Generic filters
FS Logoi

rbv-Fachtreffen: Quo vadis Leitungsbau?

Energie- und Wärmewende, Glasfaserausbau und E-Mobilität sind nur einige Herausforderungen, bei deren Lösung der Leitungsbau eine tragende Rolle spielt. Gleichzeitig leidet die Branche unter Planungsunsicherheit, Kostensteigerungen und Fachkräftemangel. Der Rohrleitungsbauverband e. V. (rbv) hat die Fachpresse Anfang September zum Jahrespressegespräch eingeladen, um über die Zukunft des Leitungsbaus und mögliche Lösungsansätze zu sprechen. Dr. Ralph Donath […]

von | 11.10.23

Der rbv lud die Fachpresse zum Gespräch, um über die Zukunft des Leitungsbaus und mögliche Lösungsansätze zu sprechen
rbv

Energie- und Wärmewende, Glasfaserausbau und E-Mobilität sind nur einige Herausforderungen, bei deren Lösung der Leitungsbau eine tragende Rolle spielt. Gleichzeitig leidet die Branche unter Planungsunsicherheit, Kostensteigerungen und Fachkräftemangel. Der Rohrleitungsbauverband e. V. (rbv) hat die Fachpresse Anfang September zum Jahrespressegespräch eingeladen, um über die Zukunft des Leitungsbaus und mögliche Lösungsansätze zu sprechen. Dr. Ralph Donath (rbv-Präsident), Hauptgeschäftsführer Dipl.-Ing. Dipl.-Wirtsch.-Ing. Dieter Hesselmann, Bereichsleiterin Öffentlichkeitsarbeit Dipl.-Ing. Martina Buschmann sowie Bereichsleiter Technik Dipl.-Ing. Andreas Hüttemann diskutierten mit den geladenen Pressevertretern über die aktuellen und zukünftigen Aufgaben, die der Leitungsbau bewältigen muss. Dabei kristallisierten sich im Gespräch zwei Hauptthemen heraus, die eng miteinander verknüpft sind: Die Transformation der Energie- und Wärmeversorgung zur Klimaneutralität und die dafür benötigten Fachkräfte, die derzeit noch fehlen.

Mit Fachkompetenz Aufklärungsarbeit in Richtung Politik betreiben

rbv-Präsident Dr. Ralph Donath

Dr. Ralph Donath skizzierte gleich zu Anfang des Gespräches die aktuellen Anforderungen in Sachen Wärme- und Energiewende: „Mit Fachkompetenz und geeint als Branche haben wir kontinuierlich und offensiv Aufklärungsarbeit in Richtung Politik betrieben, sodass nun mit der Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) und dem damit verknüpften Wärmeplanungsgesetz (WPG) ein erster Schritt in Richtung Planungssicherheit gemacht werden konnte, jedoch muss dieser Rahmen jetzt auf politischer Ebene konkret, vorurteilsfrei und technologieoffen ausgestaltet werden.”

Der rbv, die Partnerverbände und Organisationen seien hier in einem sehr intensiven Austausch mit der Politik, um das gemeinsame Ziel der Dekarbonisierung des Wärmemarktes voranzutreiben. Auch betonte Donath, dass die Mitgliedsunternehmen des rbv bereitstünden, um die kommunalen Versorger bei der lokalen und regionalen Wärmeplanung beratend zu unterstützen. Denn gerade die knappe Zeit – bis Mitte 2026 müssen Kommunen mit mehr als 100.000 Einwohnern ihre Wärmeplanung abgeschlossen haben – sei eine riesige Hürde und nur durch ein partnerschaftliches Miteinander mit den Auftragnehmern könnten diese die besten, regional abgestimmten energetischen Konzepte erstellen.

