen
Gas-Szenarien-Update: Speicherstände unter Druck
Gas-Szenarien-Update: Speicherstände unter Druck

Laut Initiative Energien Speichern e.V. (INES) war der deutsche Gasmarkt im Zeitraum von Mai 2025 bis April 2026 von einem spürbaren Verbrauchsanstieg, intensiver Speichernutzung im Winter und schwierigen Rahmenbedingungen für die Wiederbefüllung geprägt. Hohe Gaspreise und veränderte Marktbedingungen sorgten derzeit für große Unsicherheit im Hinblick auf den kommenden Winter.

mehr lesen
Rückblick auf die 21. Pipeline Technology Conference
Rückblick auf die 21. Pipeline Technology Conference

Die 21. Pipeline Technology Conference (ptc) ist vergangene Woche in Berlin zu Ende gegangen. Mit 1.132 Teilnehmenden aus 61 Ländern sowie Delegationen von rund 100 Pipeline-Betreibergesellschaften war die ptc 2026 laut Veranstalter die größte und internationalste Ausgabe in der 21-jährigen Geschichte der Veranstaltung.

mehr lesen

Publikationen zum Thema