Generic filters
FS Logoi

Entwicklung des potenziellen deutschen H2-Netzes im NEP Gas 2022-2032

Die Fernleitungsnetzbetreiber (FNB) rufen die Betreiber von Leitungsnetzinfrastrukturen auf, bestehende und konkret geplante Leitungssysteme zum Transport von Wasserstoff für die Berücksichtigung in der Wasserstoffvariante des Netzentwicklungsplans Gas (NEP Gas) 2022-2032 und des Wasserstoffberichts gemäß § 28q EnWG zu melden. Mit dem Konsultationsdokument des Szenariorahmens zum Netzentwicklungsplan Gas 2022-2032 vom 21.06.2021 haben die FNB dargelegt, dass […]

von | 15.10.21

Die Fernleitungsnetzbetreiber (FNB) rufen die Betreiber von Leitungsnetzinfrastrukturen auf, bestehende und konkret geplante Leitungssysteme zum Transport von Wasserstoff für die Berücksichtigung in der Wasserstoffvariante des Netzentwicklungsplans Gas (NEP Gas) 2022-2032 und des Wasserstoffberichts gemäß § 28q EnWG zu melden.

Mit dem Konsultationsdokument des Szenariorahmens zum Netzentwicklungsplan Gas 2022-2032 vom 21.06.2021 haben die FNB dargelegt, dass sie – analog zum Netzentwicklungsplan Gas 2020-2030 – die Modellierung einer separaten Wasserstoffvariante im Netzentwicklungsplan Gas 2022-2032 beabsichtigen. Im Rahmen der Modellierung wird auf Basis konkreter Kapazitätsmeldungen ein potenzielles Wasserstofftransportnetz für die Zeitpunkte 2027 und 2032 ermittelt. So können bestehende Gasnetzleitungen identifiziert werden, die für den Transport von Wasserstoff umgestellt werden können.

Hierzu wurde mit der Wasserstoffabfrage Erzeugung und Bedarf WEB der konkrete Kapazitätsbedarf für Wasserstoff bis zum Jahr 2032 im Markt ermittelt. Insgesamt sind 500 Kapazitätsbedarfsmeldungen bei den FNB eingegangen. Bei der Modellierung des Wasserstoffnetzes werden die Projekte berücksichtigt, für welche bis Oktober 2021 ein Memorandum of Understanding (MoU) mit den FNB abgeschlossen wurde.

Im zweiten Schritt prüfen die FNB für die Ermittlung eines effizienten Wasserstofftransportnetzes zum einen welche bestehenden Gasleitungen der FNB umgestellt werden können. Zum anderen sollen auch bereits bestehende Wasserstofftransportinfrastrukturen sowie konkret geplante Umstellungen und Netzausbauprojekte für Wasserstoff anderer Leitungsnetzinfrastrukturbetreiber in der Modellierung berücksichtigt werden.

Aufruf an Betreiber von Leitungsinfrastrukturen

Mit dem Aufruf wollen die FNB sicherstellen, dass möglichst viele der sich aus der Marktabfrage WEB ergebenen Transportbedarfe frühzeitig effizient bereitgestellt werden können. Der Aufruf richtet sich an Betreiber von Leitungsinfrastrukturen. Die Interessierten werden gebeten, ihre Meldungen innerhalb der kommenden vier Wochen über das auf der FNB Gas Webseite bereitgestellte Formular zu melden. Die Berücksichtigung der Meldungen in der Wasserstoffvariante des NEP Gas 2022-2032 kann erfolgen, soweit den FNB ein vollständig ausgefülltes Formular bis zum 29.10.2021 zu der betreffenden Leitungsnetzinfrastruktur übermittelt wird. Grundvoraussetzung für eine Berücksichtigung ist ein transparenter, diskriminierungsfreier Netzzugang für alle Netznutzer.

Diese Meldungen werden dann in den Prozess der Netzentwicklungsplanung integriert. In der Folge werden die FNB mit den Betreibern dieser Leitungsnetzinfrastrukturen das weitere Vorgehen bis zur Veröffentlichung des NEP Gas 2022-2032 abstimmen.

Die Ergebnisse der Wasserstoffmodellierung werden transparent im NEP Gas und der NEP Gas Datenbank veröffentlicht sowie für die Erstellung des Wasserstoffberichts gemäß § 28q EnWG verwendet.

