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Trinkwassernetz in der Mongolei saniert

Das Trinkwasser-Leitungsnetz von Ulaanbaatar wird mittels Close-Fit und Schlauchlining-Technologie saniert. Das Projekt sieht vor, dass die Wasserwerke Ulaanbaatar mit technischem Support seitens der östereichischen RTi Gruppe die Rohrsanierungsarbeiten in Zukunft selbständig durchführen können.

von | 18.04.19

Sanierungsauftakt in der Mongolei. Der Close-Fit Liner stammt vom österreichischen Produzenten AGRU Kunststofftechnik

In der Hauptstadt Ulaanbaatar lebt knapp die Hälfte der mongolischen Gesamtbevölkerung, rund 1,3 Millionen Einwohner. Ulanbaatar ist das wirtschaftliche, kulturelle und soziale Zentrum der Mongolei. Die zuverlässige Versorgung mit sauberem Trinkwasser ist, wie in jeder Großstadt, ein bedeutender Faktor für die Gesundheit der Bevölkerung und das Funktionieren der Gesellschaft.
Im Rahmen eines umfangreichen Softloan Projektes, in dem zahlreiche staatliche Ebenen berücksichtigt wurden, hat die RTi Austria GmbH den Auftrag erhalten, die Wasserwerke Ulaanbaatar (USUG) mit Anlagen und Materialien zur Renovierung des öffentlichen Wasserversorgungsnetzes zu beliefern.
Sämtliches Equipment wurde bereits 2018 ausgeliefert. Dazu zählen nicht nur Sanierungsanlagen für das CIPP und Close-Fit- Verfahren, sondern auch TV-Kamerasysteme, Reinigungsanlagen und Fräsroboter. Der österreichische Kunststoffrohrproduzent AGRU Kunststofftechnik lieferte den Close-Fit-Liner als einsatzfertige Ringbunde zur Baustelle. Auf diese Weise kann ein gefalteter und somit im Querschnitt reduzierter PE-Rohrstrang, der sogenannten AGRU SureFIT Liner, in das Altrohr ohne aufwändige Grabungsarbeiten eingezogen werden. Die NordiTube Technologies SE, eine Tochtergesellschaft der RTi Gruppe, war mit der Konfigurierung der Anlagen betraut. Dabei ging NordiTube auf die speziellen Kundenwünsche der Wasserwerke Ulaanbaatar ein, um eine optimale Lösung anzubieten. Insgesamt wurde eine komplette Schlauchlining-Sanierungsanlage mit Imprägnieranlage, Dampf-Heizanlage und Inversionstrommel, sowie eine PE-Close-Fit-Installationsanlage, ein mobiler Fräsroboter, eine Höchstdruckreinigungsanlage und ein Inspektionsfahrzeug mit einem TV-Kamerasystem produziert.
Dabei wurden auch einige Partnerunternehmen in das Projekt miteingebunden. Die Inspektionseinheit wurde mit einer Kameralösung von iPEK ausgestattet. Für die Fräsarbeiten wurde ein komplettes Robotersystem von Schwalm integriert. Als PE-Close-Fit-Lösung wird ein AGRU Liner vor Ort zum Einsatz kommen.
Erste Umsetzungsschritte
Um eine erfolgreiche Umsetzung sowie einen einwandfreien Know-how-Transfer gewährleisten zu können, wurden von RTi intensive Trainings abgehalten. Einige Vertreter der Wasserwerke Ulaanbaatar wurden bereits im April letzten Jahres von den Mitarbeitern der NordiTube Technologies SE sowie von der RTi Austria GmbH in Österreich geschult. Die Kooperation zwischen den österreichischen und mongolischen Vertretern verlief ausgezeichnet.
8.000 km mit der transsibirischen Eisenbahn
Nach den Schulungen war es an der Zeit, die gesamte Flotte der Hightech-Sanierungsanlagen in die Mongolei zu überstellen. Dem Anlagenzug, der aus insgesamt fünf Fahrzeugen bestand, stand eine spektakuläre Fahrt von über 8.000 km am Landweg bevor. Dabei ging es durch insgesamt vier Länder und mit der weltweit längsten Eisenbahnstrecke, der transsibirischen Eisenbahn, durch ganz Russland.
Nach erfolgreicher Überstellung der Anlagen, konnten die Sanierungseinheiten zum ersten Mal in Ulaanbaatar vor Ort in Betrieb genommen werden. Zum feierlichen Anlass lud die Stadt Ulaanbaatar wichtige Vertreter aus Wirtschaft und Politik zu einer prunkvollen Eröffnungszeremonie ein, bei der auch Christian Hartl, geschäftsführender Gesellschafter der NordiTube Technologies SE, sowie Manfred Sieghartsleitner, geschäftsführender Gesellschafter der RTi Austria GmbH, vertreten waren. Im Rahmen der Feierlichkeit wurde ein 200 m lange Close Fit-Liner DN 150 der Firma AGRU installiert. Im Herbst 2018 wurden weitere 800 m PE Close-Fit-Liner im Zug des Trainings und Know-how-Transfers eingebaut.
Sobald der strenge Winter in der Mongolei vorüber ist, werden die Sanierungsarbeiten im Frühjahr 2019 wieder aufgenommen. Selbstverständlich wird die RTi die Wasserwerke Ulaanbaatar bei den ersten Projekten vor Ort weiterhin unterstützen. Die Wasserwerke Ulaanbaatar und das RTi-Team freuen sich auf die bevorstehenden Sanierungsprojekte in der mongolischen Hauptstadt.
Durch das von RTi erkämpfte Softloan Projekt trägt der Rohrsanierungsspezialist wesentlich an der österreichischen Wertschöpfungskette bei. Mindestens die Hälfte der Lieferungen und Leistungen müssen von heimischen Unternehmen bereitgestellt werden. Es profitiert somit nicht nur RTi von diesem Großprojekt, sondern auch zahlreiche heimische Lieferanten und deren Mitarbeiter. Zusätzlich leistet dieses Projekt einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Infrastrukturentwicklung in der Mongolei und fördert den aktiven Klima- und Umweltschutz. Die grabenlose Sanierung zeichnet sich durch Vermeidung von Verkehrsstörungen, geringer Anrainerbelastungen sowie der Reduktion von CO2-Emissionen aus.
KONTAKT: RTi Rohrtechnik international GmbH, Altenberg, Österreich, Reingard Schmidt, reingard.schmidt@rti.eu, Tel. + 43 7230 8686 881, www.rti.eu

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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