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Evonik Herne: nachhaltige Fernwärme für das Ruhrgebiet

Noch in diesem Jahr soll industrielle Abwärme von Evonik für die Fernwärme-Versorgung von Uniper-Kunden im Ruhrgebiet genutzt werden. Anfang Februar trafen sich Vertreter von Evonik und Uniper, um gemeinsam bei der Uniper Wärme GmbH in Gelsenkirchen den offiziellen Beginn des Projektes feierlich zu unterzeichnen. „Ich freue mich sehr, dass mit diesem Projekt für uns ein […]

von | 16.02.24

V. li. n. re.: Dr. Rainer Stahl, Werksleiter Evonik Operations / Projekt SteerCo, Jose Abel Cabezas Jimenez, Head of Innovation Uniper/ Dr. Bernd Steinmetz, Head of BL Crosslinkers EMEA Region, Arne Hauner, Director Innovation Uniper
Foto: Uniper S E

Noch in diesem Jahr soll industrielle Abwärme von Evonik für die Fernwärme-Versorgung von Uniper-Kunden im Ruhrgebiet genutzt werden. Anfang Februar trafen sich Vertreter von Evonik und Uniper, um gemeinsam bei der Uniper Wärme GmbH in Gelsenkirchen den offiziellen Beginn des Projektes feierlich zu unterzeichnen.

„Ich freue mich sehr, dass mit diesem Projekt für uns ein weiterer Meilenstein auf unserem Wärmetransformationspfad in Richtung CO2 Einsparung getan ist. Mit dem Start dieses Pilotprojekts sorgen wir auch in Zukunft für die Versorgungssicherheit unserer Fernwärme-Kunden. Gemeinsam mit Evonik gehen wir einen spannenden und herausfordernden Schritt hin zur Dekarbonisierung unserer Wärmeerzeugung“, sagt die Geschäftsführerin der Uniper Wärme GmbH, Jenny Banczyk.

Uniper wird am Evonik-Standort Herne zunächst im Rahmen eines Pilotprojekts eine innovative Hochtemperatur-Wärmepumpe installieren und dabei die Gegebenheiten vor Ort nutzen: Da bereits eine oberirdische Fernwärmeleitung von Uniper auf dem Werksgelände verläuft, sei es ohne große Umbauten möglich, von hier aus Fernwärme in das Netz einzuspeisen.

„TORTE“: Wärmeversorgung von 1000 Haushalten und 1750 t weniger CO2

Das Projekt ist ein Zusammenspiel verschiedener Komponenten: Wie beim Betrieb fast aller Industrieanlagen, entsteht auch in den Produktionsanlagen des Standortes Herne Abwärme in unterschiedlichen Mengen. Dabei erwärmt sich das in den Prozessen benötigte Kühlwasser in den Anlagen und dient nun als Wärmequelle. Die Abwärme wird nicht ungenutzt in die Umgebung abgegeben, sondern durch die Hochtemperatur-Wärmepumpe und mit Hilfe erneuerbarer Energie auf das benötigte Temperaturniveau des Fernwärmenetzes von über 100°C angehoben. Von der Wärmepumpe profitieren rund 1.000 Haushalte in Herne. Die CO2-Einsparung beläuft sich auf circa 1.750 t pro Jahr.

„Mit unserem Projekt TORTE – technische Optionen zur Rückgewinnung thermischer Energie – leisten wir einen Beitrag ganz im Sinne der Nachhaltigkeit und begrüßen es, mit Uniper einen Partner gefunden zu haben, der unsere Abwärme zum Nutzen der städtischen Wärmeversorgung in Herne sinnvoll einsetzen kann und will“, so Dr. Rainer Stahl, Standortleiter von Evonik in Herne. „Erst kürzlich haben wir den ersten Preis der „Initiative Responsible Care“ des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) für den nachhaltigen und sparsamen Umgang mit Energie erhalten. Wir sind sehr stolz darauf, dass unser gemeinsames Projekt mit Uniper als Teil eines ganzheitlichen Konzepts zur grünen Transformation unseres Chemiestandorts in Herne beitragen wird.“

(Quelle: Uniper)

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