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OOWV wählt Vorstand und beschließt Investitionen

Vorstandswahlen und Beschlüsse über Investitionen in Millionenhöhe standen am 8. Dezember 2021 im Mittelpunkt der Verbandsversammlung des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV). Vorbereitet werden soll zudem eine Satzungsänderung, die es dem OOWV ermöglicht, Kommunen im Umgang mit den Folgen des Klimawandels zu beraten. Ein Beschluss hierüber wird im Sommer 2022 erwartet. Angesichts der Corona-Inzidenzen im Nordwesten fand […]

von | 20.12.21

Vorstandswahlen und Beschlüsse über Investitionen in Millionenhöhe standen am 8. Dezember 2021 im Mittelpunkt der Verbandsversammlung des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbands (OOWV).
Vorbereitet werden soll zudem eine Satzungsänderung, die es dem OOWV ermöglicht, Kommunen im Umgang mit den Folgen des Klimawandels zu beraten. Ein Beschluss hierüber wird im Sommer 2022 erwartet. Angesichts der Corona-Inzidenzen im Nordwesten fand die Sitzung virtuell statt.

Personelle Veränderungen

Das Geschäftsjahr endet mit einer Neuaufstellung der Spitze um Verbandsvorsteher Sven Ambrosy (LK Friesland), der für fünf weitere Jahre im Amt bestätigt wurde. Zu seinem Stellvertreter wählten die
Delegierten Michael Kramer (Lastrup). Neue Vorstandsmitglieder sind Christian Pundt (LK Oldenburg), Karin Emken (Esens), Dr. Wolfgang Krug (Holdorf), Jörg Pieper (Wiefelstede), Gerhard Böhling
(Schortens), Thorsten Schmidtke (Großenkneten), Gerhard Ihmels (Brookmerland) und Maik Niederstein (Stadt Oldenburg). Weiterhin in dem Gremium vertreten sind Brigitte Fuchs (Elsfleth), Olaf Meinen (LK Aurich) und Christian Porsch (Bassum).

Die Verbandsversammlung setzt sich aus 178 Delegierten zusammen. Die personellen Veränderungen sind Folge der Kommunalwahlen. Aus dem Vorstand ausgeschieden sind Franz Hölscher (Bakum),
Carsten Harings (LK Oldenburg), Petra Lausch (Edewecht), Regina Neuke (Lemwerder) und Martin Mammen (Esens).

Verbandsvorsteher Sven Ambrosy dankte den ausgeschiedenen Delegierten und Vorständen für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. „Sie haben dafür gesorgt, dass der Modernisierungsprozess beim OOWV vorangetrieben wurde“, sagte er. Die Wasserwirtschaft befinde sich durch die Folgen des Klimawandels, die fortschreitende Digitalisierung und durch den Fachkräftemangel in einem Umbruch. Ambrosy: „Sie haben diesen Veränderungsprozess nicht nur begleitet, sondern mitgeprägt.“

Der OOWV wird als Körperschaft des öffentlichen Rechts aktuell von 89 kommunalen Mitgliedern getragen. Durch den Beitritt der Stadt Delmenhorst steigt diese Zahl zum Jahreswechsel auf 90. Mit einer Bilanzsumme von fast 1 Mrd. Euro zählt der Verband zu den großen Wasserversorgern in Deutschland.

Investitionen

Der OOWV nimmt hohe Millionensummen in die Hand, um die Leistungsfähigkeit und Qualität in der Trinkwasserversorgung zu sichern. Allein im kommenden Jahr investiert der OOWV rund 52,6 Mio. Euro, um insbesondere Netze und Anlagen zu erneuern und dem Bedarf anzupassen. Aktuell wird in Siegelsum (Landkreis Aurich) ein Wasserwerk neu gebaut, um das bestehende zu ersetzen. Ein zusätzliches Speicherpumpwerk soll in Lastrup (Landkreis Cloppenburg) entstehen. Daneben kooperiert der OOWV verstärkt mit anderen Versorgern, um benötigte Wassermengen bereitstellen zu können.

Im Bereich der Abwasserentsorgung belaufen sich die Investitionen für die Erneuerung von Kanälen und Anlagen im Jahr 2022 auf 54,5 Mio. Euro. In mehreren Kommunen wird der Investitionsbedarf im
kommenden Jahr zu einer Anpassung der Abwasserentgelte führen. Die Preisanpassungen gab der OOWV am 9. Dezember bekannt.

Klimawandel

Wassermassen durch Starkregen einerseits, wochenlange Dürre und Hitze andererseits: Kommunen müssen Wege finden, um mit den Folgen des Klimawandels im Nordwesten umzugehen. Um die Mitglieder dabei besser unterstützen zu können, bereitet der OOWV eine Satzungsänderung vor. So könnte der OOWV Behörden und Kommunen beispielsweise durch modernste Technik beratend zur Seite stehen, wenn es um die Begleitung von Initiativen im Rahmen eines regionalen Wasserversorgungskonzeptes geht. Der Wasserverband ist in der Lage, anhand von 3D-Untergrundmodellen die Grundwasserströme darzustellen. Ebenso bietet der OOWV an, Starkregengefahrenkarten zur Überflutungsvorsorge in den Mitgliedskommunen zu erstellen. Diese sollen die Gefahrenstellen und das mögliche Schadenspotenzial durch Starkregen übersichtlich darstellen und die Entscheidungsgrundlage für weitere Maßnahmen in den Kommunen schaffen.
Das konkrete Aufgabenspektrum will der OOWV vor der Beschlussfassung im nächsten Sommer in Abstimmung mit dem niedersächsischen Umweltministerium definieren.

Hintergrund OOWV

Der OOWV versorgt täglich mehr als 1 Mio. Menschen mit Trinkwasser und entsorgt umweltgerecht Abwasser in 39 Gemeinden und Städten. Das Verbandsgebiet erstreckt sich vom Dollart bis zum Dümmer und auf vier der sieben Ostfriesischen Inseln. Gemessen an der Fläche ist der OOWV Deutschlands größter Wasserversorger.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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