Der demografische Wandel sowie die regional und lokal sehr unterschiedlich verlaufende Bevölkerungsentwicklung verändern die Anzahl und die Altersstruktur der von einem Wasserversorger zu versorgenden Einwohner. Das wiederum hat unmittelbaren Einfluss auf die Entwicklung des Wasserbedarfs.
Die neue DVGW-Information Wasser Nr. 82 gibt vor diesem Hintergrund Hinweise zur Ermittlung des künftigen Wasserbedarfs und erläutert die systematische Identifizierung des technischen Anpassungsbedarfs und der technischen Anpassungsmöglichkeiten an sich verändernde Wasserbedarfe. Bei der Analyse bilden Wasserbedarf, nutzbare Wassermenge, Soll-Versorgungsaufgabe und die darauf bezogene Zustandsanalyse sowie die Feststellung des Erneuerungsbedarfs des vorhandenen Versorgungssystems die Grundlage. Darauf aufbauend wird gezeigt, wie sich technisch gleichwertige Planungsvarianten zur langfristigen Erfüllung der Versorgungsaufgabe entwickeln lassen.
Entlang der Prozesskette eines Wasserversorgungssystems erläutert die Information anhand konkreter Hinweise und Beispiele die Anpassungsmöglichkeiten. Weiterhin werden Empfehlungen zur Erstellung von Wasserbedarfsprognosen und von Entwicklungsprognosen zur nutzbaren Wassermenge gegeben. Die Information soll Unterstützung bei Investitionsentscheidungen geben, der Vermeidung von Fehleinschätzungen zukünftiger Entwicklungen dienen und kann auch als Grundlage für die Sicherung der Ressource in wasserrechtlichen Verfahren herangezogen werden. Sie zeigt geeignete Vorgehensweisen und Handlungsmöglichkeiten auf, bietet aber keine konkreten Lösungsvorschläge.
Konkrete Anpassungskonzepte sind von jedem Wasserversorger und für jedes Wasserversorgungssystem individuell zu entwickeln und umzusetzen.
Die Information richtet sich an Wasserversorger, beratende Ingenieur- und Planungsbüros sowie Wasser- und Gesundheitsbehörden.
Ausgabe 8/17
EWE vergibt Großauftrag für H2-Erzeugungsanlage an Bilfinger
Das Energieunternehmen EWE hat für die 320-MW-Wasserstoff-Erzeugungsanlage in Emden den Industriedienstleister Bilfinger mit Stahlbau, Rohrleitungs- sowie Komponentenmontage beauftragt. Der Auftrag zählt laut EWE zu den größten im Gesamtprojekt „Clean Hydrogen Coastline“ und ist nach der Beauftragung für Elektrolyse, Verdichter und Bauleistungen das letzte wesentliche Vergabepaket.





