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Neuer Regenwasserkanal schützt Klinik vor Überflutung

Störungsfreie Entwässerung auf dem Areal der Göttinger Universitätsmedizin Kanal ersetzt Pumpensystem.

von | 05.03.15

Am Ziel: Einfahrt der Tunnel-Bohr-Maschine in den Zielschacht. Foto: I.CO.P.

Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) gehört mit ca. 7.500 Mitarbeitern und einer Bettenzahl von 1.460 zu den führenden Kliniken in Deutschland. Mit acht angegliederten Gesundheitsfachschulen zählt das Klinikum ebenso zu einem der größten Arbeitgeber in der Region. Da es sich in einer Senke des Stadtgebietes Göttingens befindet, erfolgt die Entwässerung des Schmutz-und Regenwassers bisher mittels einer aufwendigen Hebeanlage. Zum Schutz vor Überlastung der Kanalsysteme befindet sich auf dem Gelände zusätzlich ein großvolumiges Regenrückhaltebecken. Für den Betrieb dieses Beckens war bisher der Betrieb von technisch aufwendigen und mit den entsprechenden Betriebsrisiken verbundenen Pumpensystemen nötig. Im Rahmen des geplanten Neubaus eines Bettenhauses sowie eines neuen OP-Traktes mit Intensivstation werden die Flächen dieses Rückhaltebecken in Anspruch genommen, da es innerhalb der Liegenschaft keine weiteren geeigneten Flächen gibt. Zudem kam es im Juni 2013 zu einem Totalausfall der Pumpenanlagen, welche auch den Betrieb des Rückhaltebeckens regeln. Eine Überflutung des Klinikkomplexes konnte nur durch den Einsatz des Katastrophenschutzes verhindert werden. Vor diesem Hintergrund errichtet die UMG bis in den Herbst 2015 für rund 12 Millionen Euro einen 1,2 Kilometer langen neuen Kanal, der in bis zu 13 Metern Tiefe das Regen- und Grundwasser vom Klinikareal als Freispiegelleitung abführt. Um alle Anforderungen an die Erstellung sowie um eine langfristige Nutzung gewährleisten zu können, setzen die Bauherren auf Stahlbetonvortriebsrohre in FBS-Qualität.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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