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Hamburgs und Kiews Wasserversorger stärken Zusammenarbeit

Eine Delegation von Kyivvodokanal, dem Wasser- und Abwasserunternehmen der ukrainischen Hauptstadt Kiew, hat am 18. März das Klärwerk Hamburg und die zentrale Leitwarte für die Wasserversorgung besichtigt. Ziel des gemeinsamen Austausches ist es, die Kooperation zwischen den Fachleuten zu stärken. Seit 2022 unterstützt HAMBURG WASSER Kyivvodokanal u.a. bei der Beschaffung von notwendigem Equipment, um Wasserwerke […]

von | 19.03.24

Oleg Lysyuk, General Director Kyivvodokanal und Ingo Hannemann, Geschäftsführer HAMBURG WASSER (links)
Bildquelle HAMBURG WASSER

Eine Delegation von Kyivvodokanal, dem Wasser- und Abwasserunternehmen der ukrainischen Hauptstadt Kiew, hat am 18. März das Klärwerk Hamburg und die zentrale Leitwarte für die Wasserversorgung besichtigt. Ziel des gemeinsamen Austausches ist es, die Kooperation zwischen den Fachleuten zu stärken. Seit 2022 unterstützt HAMBURG WASSER Kyivvodokanal u.a. bei der Beschaffung von notwendigem Equipment, um Wasserwerke und Trinkwassernetz in Kriegszeiten bestmöglich zu betreiben und die Versorgung für die Ukrainerinnen und Ukrainer aufrechtzuerhalten. Der Besuch steht im Zeichen des Weltwassertages am 22. März. Die Vereinten Nationen (UN) rufen zum diesjährigen Aktionstag unter dem Motto „Water for Peace“ bzw. „Wasser für Frieden“ auf.

„Sauberes Wasser aus der Leitung, zu jeder Tages- und Nachtzeit, ist für die Menschen in Kiew seit dem großflächigen Angriffskrieg Russlands keine Selbstverständlichkeit mehr. Wasser ist unsere wichtigste Ressource, und eine funktionierende Trinkwasserversorgung trägt dazu bei, die Zivilisation aufrechtzuerhalten. Mit unserem Engagement für Kiew möchten wir einen Beitrag leisten, die Versorgungssituation vor Ort zu verbessern und dabei zu helfen, die Menschen vor Ort bestmöglich mit Trinkwasser zu beliefern“, so Ingo Hannemann, Geschäftsführer von HAMBURG WASSER.

Wasserwagen. Bildquelle: Kyivvodokanal

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine stellt die Wasserversorger vor große Herausforderungen: Neben Angriffen auf die kritische Infrastruktur lösen z. B. Raketeneinschläge massive Druckwellen im Boden aus, was vermehrt zu Rohrbrüchen führt, die Trinkwasserversorgung gefährdet und oft auch unterbricht. HAMBURG WASSER unterstützt Kyivvodokanal bei der Beschaffung von Wasserwagen, um Trinkwasser auch während Versorgungsunterbrechungen bereitzustellen. Zudem werden Notstromaggregate für die IT-Server sowie Sensoren beschafft, um das Leitungsnetz zu überwachen und Rohrbrüche schneller zu registrieren. Darüber hinaus berät HAMBURG WASSER einerseits bei der Prozessoptimierung in den zentralen Wasserwerken, um diese effizienter und resilienter zu betreiben sowie andererseits bei der Etablierung von geografischen Informationssystemen, was auch im Hinblick auf den Wiederaufbau wichtig ist. Regelmäßige Videokonferenzen und Hospitationen in Hamburg sorgen für den fachlichen Austausch.

Neben dem Engagement in Kiew bringt sich HAMBURG WASSER in weiteren internationalen Partnerschaften für eine nachhaltig sichere Trinkwasserversorgung ein: Unter anderem unterstützt HAMBURG WASSER seit 2022 die Städte Shinyanga und Kahama in Tansania in Fragen der Wasseraufbereitung, Strategieplanung und bei der Etablierung von geografischen Informationssystemen. In Amman, Jordanien, bringt HAMBURG WASSER sein Know-how für die Verbesserung der Prozesse des zentralen Wasserwerks und der Wasserqualität in dem wasserarmen Land ein.

Die Betreiberpartnerschaften werden durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert und als Kooperationsprojekt der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und Engagement Global in Zusammenarbeit mit dem VKU und der GWP umgesetzt.

(Quelle: Hamburg Wasser)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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