Generic filters
FS Logoi

StEB Köln: erster Spatenstich für neuen Rheindüker

Die Stadtentwässerungsbetriebe Köln (StEB Köln) setzten am 29. Januar gemeinsam mit weiteren Beteiligten den symbolischen ersten Spatenstich für den Neubau des Rheindükers. Das rechtsrheinische Großklärwerk Köln-Stammheim reinigt über 80 % der häuslichen und gewerblichen Abwässer Kölns. Doch die Abwasserrohre, die die beiden Rheinseiten verbinden – der sogenannte Rheindüker – sind in die Jahre gekommen. Gebaut […]

von | 01.02.24

von links: Christian Heinze, Projektleiter StEB Köln; Janine Hofmann, stellv. Projektleiterin StEB Köln; Ulrike Franzke, Vorständin StEB Köln; William Wolfgramm, Dezernent für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften der Stadt Köln und Dr. Christian Gattke, Geschäftsbereichsleiter Wasserwirtschaftlich Grundlagen und Investitionen StEB Köln
Foto: StEB Köln/Peter Jost

Die Stadtentwässerungsbetriebe Köln (StEB Köln) setzten am 29. Januar gemeinsam mit weiteren Beteiligten den symbolischen ersten Spatenstich für den Neubau des Rheindükers.

Das rechtsrheinische Großklärwerk Köln-Stammheim reinigt über 80 % der häuslichen und gewerblichen Abwässer Kölns. Doch die Abwasserrohre, die die beiden Rheinseiten verbinden – der sogenannte Rheindüker – sind in die Jahre gekommen. Gebaut 1928, werden sie den Anforderungen einer wachsenden Millionenstadt nicht mehr gerecht. Heute fand auf dem Gelände des Großklärwerks Köln-Stammheim der symbolische erste Spatenstich statt.

„Der neue Rheindüker ist ein wesentlicher Baustein für eine intakte Umwelt“, so William Wolfgramm, Dezernent für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften der Stadt Köln. „Er trägt dazu bei, dass die Kölner Abwässer effizient und ressourcenschonend gereinigt werden.“

Großklärwerk in Köln-Stammheim künftig besser ausgelastet

Der neue Düker kann zukünftig 6.000 l Abwasser pro Sekunde transportieren – eineinhalb Mal so viel wie bisher. Außerdem verfügt er über eine hydraulische Steuerung. Damit können die Abflussmengen zukünftig an die Kapazitäten des Großklärwerks Stammheim angepasst werden, was eine effizientere und ressourcenschonendere Abwasserreinigung ermöglicht.

So schafft der neue Rheindüker ausreichende Kapazitäten im Kölner Abwassersystem mit einer sicheren Ableitung für mindestens ein weiteres Jahrhundert. Während der alte Düker derzeit nur mit Tauchern auf Schäden in den Rohren untersucht wird, können die StEB Köln den neuen Düker mit Kameras und Begehungen inspizieren.

„Der Neubau des Rheindükers ist eine wichtige Investition in die Zukunft der Abwasserinfrastruktur Kölns“, sagte Ulrike Franzke, Vorständin der StEB Köln. „Er sichert die zuverlässige und sichere Abwasserentsorgung der Stadt für die nächsten Jahrzehnte.“

Bauen im Rohrvortrieb

Wurde der alte Rheindüker vor 95 Jahren noch oberirdisch gebaut und dann auf den Grund des Rheins abgesenkt, erfolgt nun ein Tunnelbau im Rohrvortrieb unter dem Rhein. Der Startschacht für den Neubau liegt in Köln-Stammheim in der Nähe des Großklärwerks.

Dort setzen die StEB Köln einen Bohrkopf mit einem Außendurchmesser von 4 m in die Erde. Von Stammheim aus bohrt sich die Maschine 15 bis 25 m unter die Rheinsohle bis zum Zielschacht in Köln-Niehl. Die Dükerrohre werden hinter der Vortriebsmaschine stückweise eingeschoben. Ist der Zielschacht erreicht, wird die Vortriebsmaschine geborgen. Insgesamt werden zwei Rohrstränge mit einem Abstand von
5 m hintereinander hergestellt.