Digitale Transformation und BIM

„Vor dem Hintergrund der enormen Bauvorhaben, die den Leitungsbau aktuell beschäftigen und in absehbarer Zukunft auf ihn zukommen – vom Breitbandausbau über die Infrastruktur der Ladesäulen für die E-Mobilität bis hin zur Transformation der Gas- und Wärmenetze“, so Dieter Hesselmann, „ist effizientes und ressourcenschonendes Bauen dringend notwendig.“ Ein Stichwort dazu sei die Digitalisierung. Federführend im Verband ist hier Andreas Hüttemann, der den gemeinsamen GSTT/rbv-Arbeitskreis “Digitale Transformation und BIM” betreut und den Mitgliedsunternehmen u. a. durch eine entsprechende Webinarreihe eine Plattform zum Austausch und für neue Impulse gibt. Ein weiteres Schlagwort sei aktuell die Klimaneutralität von Baustellen. Diesem Thema widme sich der Verband durch Gründung eines entsprechenden Arbeitskreises zukünftig verstärkt, da durch die europäische Taxonomie bestimmt CO2-Einsparungen auf Baustellen immer mehr an Relevanz gewinnen werden. Wie Dr. Ralph Donath hob auch Hesselmann die Bedeutung der Planungssicherheit hervor, denn gerade auch für die Akquirierung und Weiterentwicklung von Fachkräften müssten Unternehmen wissen, was auf sie zukommt.

rbv-Hauptgeschäftsführer Dieter Hesselmann

Um das Thema Fachkräfte ging es auch bei dem Beitrag von Martina Buschmann. So ist der Verband durch seine Berufsbildungsgesellschaften rbv GmbH und brbv GmbH im Bereich der Weiterqualifizierung von Fachkräften sehr gut aufgestellt, allerdings steht die gesamte Branche Leitungsbau vor dem Problem der Nachwuchsgewinnung. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, hat der rbv eine Dialogoffensive #pipeline31 gestartet, die den Leitungsbau an sich und seine gesellschaftliche Relevanz in das Bewusstsein der Bevölkerung rücken und so jungen Menschen die Möglichkeiten der Berufswahl Leitungsbau aufzeigen soll. „Rund 4 Millionen Views auf allen Kanälen sprechen für sich, aber was uns besonders freut, ist die Interaktion auf unseren Social-Media-Kanälen. Wir haben noch einige Anstrengungen vor uns, aber ein erster Meilenstein in Richtung Sichtbarkeit ist geschafft!“, resümierte Martina Buschmann abschließend.

(Quelle: rbv)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Informier' dich doch!

Jetzt den monatlichen 3R-info-Newsletter abonnieren!

Live-Webinar: Muffensysteme für einen effizienten Wärmenetzausbau
Live-Webinar: Muffensysteme für einen effizienten Wärmenetzausbau

Wie lassen sich Fern- und Nahwärmenetze unter hohem Zeit- und Kostendruck effizient realisieren? Dieser Frage widmet sich das Live-Webinar von BGS am 12. November 2026 um 11 Uhr. Im Mittelpunkt stehen unterschiedliche Muffensysteme und ihr Einfluss auf Montageaufwand, Baustellenablauf und Wirtschaftlichkeit.

mehr lesen
IKT-Konferenz zu KI, Drohnen, Robotern weltweit: Was ist neu im Kanal?
IKT-Konferenz zu KI, Drohnen, Robotern weltweit: Was ist neu im Kanal?

Das IKT lädt Fachleute aus aller Welt zur dritten internationalen Konferenz „AI, Drones, Sensors and Robots for Smart Sewers and Urban Drainage“ ein. Am 3. und 4. Februar 2027 in Gelsenkirchen geht es um neue Technologien für Kanalnetze und Stadtentwässerung – und um die Frage, was sie in der Praxis leisten. Präsentationsvorschläge sind bis zum 31. Oktober 2026 willkommen.

mehr lesen
Ingenieure ohne Grenzen verbessern weltweit Lebensbedingungen
Ingenieure ohne Grenzen verbessern weltweit Lebensbedingungen

Der gemeinnützige Verein Ingenieure ohne Grenzen e. V. hat seit seiner Gründung im Jahr 2003 gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen im Globalen Süden zahlreiche Infrastrukturprojekte in den Bereichen Wasser, Sanitärversorgung, Energie und Bildung realisiert. Rund 900 Ehrenamtliche haben sich dafür in 28 deutschen Regionalgruppen organisiert. Aktuelle Projekte sind unter anderem in Sierra Leone, Tansania, Simbabwe, Uganda und Kenia entstanden.

mehr lesen

Publikationen zum Thema