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Neue Initiative erforscht Wasserstoffpotenzial in Europa

Verteilnetzbetreiber aus 13 europäischen Ländern starten ein neues Projekt mit dem Namen „Ready4H2″ (Ready for Hydrogen). Das Projekt zielt darauf ab, das Wasserstoff-Know-how und die Erfahrungen der europäischen Gasverteilnetzbetreiber zu bündeln. Zudem: Das Projekt soll ein gemeinsames Verständnis dafür schaffen, wie Verteilnetzbetreiber und ihre Gasnetze dazu beitragen können, wie die Einspeisung und Nutzung von Wasserstoff […]

von | 21.10.21

Verteilnetzbetreiber aus 13 europäischen Ländern starten ein neues Projekt mit dem Namen „Ready4H2″ (Ready for Hydrogen). Das Projekt zielt darauf ab, das Wasserstoff-Know-how und die Erfahrungen der europäischen Gasverteilnetzbetreiber zu bündeln. Zudem: Das Projekt soll ein gemeinsames Verständnis dafür schaffen, wie Verteilnetzbetreiber und ihre Gasnetze dazu beitragen können, wie die Einspeisung und Nutzung von Wasserstoff erleichtert werden kann.

Ready4H2: drei Studien

Das Ready4H2-Projekt ist bis Februar 2022 geplant und soll drei neue Studien mit unterschiedlichem Untersuchungsschwerpunkt umfassen.

  • Die erste Studie bündelt das „Wasserstoffwissen“ der Verteilnetzbetreiber
  • Die zweite Studie stellt dar, wie die Verteilnetzbetreiber zur Wasserstoff-Wertschöpfungskette beitragen können.
  • Die dritte Studie zeigt einen Fahrplan, wie Verteilnetze zu einer primären „Wasserstoffverteilungsinfrastruktur“ in Europa werden.

Verteilnetzinitiative H2vorOrt vertritt Deutschland

Deutschland wird in „Ready4H2“ durch die deutsche Verteilnetzinitiative „H2vorOrt“ vertreten, in der rund 40 Verteilnetzbetreiber im DVGW zusammen mit dem VKU an der Transformation der deutschen Gasverteilnetze hin zur Klimaneutralität arbeiten.

Prof. Dr. Gerald Linke, Vorstandsvorsitzender DVGW, Ingbert Liebing, Hauptgeschäftsführer VKU, und Florian Feller, Vorsitzender H2vorOrt, betonen die Wichtigkeit des Projekts: „Wasserstoff ist ein Schlüsselelement der europäischen Energiewende. Und die Gasverteilnetzbetreiber sind ein „natürlicher“ Bestandteil der raschen Wasserstoffentwicklung, die in den kommenden Jahren erwartet wird. Jahrzehntelang haben die Verteilnetzbetreiber in ganz Europa bewiesen, dass sie in der Lage sind, Gas kosteneffizient und sicher über die Netze zu verteilen. Sie haben umfangreiche Kenntnisse und Erfahrungen gesammelt, die für den Umbau der europäischen Energieinfrastruktur von entscheidender Bedeutung sind.

Die Verteilnetzbetreiber im Projekt wollen zeigen, wie man mit den Verteilnetzen das enorme Wachstums- und das CO2-Reduktionspotenzial der Wasserstoffnutzung realisieren kann, was europäischen und nationalen Entscheidungsträgern bei der Entwicklung einer H2-Wirtschaft zugutekommt. Mit ihren weit verzweigten Netzen in ganz Europa braucht man die Verteilnetzbetreiber, um neben den Plänen der europäischen Fernleitungsnetzbetreiber für den Wasserstoff-Backbone klimaneutrale Gase auch in der dezentralen Wärmeversorgung und Industrie einsetzen zu können.

Die EU-Ebene wird künftig eine noch zentralere Rolle einnehmen, was sich direkt auf die nationalen Ebene auswirken wird. Die Zusammenarbeit mit unseren europäischen Nachbarn, ist aufgrund der gestiegenen Bedeutung der EU-weiten Entwicklungspläne und -regelungen umso wichtiger. Nur durch den gemeinschaftlichen Austausch kann ein klares europäisches Bild von den Entwicklungspfaden und den Rechtsrahmen für eine erneuerbare und dekarbonisierte Gasverteilung entstehen.“

Fakten zur Ready4H2

  • Teilnehmer: Bisher nehmen Verteilnetzbetreiber aus den folgenden Ländern teil: Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Österreich, Portugal, Slowakei, Spanien, Schweden und Tschechische Republik.
    Es wird erwartet, dass sich nach dem Start des Projekts weitere Länder anschließen werden. Auch Organisationen und Unternehmen werden die Möglichkeit haben, sich an dem Projekt zu beteiligen.
  • Laufzeit: Das Ready4H2-Projekt wird bis Februar 2022 laufen und diese drei neuen Studien umfassen:
  1. Das Wasserstoffwissen der Verteilnetzbetreiber: Die erste Analyse wird eine Sammlung der Erfahrungen sein, die die europäischen Verteilnetzbetreiber mit Wasserstoffprojekten und Wasserstoffinfrastruktur haben. Darüber hinaus wird untersucht, wie die Verteilnetzbetreiber in die Wasserstoffentwicklung ihres Landes eingebunden sind und wie weit die Wasserstoffstrategie des Landes entwickelt ist.
  2. Wie können die Verteilnetzbetreiber zur Wasserstoff-Wertschöpfungskette beitragen? Die zweite Analyse wird auf der ersten Analyse aufbauen, indem sie untersucht, wie die europäischen Verteilnetzbetreiber zur Wasserstoffentwicklung beitragen können. Die Erfahrungen und das Wissen der Verteilnetzbetreiber werden analysiert und in Wertvorschläge für die Wasserstoff-Wertschöpfungskette umgesetzt. Dabei geht es nicht nur um die Erfahrung mit Wasserstoff, sondern auch um die einzigartige Position der Verteilnetzbetreiber und ihren Beitrag zur strategischen Raumplanung. Es wird auch die historische und die sich derzeit entwickelnde Rolle der Verteilnetzbetreiber auf dem Gasmarkt hervorgehoben und wie die historischen Erfahrungen und Kompetenzen in den Wasserstoffsektoren genutzt werden können.
  3. Ein Fahrplan, wie die Gasverteilnetzbetreiber zur primären Wasserstoffverteilungsinfrastruktur in Europa werden: Die dritte Analyse wird einen Fahrplan mit konkreten Initiativen dafür liefern, wie die Verteilnetzbetreiber auf europäischer und nationaler Ebene ein Bindeglied zwischen Wasserstoffproduzenten und -verbrauchern sein können. Sie sollte mögliche Hindernisse und Chancen auf dem Weg der Transformation der Verteilnetzbetreiber zur primären Verteilungsinfrastruktur für Wasserstoff beschreiben.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Deutschland wird in Ready4H2 durch die deutsche Verteilnetzinitiative H2vorOrt vertreten

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