Der Zielschacht befindet sich in Köln-Niehl am bestehenden Dükeroberhaupt. Hier laufen bereits heute alle linksrheinischen Abwasserrohre zusammen. Von diesem zentralen Sammelpunkt aus laufen dann zukünftig die Abwässer im neuen Rheindüker unter dem Rhein nach Stammheim. Die Herstellung der Baugruben und der Rohrvortrieb enden voraussichtlich im Herbst 2026. Bis 2028 wollen die StEB Köln den neuen Düker fertigstellen.

Mehr Informationen unter: www.rheindüker.koeln

(Quelle: StEB Köln)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Informier' dich doch!

Jetzt den monatlichen 3R-info-Newsletter abonnieren!

Talsperren bewahren die Ruhr vor dem Trockenfallen
Talsperren bewahren die Ruhr vor dem Trockenfallen

Im Einzugsgebiet der Ruhr sind im Juli nur 22 Millimeter Niederschlag gefallen, 77 Prozent weniger als üblich, wie der Ruhrverband am 7. August mitgeteilt hat. Ohne den Ausgleich durch das Talsperrensystem wäre der Fluss am Pegel Villigst bei Schwerte an 18 von 31 Tagen streckenweise trockengefallen.

mehr lesen
Wärmewende: Studie bestätigt Rolle von Wärmepumpen und Wärmenetzen
Wärmewende: Studie bestätigt Rolle von Wärmepumpen und Wärmenetzen

Das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE und Öko-Institut haben die zweite Ausgabe ihrer Studie zur kommunalen Wärmeplanung vorgelegt. Darin haben sie die Ergebnisse aus rund 380 Wärmeplänen von etwa 940 Kommunen ausgewertet. Die Untersuchung bestätigt, dass Wärmepumpen und Wärmenetze die tragenden Säulen der künftigen Wärmeversorgung in Deutschland bilden, zeigt jedoch weiterhin Lücken bei den Annahmen zu Gebäudesanierung, Biomasseeinsatz und industrieller Prozesswärme.

mehr lesen
Behörde benennt Prüfstelle für Niederschlagswasser an Bahnanlagen
Behörde benennt Prüfstelle für Niederschlagswasser an Bahnanlagen

Das Eisenbahn-Bundesamt hat das IKT – Institut für Unterirdische Infrastruktur als Prüfstelle für dezentrale Niederschlagswasserbehandlungsanlagen an Bahnanlagen benannt, wie das Institut am 5. August mitgeteilt hat. Hersteller können die Reinigungsleistung ihrer Systeme damit künftig für den Einsatz an Gleisanlagen nachweisen lassen, wo neben Schwermetallen auch Herbizide im Abfluss auftreten können.

mehr lesen
CO2-Bilanzierungsregeln bestimmen Wirtschaftlichkeit von Elektrolyseanlagen
CO2-Bilanzierungsregeln bestimmen Wirtschaftlichkeit von Elektrolyseanlagen

Forschende der Universität Mannheim haben berechnet, wie sich CO₂-Bilanzierungsregeln auf die Wirtschaftlichkeit von Power-to-Gas-Anlagen auswirken. Die im Nature Communications veröffentlichte Studie nimmt dabei die Perspektive gewinnorientierter Unternehmen ein. Die Ergebnisse zeigen: Strenge Regeln bieten ausreichende Investitionsanreize bei Renditen von 8 bis 15 Prozent, garantieren aber keinen kohlenstoffarmen Wasserstoff. Weniger strenge Regeln erhöhen die Renditen auf bis zu 23 Prozent.

mehr lesen
WONKa: Bundesnetzagentur ordnet Wasserstoffnetzkosten und Kapitalverzinsung neu
WONKa: Bundesnetzagentur ordnet Wasserstoffnetzkosten und Kapitalverzinsung neu

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat am 29. Juli ein Verfahren zur Neuregelung der Netzkosten und der Kapitalverzinsung für Wasserstoffnetze eingeleitet. Die „Festlegung für einen Wasserstoff-Ordnungsrahmen zu den Netzkosten und Methoden der Kapitalverzinsung” (WONKa) löst die bisherige „Verordnung über die Kosten und Entgelte für den Zugang zu Wasserstoffnetzen“ (WasserstoffNEV) ab und soll eine Regelungslücke bei den Zinssätzen für die Kapitalverzinsung schließen. Sie soll für die Kostengenehmigungsverfahren ab dem Jahr 2028 in Kraft treten. Ein Konsultationsentwurf ist für Dezember angekündigt.

mehr lesen

Publikationen zum Thema