Generic filters
FS Logoi

Energiewirtschaft: verstärkt in grüne Fernwärme investieren

Die EU-Kommission hat am 2. August 2022 die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) beihilferechtlich genehmigt. Hierzu erklärt Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung: „Die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze ist ein wichtiges Instrument, um die Wärmewende – insbesondere in den Städten – voranzutreiben. Es ist daher ein zentraler Meilenstein, dass die EU-Kommission die Förderung nun endlich beihilferechtlich […]

von | 04.08.22

Die EU-Kommission hat am 2. August 2022 die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) beihilferechtlich genehmigt. Hierzu erklärt Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung:

„Die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze ist ein wichtiges Instrument, um die Wärmewende – insbesondere in den Städten – voranzutreiben. Es ist daher ein zentraler Meilenstein, dass die EU-Kommission die Förderung nun endlich beihilferechtlich genehmigt hat. Die Unternehmen der Energiewirtschaft stehen in den Startlöchern, um verstärkt in die Umstellung der Nah- und Fernwärmeerzeugung auf erneuerbare Wärme und Abwärme sowie in den Umbau der Wärmenetze und Hausübergabestationen zu investieren. Viele Unternehmen sind hier bereits kräftig in Vorleistung gegangen.

Aus Sicht des BDEW wäre es noch besser gewesen, die BEW von vorneherein bis Ende 2030 anzulegen und beihilferechtlich genehmigen zu lassen, um den Unternehmen die nötige Investitionssicherheit zu geben. Zudem ist abzusehen, dass die geplante Fördersumme von bislang durchschnittlich 500 Mio. Euro pro Jahr über rund sechs Jahre nicht ausreichen werden, um den Bedarf zu decken. Wenn das Instrument erfolgreich angelaufen ist, sollte über den Bundeshaushalt mindestens 1 Mrd. Euro jährlich bereitgestellt werden.

Wichtig ist nun, dass die Transformationspläne, die die Nah- und Fernwärmeversorger für bestimmte Förderelemente der BEW erstellen müssen, auch im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung anerkannt werden. Denn sie werden die Roadmaps zu einer vollständig klimaneutralen Nah- und Fernwärmeversorgung über Wärmenetze bis 2045 bilden. Viele Unternehme werden nun zeitnah die grüne Nah- und Fernwärme auf Basis der BEW forcieren. Das hilft dann auch für die kommunale Wärmeplanung.

Durch zunehmend grüne Fernwärme können erheblich CO2-Emissionen eingespart werden. Insbesondere in urbanen Regionen ergeben sich große Effekte für den Klimaschutz, da dort oft der notwendige Platz fehlt, um erneuerbare Wärme direkt vor Ort zu erzeugen. Gleichzeitig hilft uns ein steigender Anteil grüner Fernwärme schneller unabhängig von russischen Energieimporten und fossilen Energieträgern zu werden.

Die Nah- und Fernwärmeversorger werden in den kommenden Jahren hohe Summen in die Erhöhung des Anteils von Wärme aus Erneuerbaren Energien, von Wärme aus Power-to-Heat und aus der Umwelt über Großwärmepumpen sowie des Abwärmeanteils investieren.“

(Quelle: BDEW)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Informier' dich doch!

Jetzt den monatlichen 3R-info-Newsletter abonnieren!

Live-Webinar: Muffensysteme für einen effizienten Wärmenetzausbau
Live-Webinar: Muffensysteme für einen effizienten Wärmenetzausbau

Wie lassen sich Fern- und Nahwärmenetze unter hohem Zeit- und Kostendruck effizient realisieren? Dieser Frage widmet sich das Live-Webinar von BGS am 12. November 2026 um 11 Uhr. Im Mittelpunkt stehen unterschiedliche Muffensysteme und ihr Einfluss auf Montageaufwand, Baustellenablauf und Wirtschaftlichkeit.

mehr lesen
IKT-Konferenz zu KI, Drohnen, Robotern weltweit: Was ist neu im Kanal?
IKT-Konferenz zu KI, Drohnen, Robotern weltweit: Was ist neu im Kanal?

Das IKT lädt Fachleute aus aller Welt zur dritten internationalen Konferenz „AI, Drones, Sensors and Robots for Smart Sewers and Urban Drainage“ ein. Am 3. und 4. Februar 2027 in Gelsenkirchen geht es um neue Technologien für Kanalnetze und Stadtentwässerung – und um die Frage, was sie in der Praxis leisten. Präsentationsvorschläge sind bis zum 31. Oktober 2026 willkommen.

mehr lesen
Ingenieure ohne Grenzen verbessern weltweit Lebensbedingungen
Ingenieure ohne Grenzen verbessern weltweit Lebensbedingungen

Der gemeinnützige Verein Ingenieure ohne Grenzen e. V. hat seit seiner Gründung im Jahr 2003 gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen im Globalen Süden zahlreiche Infrastrukturprojekte in den Bereichen Wasser, Sanitärversorgung, Energie und Bildung realisiert. Rund 900 Ehrenamtliche haben sich dafür in 28 deutschen Regionalgruppen organisiert. Aktuelle Projekte sind unter anderem in Sierra Leone, Tansania, Simbabwe, Uganda und Kenia entstanden.

mehr lesen
Isolierflansch-Hersteller: Mitbegründerin übergibt Geschäftsführung
Isolierflansch-Hersteller: Mitbegründerin übergibt Geschäftsführung

Claudia Suckut hat sich heute zum 1. Oktober aus der operativen Führung des Isolierflansch-Herstellers Isoflanges zurückgezogen. Steffen Rathmann hat die alleinige Geschäftsführung in Winsen (Aller) übernommen. Der Wechsel ist in das zehnte Jahr des Firmenbestehens gefallen. Die Beteiligungsgesellschaft Companion hat den Schritt als Zeichen für Kontinuität eingeordnet.

mehr lesen

Publikationen zum Thema