Betreiber von Leitungsinfrastrukturen senden Ihr Formular bitte bis zum 29.10.2021 an: info@fnb-gas.de

Download

Formular Abfrage Wasserstoffleitungen

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Informier' dich doch!

Jetzt den monatlichen 3R-info-Newsletter abonnieren!

OPAL: Eigentümerwechsel bei Gaspipeline für Kernnetz
OPAL: Eigentümerwechsel bei Gaspipeline für Kernnetz

Uniper hat seine 20-prozentige Beteiligung an der rund 470 Kilometer langen Gaspipeline OPAL an den Infrastrukturinvestor Hy24 verkauft. Die Leitung zwischen Lubmin und Brandov wird zukünftig Teil des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes. Die Übertragung erfolgt über sämtliche Anteile an der Lubmin-Brandov Assets GmbH & Co. KG und erfüllt eine Auflage aus dem EU-beihilferechtlichen Genehmigungsverfahren vom Dezember 2022.

mehr lesen
BNetzA-Entwurf zur Kapitalverzinsung der Gasnetze stößt auf Widerstand
BNetzA-Entwurf zur Kapitalverzinsung der Gasnetze stößt auf Widerstand

Mehrere Branchenverbände haben den Entwurf der Bundesnetzagentur (BNetzA) zur künftigen Kapitalverzinsung der Gasnetze kritisiert. Der FNB Gas e.V. hat eine Anpassung des Zinssatzes von 3,76 Prozent auf 5,51 Prozent gefordert. Grund dafür seien mehrere Umsetzungsfehler in der Methodenfestlegung der BNetzA, die ein finanzwissenschaftliches Gutachten aufdeckt. Der BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. und der VKU – Verband kommunaler Unternehmen e.V. haben in einer gemeinsamen Stellungnahme ähnliche Verbesserungen verlangt. Der Entwurf sei wirtschaftlich und methodisch unzureichend und gefährde die Transformation der Netze hin zur Klimaneutralität, teilen die Verbände mit. Zusätzlich schlagen sie eine Verschiebung der Festlegung auf Anfang 2027 vor.

mehr lesen
Einbaugarnituren-Rehabilitation: Instandsetzung über die Straßenkappe
Einbaugarnituren-Rehabilitation: Instandsetzung über die Straßenkappe

Nach Angaben des Verfahrensanbieters wurden bundesweit inzwischen mehr als 4.000 Einbaugarnituren-Rehabilitationen abgeschlossen. Das Interesse an der minimalinvasiven Instandsetzung wächst insbesondere dort, wo Verkehrsflächen möglichst erhalten und Eingriffe in den Straßenkörper reduziert werden sollen. Doch wann ist das Verfahren eine Alternative zur konventionellen Tiefbaumaßnahme – und wo liegen seine Grenzen?

mehr lesen
Saarland startet Bau grenzüberschreitender Wasserstoffleitung
Saarland startet Bau grenzüberschreitender Wasserstoffleitung

Der Netzbetreiber Creos Deutschland hat in Wallerfangen den Bau einer neuen Wasserstoffleitung gestartet. Die rund 17 Kilometer lange Trasse zwischen Leidingen und Dillingen bildet den deutschen Abschnitt der grenzüberschreitenden Verbindung MosaHYc, die künftig Wasserstoff aus Frankreich ins Saarland transportieren soll. Die Bauarbeiten sollen rund eineinhalb Jahre dauern.

mehr lesen
Stadtentwässerungen rüsten sich gegen Trockenheit und Fachkräftemangel
Stadtentwässerungen rüsten sich gegen Trockenheit und Fachkräftemangel

Trockene Sommer und ein wachsender Fachkräftemangel setzen kommunale Abwasserbetriebe unter Druck. Das Institut für Unterirdische Infrastruktur (IKT) hat mit 2 Initiativen im Rahmen des KomNetABWASSER reagiert: einem Strategiedialog zu Trockenheit und Hitze sowie einer neuen berufsbegleitenden Studienreihe für Fachkräfte in der Stadtentwässerung. Beide Angebote richten sich an kommunale Betriebe, die sich auf veränderte Bedingungen einstellen müssen.

mehr lesen

Publikationen zum Thema